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Premiere: Erste ''Grüne Hausnummern'' vergeben

(eb/pr) Osnabrück, 24. Oktober 2017 / Die Stadt Osnabrück hat von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) die Idee der "Grünen Hausnummer" übernommen. Diese erhalten Bauherren, wenn sie beim Bau ihres Eigenheims – oder der Sanierung - auf Energieeffizienz geachtet haben. Jetzt haben Stadtbaurat Frank Otte und Bürgermeister Uwe Görtemöller erstmalig 18 "Grüne Hausnummern"...

Bauen & Wohnen

Solarkomplett: Jetzt noch leichter Sonnenstrom vom Dach

Projektleiter Timo Kluttig (links) und Referatsleiter Michael Fiedler präsentieren das neue Solardachkataster des Landkreises Osnabrück.© für Abbildung: PR; Quelle: Lkos; Aufnahme: Henning Müller-Detert(eb/pr) Osnabrück, 8. November 2017 / Stadt, Landkreis und Stadtwerke Osnabrück starten eine Solarstromoffensive: Stadt und Landkreis haben ihr jeweiliges Solardachkataster "renoviert", die Stadtwerke beteiligen sich an der Offensive mit ihrem Rundum-Sorglos-Paket "Solarkomplett". Die Stadt Osnabrück hat das zuletzt 2012 aktualisierte Solardachkataster mit neuen Funktionen und einem neuen Wirtschaftlichkeitsrechner hinterlegt, mit dem sich alle  Dächer hinsichtlich ihres Potenzials für die Eigenstromversorgung interpretieren lassen.

Dabei unterstützt der neue Renditerechner: Er zeigt, wieviel Kapital und Zeit benötigt werden, bis sich die Investition in eine Solarstromanlage bezahlt gemacht hat. "Die Investition in Photovoltaik lohnt sich für den einzelnen Hausbesitzer, für die Stadt und auch für das Gewerbe", betonte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Sinkende Systemkosten für Photovoltaik-Anlagen haben die Erzeugungskosten für den Solarstrom in den vergangenen Jahren stark fallen lassen. Mittlerweile liegen diese mit rund 10 bis 12 Cent pro Kilowattstunde teilweise deutlich unter den Strombezugskosten aus dem öffentlichen Stromnetz. Durch die stark gefallenen Kosten für die Module und das geänderte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steht allerdings heute der Eigenverbrauch im Fokus: Je mehr Strom selbst verbraucht werden kann, desto schneller amortisiert sich die Anlage über die Differenz der Stromgestehungskosten der PV-Anlage und den Kosten einer konventionellen Versorgung aus dem öffentlichen Stromnetz.

Das Solardachkataster der Stadt Osnabrück wurde ebenfalls grundlegend überarbeitet. © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OSMittlerweile gibt es 1.200 Photovoltaikanlagen, die rechnerisch den Jahresstromverbrauch von etwa 5.000 Durchschnittshaushalten decken. Damit gehört Osnabrück im norddeutschen Großstadtvergleich zur Spitzengruppe. Auch das Solardachkataster des Landkreises Osnabrück wurde komplett überarbeitet: In vier Schritten zeigt das Kataster, wie sich die Sonnenenergie am besten einfangen lässt, und zwar individuell für jedes Dach im Kreisgebiet. Projektleiter Timo Kluttig: "Zunächst sucht der Nutzer auf der Karte oder per Adresseingabe das eigene Haus. Dann legt er die eigenen Prioritäten fest: Was soll erzeugt werden: Strom oder Wärme? Soll ein Stromspeicher eingebaut werden? Wird ein Kredit aufgenommen?"

In den folgenden Schritten kann der Benutzer die Belegung des Daches mit Solarmodulen ganz nach Wunsch variieren und sich schließlich den Ertrag der Anlage über einen Zeitraum von 20 Jahren berechnen lassen. Der Clou dabei: Der Interessent hat stets im Blick, wie sich die verschiedenen Varianten auf die Rendite und die Autarkie auswirken. "Der Nutzer bekommt schnell ein Gefühl dafür, welche Änderung zu welchem Ergebnis führt", so Kluttig.

Die Programmierung der Seite übernahm das Büro Geoplex aus Osnabrück. "Das Kataster wurde von Grund auf überarbeitet und basiert nun auf einem neuen System. Dadurch sind jetzt Aktualisierungen schneller möglich und die Anwendung ist auch auf dem Tablet zu nutzen", ergänzte Geoplex-Leiter Frederik Hilling.

Die Stadt Osnabrück bietet neben den Solardachkataster in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) ab sofort kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine kostenlose Beratung zur potentiellen Nutzung von Solarenergie. Das Angebot beinhaltet eine individuelle Bewertung der technischen und wirtschaftlichen Ausgangssituation im Unternehmen. Voraussetzung einer kostenlosen Beratung ist die Mitgliedschaft bei der IHK oder HWK sowie Energiekosten von mindestens 10.000 Euro im letzten Kalenderjahr. Unternehmen können im Internet direkt eine Beratung anfordern oder sich per E-Mail  (umwelt@osnabrueck.de) an den Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück wenden.

Neben der Stadt und dem Landkreis setzen sich auch die Stadtwerke Osnabrück für die Steigerung der Solarstromerzeugung ein. Das städtische Unternehmen bietet im Rahmen des neuen Programms "Solarkomplett" sowohl Privat- als auch gewerblichen Kunden die komplette Installation einer PV-Anlage zum überwiegenden Eigenverbrauch an. Dabei fällt für den Hauseigentümer lediglich eine monatliche Pacht an, die in aller Regel deutlich geringer ist als der monatsübliche Stromkauf. Nach 18 Jahren geht die Anlage dann in den Besitz des Pächters über.
 
Solarberatung für KMU

Osnabrücker Solardachkataster

Solardachkataster des Landkreises Osnabrück

Stadtwerke-Programm Solarkomplett
 

 

 

 


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