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Besondere Leckerbissen für Zoo-Elefanten
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(pr/eb) Osnabrück, 23. November 2017 / Die Asiatischen Elefanten des Osnabrücker Zoos haben vor kurzem eine ganz besondere Leckerei bekommen: Riesenkürbisse! Die Kürbiszüchter Wolfgang und Daniel Willmann aus Melle schenkten den grauen Riesen ihre zwei Prachtexemplare, die stolze 385 und 361 Kilogramm auf die Waage brachten und direkt von einem Wettbewerb kamen. Ein Kürbis ging an die zw...

Freizeit & Kultur

Stadtgespräche beleuchten Zeit des 30-jährigen Krieges

Justus Möser. Porträt von Ernst August Howindt (1774). © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OS; Aufnahme: Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, 6489(pr/eb) Osnabrück, 30. Oktober 2017 / In der bewährten Veranstaltungsreihe "Stadtgespräche" steht dieses Mal die die Zeit des Dreißigjährigen Krieges im Mittelpunkt. Dieser begann vor 400 und endete vor 370 Jahren mit dem Westfälischen Frieden. Zudem wird an das "Epochenjahr ‘68" vor 50 Jahren erinnert und nach aktuellen Formen der Vermittlung von Geschichte in Museen gefragt. Start ist am Mittwoch, 8. November (19 Uhr). Thorsten Heese referiert im Kulturgeschichtlichen Museum zu dem Thema "'Glokalgeschichte' als Ausstellungsprinzip".

Es geht um die Frage, was im Gegensatz zur Globalgeschichte die Stadtgeschichte ausmacht. Könnte sie auch als Welt- oder Globalgeschichte erzählt werden? Muss nicht gar in einer zunehmend globalisierten Zeit die Geschichte einer städtischen Gemeinschaft wie Osnabrück, die mit über 140 Nationalitäten ins 21. Jahrhundert gestartet ist, "glokalgeschichtlich" gelesen werden? Als "Glokalgeschichte" entworfen, würde ein historisches Museum zu einem geschichtsbasierten öffentlichen Verhandlungsort für eine Zuwanderungsgesellschaft, die in ihrem Gestern Antworten für die Fragen von morgen sucht.
 
"Zur Lektüre empfohlen – Neuerscheinungen zu Justus Möser" stellen am Mittwoch, 29. November (16.30 Uhr), Holger Böning und Martin Siemsen im Kulturgeschichtlichen Museum vor. Dieses Stadtgespräch findet in Zusammenarbeit mit der Justus-Möser-Gesellschaft statt. Sowohl Holger Böning, der 2016 den Festvortrag zum Geburtstag Mösers im Friedenssaal hielt, als auch Martin Siemsen haben in diesem Jahr zu Justus Möser Bücher veröffentlicht: "Justus Möser – Anwalt praktischer Vernunft. Der Aufklärer, Publizist und Intelligenzblattherausgeber" lautet der Titel von Böning – etwas lakonischer kommt Siemsens "Justus Möser Lesebuch" daher. Verfasser und Herausgeber präsentieren ihre Bände und stellen sich den Fragen der Zuhörer.
 
"Könnt‘ ich sprechen, hätt‘ ich viel zu erzählen – Story einer Monstranz" ist der Titel des Stadtgesprächs am Mittwoch, 17. Januar (16.30 Uhr), mit Thorsten Heese im Kulturgeschichtlichen Museum. In der aktuellen stadtgeschichtlichen Ausstellung des Museums machen knapp 100 historische Objekte mit der Geschichte Osnabrücks im Zeitalter der Konfessionalisierung vertraut. Eines dieser wertvollen Relikte könnte die 150-jährige Konfessionsgeschichte ganz allein erzählen. Die Teilnehmer folgen seiner historischen Spur – vom ausgehenden Mittelalter über die Reformation bis zum Westfälischen Frieden.
 
"Heilige Helfer für Osnabrück. Wie Bischof Wartenberg katholische Identität zu stiften versuchte" erklärt Hermann Queckenstedt am Mittwoch, 21. Februar (16.30 Uhr), im Kulturgeschichtlichen Museum. Franz Wilhelm von Wartenberg gehört gemeinsam mit Eitel Friedrich von Hohenzollern zu den beiden Osnabrücker Bischöfen, die während des Dreißigjährigen Krieges im Geiste der Beschlüsse des Konzils von Trient in Osnabrück die Rekatholisierung vorantrieben. Die konkreten Maßnahmen wie Kirchenvisitationen, die Vertreibung evangelischer Prediger oder die Gründung einer katholischen Universität begleiteten programmatische "Helfer", um die Reformideen für die Bevölkerung "anschlussfähig" zu machen.
 
Constanze Itzel spricht am Mittwoch, 14. März (16.30 Uhr), im Kulturgeschichtlichen Museum über "Zwischen Krieg und Frieden – Der Westfälische Friede und die europäische Verhandlungspraxis".  Das 2017 eröffnete Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel zeigt derzeit in seiner Eröffnungsausstellung auch eine Leihgabe aus dem Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück. Es handelt sich um eine Montage aus Kalenderblättern, die zusammen eine Art Miniaturgalerie der Gesandten des Westfälischen Friedens von 1648 bilden. Sie stehen für den Erfolg langwieriger diplomatischer Verhandlungen am Ende des Dreißigjährigen Krieges. Die Referentin – Kuratorin am Haus der Europäischen Geschichte – erläutert, welche Rolle das Exponat in der Ausstellung übernimmt und was es über die Praxis multilateraler Verhandlungen in Europa aussagt.
 
Über "Residenzbildung in Osnabrück nach dem Westfälischen Frieden" spricht Heinrich Schepers am Mittwoch, 16. Mai (16.30 Uhr), im Kulturgeschichtlichen Museum. Die im Vertragswerk des Westfälischen Friedens 1648 für das Fürstbistum Osnabrück bestimmte alternative Sukzession, nach der sich katholische Fürstbischöfe und protestantische Mitglieder aus dem Haus Brauschweig-Lüneburg in der Herrschaftsfolge des Hochstiftes abwechseln sollten, ermöglichte dem aus dem Welfenhaus stammenden Ernst August I. die Regierungsübernahme im Hochstift. Der ehrgeizige protestantische Fürstbischof initiierte den Bau einer Residenz im Osnabrücker Stadtgebiet und unterstrich damit seine weitreichenden machtpolitischen Ambitionen. Der Residenzbau visualisierte auch in den folgenden Jahren bis zur Säkularisierung des Hochstiftes 1802 die Herrschaft von katholischen und protestantischen Fürstbischöfen, die das Schloss gleichermaßen nutzten.
 
"Die anderen '68er' – Generationenkonflikte innerhalb der Osnabrücker CDU?": Diese Frage stellt Reiner Wolf am Mittwoch, 13. Juni (16.30 Uhr), im Kulturgeschichtlichen Museum. Das "Epochenjahr ‘68" gilt allgemein als Aufbruch politisch links orientierter Jugendlicher. Doch funktioniert die Logik eines Links-Rechts-Schemas nur bedingt. Das, was mit dem Etikett "68" versehen werden kann, reicht von der antiautoritären Fraktion innerhalb des SDS bis zu einem alle Lebensbereiche erfassenden Wandel der Gesellschaft. Der Referent analysiert, inwieweit es sich bei den radikal-linken Aufbrüchen Ende der 1960er Jahre um politische Begleiterscheinungen eines tiefer greifenden sozialen wie kulturellen Wandels handelt. Ein umfassender gesellschaftlicher Umbruch müsste auch jenseits der einschlägigen Kreise und abseits der prominenten Metropolen Wirkung entfaltet haben. Dazu sollen Entwicklungen innerhalb der Osnabrücker CDU näher betrachtet werden.
 
Die Teilnahme an den Stadtgesprächen kostet je Veranstaltung 2 Euro, bei Buchung aller 7 Vorträge komplett 10 Euro. Für Mitglieder des Museums- und Kunstvereins Osnabrück ist die Teilnahme kostenfrei.

Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum

 
 

 


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