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Zum 67. Mal: Steckenpferdreiten über die Rathaustreppe
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Im Sauseschritt: Oberbürgermeister empfängt Karnevalisten
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Fahrrad-Abstellanlagen werden geräumt
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Start frei: Poco eröffnet an der Hannoverschen Straße
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Gegen Wohnungsmangel: Zuschüsse für Vermieter

(pr/eb) Osnabrück, 16. Mai 2018 / Nicht nur in dne großen Ballungszentren, sondern auch in der Stadt Osnabrück ist bezahlbarer Wohnraum ein knappes Gut; immer mehr Menschen sehen sich außer Stande, die geforderten Mieten zu bezahlen. Hiervon betroffen sind vor allem junge Familien, Menschen mit Behinderung oder Senioren. Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, hat die Stadt Osnabrück ein Zus...

Bauen & Wohnen

Geothermie: Erdwärme spart Geld

Gut besucht war das Fachseminar Geothermie der Klimainitiative des Landkreises Osnabrück. © für Abbildung. PR; Quelle: LKOS; Aufnahme: Timo Kluttig(eb/pr) Osnabrück, 22. März 2017 / Wer neu baut, ist seit Anfang 2009 gesetzlich dazu verpflichtet, zum Heizen einen gewissen Anteil an Erneuerbaren Energien einzusetzen oder entsprechende Ausgleichsmaßnahmen durchzuführen. Eine Möglichkeit, dieser Pflicht nachzukommen, ist die Nutzung von Geothermie durch eine Erdwärmeheizung. Die Klimainitiative des Landkreises Osnabrück informierte jetzt in einem Fachseminar Architekten, Planer und Kommunalvertreter über die Möglichkeiten dieser Technologie.

100 Teilnehmer aus der Region kamen im Tagungszentrum im Museum am Schölerberg zusammen, um mehr über die "Oberflächennahe Geothermie" zu erfahren. Kreisrat Winfried Wilkens machte deutlich, dass bei der Energiewende das Thema Wärmenutzung zunehmend in den Fokus rückt: "Jede neu verbaute Gas- oder Ölheizung ist im Klimaschutz eine verpasste Chance für die nächsten 20 Jahre". Der Neubau oder die Kernsanierung eines Gebäudes sei die ideale Gelegenheit, sich von den herkömmlichen Öl- oder Gasheizungen zu verabschieden.

Bei der Oberflächennahen Geothermie wird Erdwärme für das Beheizen und Kühlen von Gebäuden und technischen Anlagen über einen Wärmetauscher genutzt. Dabei zirkuliert Wasser oder eine Wärmeträgerflüssigkeit in einem geschlossenen Rohrsystem im Untergrund und nimmt die Wärme aus dem Boden auf. Diese Wärme wird an der Oberfläche an die Wärmepumpe abgegeben und durch sie auf das zum Heizen notwendige Temperaturniveau gebracht. Die Geothermie lässt sich auch zur Kühlung einsetzen: „Dabei wird die Wärme aus den Wohnräumen wieder zurück ins Erdreich geleitet“, erläuterte Kim Schwettmann vom Verein Geo-Energy Celle, der als Mitveranstalter auftrat. „So arbeitet das System sogar besonders effizient“.

Die folgenden Vorträge beleuchteten das Thema Erdwärme aus verschiedenen Perspektiven. Neben technischen Aspekten kamen auch die Genehmigungspraxis sowie Fördermöglichkeiten zur Sprache. Dabei wurde festgestellt, dass nicht nur die Investitionskosten deutlich höher, sondern auch die Genehmigungs- und Förderverfahren komplizierter sind im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen.

Doch langfristig biete die Geothermie zahlreiche Vorteile, wie Kim Schwettmann abschließend feststellte: "Bei einem gut eingestellten System kommen vier Fünftel der Energie aus der Erde. Eine solche Anlage ist daher mittelfristig immer die wirtschaftlichere Lösung, und der Hausbesitzer macht sich unabhängig von Preisschwankungen. Die Erde liefert ihre Wärme kostenlos".

Bundesverband Geothermie

Verein Geo-Energy Celle

Klimainitiative des Landkreises Osnabrück

 

 


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