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Schmökern frei: Bücherbörse im Kreishaus
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(pr/eb) Osnabrück, 24. Oktober 2017 / Für die 17. regionale Bücherbörse für das Osnabrücker Land haben die Organisatoren wieder einen besonderen Schwerpunkt gefunden. Wenn sich am Samstag, 28. Oktober, um 10 Uhr die Türen des Kreishaus-Restaurants am Schölerberg öffnen, erwartet die Besucher vielfältige Literatur rund um das Thema "Garten und Natur". Das Bücherbörsen-Angebot wird dement...

Freizeit & Kultur

Zoo eröffnet ''Orang-Utan Dschungeltempel''

Eröffneten gemeinsam den Orang-Utan Dschungeltempel: Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder, Osnabrücks Bürgermeister Uwe Görtemöller, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, Hans Comme, Reinhard Sliwka (beide Zoogesellschaft Osnabrück), NOZ-Marketingleiter Guido Hartstang sowie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann (v.l.). © für Abbildung: PR; Quelle: Zoo OS; Aufnahme: Lisa Josef(pr/eb) Osnabrück, 12. Oktober 2017 / Viele Osnabrücker sind an dem neuen Menschenaffenhaus beteiligt, das jetzt im Osnabrücker Zoo feierlich eingeweiht wurde: Sie haben durch ihre kreativen Aktionen - und nicht zuletzt durch ihre Spendenbereitschaft im Rahmen der Initiative "Wir für Buschi" – dazu beigetragen, dass der "Orang-Utan Dschungeltempel" nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit überhaupt Realität werden konnte. Über 500.000 Euro waren dank der Spendenaktion, die der Zoo gemeinsam mit der Neuen Osnabrücker Zeitung durchführte, zusammengekommen – ein Drittel der gesamten Bausumme.

"Wir waren begeistert, wie viele Menschen sich daran beteiligt haben. Die Stiftung der Sparkasse Osnabrück und Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück haben gespendet, viele Unternehmenspartner des Zoos haben kreative Ideen umgesetzt, aber auch Schulklassen und Privatpersonen haben für Buschi gesammelt. Ohne sie hätten wir das größere Zuhause für Buschi nicht realisieren können, schließlich finanziert sich der Zoo Osnabrück so gut wie selbst", bedankte sich Zoogeschäftsführer Andreas Busemann.

Zur Eröffnung kam auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius: "Es ist toll, wie der Zoo Osnabrück es schafft, mit wenig kommunaler Förderung, aber mit kreativen Ideen, die Tierhaltung weiter zu verbessern. Als Osnabrücker kenne ich natürlich die Entwicklung des Zoos und es ist beeindruckend, was die Mannschaft hier leistet". Osnabrücks Bürgermeister Uwe Görtemöller schloss sich an und lobte das große Engagement aller Osnabrücker: "Wir Menschen hier in der Region lieben den Osnabrücker Zoo – es ist sozusagen unser aller Zoo. Und wir alle profitieren von ihm: als schönem Erholungsort, als Bildungsort oder aber auch als Arbeitgeber oder touristischem Leuchtturm, der Menschen in unsere Region holt".

Der neue "Orang-Utan Dschungeltempel" fügt sich nun als asiatische Tempelruine in die asiatische Tierwelt "Angkor Wat" im Herzen des Zoos ein. Hier leben auch zwei Sumatra-Tiger im "Tigertempelgarten" und Asiatische Schweinsaffen auf einem "Affentempel". "Der Innenbereich der Orangs hat sich flächenmäßig von 93 auf 234 Quadratmeter fast verdreifacht. Mit Blick auf das Raumvolumen hat sich der Innenbereich fast verfünffacht: 1.257 Kubikmeter statt 273. Der Außenbereich misst nun 358 Quadratmeter statt 302 und die Kubikmeteranzahl hat sich verdoppelt von 1059 auf 2155. Damit erfüllen wir nicht nur die neuesten Auflagen zur Haltung von Orangs entsprechend des Säugetiergutachtens, sondern gehen noch weit darüber hinaus", betonte Zoodirektor Prof. Michael Böer.

Endlich mehr Platz: Orang-Utan Buschi hat ein neues Zuhause. © für Abbildung: PR; Quelle: Zoo OS; Aufnahme: Stephan SchuteDas gesamte Haltungssystem bestehe aus neun miteinander verbindbaren oder trennbaren und ineinander verschachtelten Gehegearealen, was dem flexiblen Sozialverhalten der Orangs sehr entgegenkomme, da sie sowohl soziale als auch einzelgängerische solitäre Lebensphasen haben, erläuterte Böer. Während des Umbaus hatten die Handwerker ständig Zuschauer, die ihnen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Hände schauten: Die tierischen Bewohner blieben vor Ort, es wurde quasi um sie herum gebaut.

Dies sei im Vergleich zu einem zeitweisen Wechsel in einen anderen Zoo die stressärmere Alternative gewesen, wie Tierpfleger Detlef Niebler berichtete: §Ein Umzug in einen anderen Zoo hätte zu viele Veränderungen auf einmal bedeutet. Gerade Orang-Utan Buschi war noch nie woanders. Eine fremde Umgebung, andere Geräusche und andere Menschen – das wäre deutlich mehr Stress für ihn gewesen. Außerdem schaut er den Handwerkern gerne beim Arbeiten zu". Die Fachleute bauten nach und nach in vier Bauphasen die verschiedenen Außen- und Innenbereiche so um, dass die Tiere immer noch Gehegebereiche innen und außen nutzen konnten.

Auch die Besucher profitieren von dem Umbau: Sie haben draußen nun die Möglichkeit Auge in Auge mit Orang-Utans und Gibbons zu stehen - nur getrennt durch eine Glasscheibe und nicht wie vorher räumlich stärker getrennt durch eine zusätzliche Hecke und Balustrade. Im Haus wurde ein großes Glasdach eingebaut, so dass viel Tageslicht in den Dschungeltempel fällt. Außerdem wurden der Boden sowie die Sanitäranlagen erneuert und neue Pflanzen sollen bald für eine Dschungelatmosphäre sorgen. In gesonderten Terrarien sind zusätzlich "Untermieter" eingezogen: Wandelnde Blätter und Stabschrecken.
 
Die Fertigstellung des Baus hatte sich aus verschiedenen Gründen um ein Jahr verzögert, wie Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder berichtete: "Die Konzeption der Anlage mit den verschiedenen Innen- und Außenbereichen bietet viele Möglichkeiten, die Tiere zusammen oder getrennt und dennoch mit Rundlaufmöglichkeiten zu halten – zum Wohle der Tiere. Dafür die Schleusen, Durchgänge und Schieber zu planen und zu produzieren, hat länger gedauert. Gleichzeitig sind die Gestaltungsarbeiten, damit die Tempelruine auch täuschend echt aussieht, sehr zeitintensiv und vom Wetter abhängig. Es darf nicht zu nass und zu kalt sein".

Mit großer Liebe zum Detail hätten die Handwerker des Zoos mit einem externen Gestalter das vermeintliche Mauerwerk gestaltet, Gesichtsskulpturen nach Vorlagen asiatischer Tempelanlagen entworfen sowie Reliefs, handgefertigt in Asien, eingearbeitet. Grundlage des Osnabrücker Dschungeltempels ist ein Modell des Gestalters Detlef Gehrs.  
 
Nachdem der neue Dschungeltempel fertig ist, können sich die rothaarigen Menschenaffen Astrid und Buschi nun in Ruhe einleben. "Buschi hat bereits Lieblingsplätze, von denen er Menschen und Umgebung genau beobachten kann. Er kann nun noch höher sitzen und weiter schauen – das gefällt ihm", wie Tierpfleger Dirk Wieferich beobachtete. Eine Gruppe Biologiestudenten der Universität Osnabrück hat die Orangs zurzeit fest im Blick, denn sie führen zur Eingewöhnung wissenschaftliche Untersuchungen durch. Anhand genau festgelegter Parameter beobachten sie, ob die Tiere bereits feste Tagesabläufe und Lieblingsplätze haben. Wenn es soweit ist, gilt die Eingewöhnungsphase als abgeschlossen.

Dann werden zwei weitere Orang-Utans einziehen, wie Böer erklärte: "Der Zuchtbuchkoordinator für die Orangs in europäischen Zoos hat uns gebeten, ein weiteres, neues Zuchtpärchen aufzunehmen. Wir haben genügend Platz und diese Tierart ist einfach so stark vom Aussterben bedroht, dass die Nachzucht enorm wichtig ist. Aufgrund dieser akuten Gefährdung haben wir dem zugestimmt". Zunächst wird ein Männchen aus dem ungarischen Zoo Sosto kommen, ein wenig später reist ein Weibchen aus dem niederländischen Zoo Appeldoorn nach Osnabrück. Die Eingewöhnungsphase der neuen Orang-Utans in Osnabrück begleitet zusätzlich ein Team der Evolutionspsychologie von der Freien Universität Berlin.
 
Zoo Osnabrück

 
 

 

 


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