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55.000 Geräte werden angepasst: Erdgasumstellung geht in die heiße Phase
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Zoo-Lights: Laternenwoche mit Rudelsingen zum Finale

(eb/pr) Osnabrück, 2. November 2018 / Farbenfrohe Lichter in den Bäumen, in den Büschen und auch auf den Wegen – das erwartet Besucher beim großen Endspurt der „Zoo-Lights“ vom 5. bis 11. November im Zoo Osnabrück. Mit der Laternenwoche greift der Zoo eine alte Tradition für Klein und Groß nach über zehn Jahren Pause erneut auf, der letzte Laternenumzug fand 2006 statt: „Wir nutzen die l...

Freizeit & Kultur

Zoo: Viel Neues von Klammeraffen und Co.

Die kleine Smiley-Hope ist nun in die Gruppe ihrer Artgenossen integriert. © für Abbildung: PR; Quelle: Zoo OS; Aufnahme: Hanna Rickert(eb/pr) Osnabrück, 12. Juli 2018 / Nur gute Nachrichten gab´s jetzt au dem Osnabrücker Zoo: Das Rote Panda-Weibchen "Yin" hat seit kurzem "Pong" an ihrer Seite, bei den Polarfüchsen gab´s doppelten gesunden Nachwuchs und der kleine Braunkopfklammeraffe "Smiley Hope", der jetzt ein Jahr bei seiner Pflegemama Heike Läkamp lebte, wurde erfolgreich in die bestehende Gruppe seiner Artgenossen eingegliedert. "Wir sind überglücklich, dass die Gruppe Smiley-Hope gut aufgenommen hat", freute sich Läkamp.

Ein Jahr lang kümmerte sich Läkamp aufopferungsvoll rund um die Uhr um den jungen Affen, für den seine leibliche Mutter auf Grund einer Erkrankung keine Milch hatte. In diesem Frühjahr startete dann schrittweise die Integration in die Gruppe: Vom ersten Kontakt zu den Artgenossen über ein paar Stunden gemeinsame Zeit bis zur vollständigen Integration vergingen rund drei Monate. Geholfen habe auch, dass Klammeraffen sehr verspielt seien.

"Smiley-Hopes Vater Neville passt regelrecht auf sie auf: Wenn die anderen sie für seinen Geschmack zu sehr ärgern, geht er dazwischen", schmunzelte Läkamp. Bald ging es für Smiley-Hope dann auch das erste Mal auf die Außenanlage. "Dass sie über den dicken Holzbalken nach draußen sollte, war Smiley-Hope so gar nicht geheuer", lachte Läkamp, die bereits Erfahrung in der Handaufzucht von Affen hat. Nachdem die Tierpfleger zusätzliche Bretter und ein Seil an dem Balken angebracht hatten, bekam Smiley-Hope auch noch Unterstützung von ihren Artgenossen: "Die anderen haben sie gerufen und auf sie gewartet, gerufen und gewartet – bis sie sich endlich getraut hat. Und dann hat sie relativ schnell alle drei Inseln auf der Anlage besucht und unter die Lupe genommen".
 
Kerngesund und männlich: Tierpflegerin und Revierleiterin Kerstin Seifert hatte den Polarfuchs-Nachwuchs bei seiner ersten Untersuchung fest in der Hand. © für Abbildung: PR; Quelle: Zoo OS; Aufnahme: Svenja VortmannJetzt muss die kleine Affendame allerdings noch "die Schulbank drücken": Klammeraffen haben, wie Zoodirektor Prof. Michael Böer berichtete, eine ganz andere Mimik und Gestik als Menschen – sie muss noch mehr die "Affensprache" lernen. "Aber das ist nicht weiter schlimm und ich denke, dass sie auf einem guten Weg ist", so der Veterinär. Das gleiche gilt für die Roten Pandas: 2015 waren die beiden Weibchen Yin und Yang eingezogen, mit denen der Tierpark am Schölerberg zunächst die Betreuung dieser anspruchsvollen und vom Aussterben bedrohten Tierart "übte".
 
Rote Pandas sind allerdings nicht nur in der Wildbahn, sondern auch in Zoos eher selten – daher sei es für den Osnabrücker Zoo gar nicht so einfach gewesen, ein Männchen zu "ergattern", wie der wissenschaftliche Kurator und Biologe Tobias Klumpe erläuterte. Die Zucht dieser Tierart wird – wie bei vielen anderen auch - europaweit von einem Zuchtbuchkoordinator betreut. Mitte Juni war es dann soweit: Der vierjährige "Pong" zog aus dem polnischen Zoo Katowice nach Osnabrück um. Für ihn musste zuvor "Yang" Platz machen – sie lebt jetzt in einem Zoo in Frankreich.

Laut Klumpe verstünden sich Yin und Pong gut – was keine Selbstverständlichkeit ist: "Rote Pandas sind sehr wählerisch, was ihre Partner angeht, von daher können sie auch schon mal aneinandergeraten". Doch hier war die Partnerwahl offensichtlich erfolgreich. Nun hofft das Zooteam auf Nachwuchs. "Der Rote Panda stammt ursprünglich aus Asien. Hier wird sein Lebensraum, die Bergwälder, zerstört, weswegen dieser ruhige und scheue Bewohner immer weniger Platz zum Leben hat. Weniger als 10.000 Tiere gibt es noch in der Wildbahn", erläuterte Klumpe.
 
Einen Schritt voraus sind den Roten Pandas im Hinblick auf Nachwuchs die Polarfüchse –Ende April erblickten zwei Jungtiere das Licht der Welt. Die ersten Lebenswochen verbrachten die Kleinen in der geschützten Wurfhöhle und waren nicht zu sehen. Aber seit Anfang Juni wagen sich die Jungen immer öfter heraus und entdecken die Anlage. Nun stand die erste Untersuchung von Zoo-Tierarzt Thomas Scheibe an: "Das sind zwei tapfere Kerlchen, die geben ja keinen Mucks von sich", stellte Scheibe fest. Zunächst überprüfte er den Gesundheitszustand der Jungtiere.

Nachdem der Zootierarzt keine Auffälligkeiten feststellen konnte, impfte er sie gegen Staupe und setzte ihnen zur genauen Identifizierung einen Mikro-Chip unter die Haut – ähnlich wie bei Katzen und Hunden. Einen Namen haben die zwei Rüden auch schon bekommen: Die Tierpfleger entschieden sich für Tommy für den größeren der beiden, der andere soll Ben heißen.

Kerstin Seifert, Tierpflegerin und Leiterin des Bereichs, bewertete die Entwicklung der zwei Sprösslinge sehr positiv: "Die beiden sind wirklich topfit und jagen schon ihren Eltern hinterher, wenn diese das Futter von uns Tierpflegern holen und anschließend an den Nachwuchs verteilen. Vater Louis hilft dabei auch meistens eifrig mit, denn Polarfüchse leben monogam, weswegen beide Elternteile bei der Aufzucht helfen".

Zoo Osnabrück
 


 
 

 


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