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Restaurant-Tipps

Erst Schlemmen, dann Schwofen: Ess-Theater geht mit Bio-Küche in die neue Spielzeit

(jel) Osnabrück, 22. April 2010 / "Hoffentlich gibt es jetzt endlich Sonne und blauen Himmel. Wir wollen die Terrasse öffnen - und zum Brunchen, zu Barbecues und zu anderen Veranstaltungen an die Hase bitten." Für Christian Meijer, den Küchenchef des Restaurants "Ess-Theater" in der Diskothek Alando-Palais, kann es gar nicht schnell genug Sommer werden. Er, Restaurant-Inhaber Bernd Hanser und Alando-Betreiber Frederik Heede haben sich dieses Jahr mit der wohl lauschigsten Sitzecke am innerstädtischen Hasestrand viel vorgenommen: Die Planungen reichen vom großen Sommerfest, das dauerhaft im Osnabrücker Veranstaltungskalender verankert werden soll, bis zum Cafébetrieb an Sonntagnachmittagen. Natürlich wird sich auch bei der Fußball-WM etwas auf der Terrasse abspielen - da diese Planungen aber noch nicht abgeschlossen sind, bleiben sie an dieser Stelle unerwähnt.

Für Familie Hanser und Meijer geht es im Ess-Theater in die zweite Spielzeit. Die Osnabrücker Gastronomen Kornelia und Bernd Hanser, die wie berichtet noch das Restaurant Maximillians und die Theater-"Kantine" Lampenfieber bespielen, haben das Alando-Restaurant im August des vergangenen Jahres übernommen. Seither haben die Hansers und Küchenchef Meijer den Spielplan im Ess-Theater komplett umgekrempelt und auch das Bühnenbild generalüberholt. Dabei richten sie das Ess-Theater keinesfalls nur an Disko-Gäste, sondern wollen es als gute Schlemmeradresse verstanden wissen. "Wir bieten eine junge und frische Küche, verarbeiten ausschließlich hochwertige Zutaten, wobei wir sogar das Bio-Siegel führen dürfen", sagt Meijer.

{FOTO Setzt im Ess-Theater auf Bio: Küchenchef Christian Meijer.}

Der Küchenchef hat die Speisekarte des Ess-Theaters in Akte unterteilt, die kulinarische Darbietungen aus aller Herren Länder umfassen. Die Auswahl reicht von Jacobsmuscheln und Zander über Zwiebelsuppe und Flammkuchen bis zu Rinderfilet und zum XXL-Burger, gekrönt etwa von einer süßen Schokoladenvielfalt. Auf einer eigenen Karte finden sich Gerichte mit dem Bio-Siegel: Schwein, Pute, Salat, Käse, Joghurt mit Früchten - alles frisch aus der Region. Sogar ein Steckrüben-Cappucino mit Haselnuss-Schaum kann bestellt werden. "30 Prozent unserer Gerichte sind zu 100 Prozent biologisch", sagt der 36-jährige Meijer, für den die Auswahl hochwertiger Zutaten das wichtigste Qualitätskriterium für gute Küche ist. Ob nun mit oder ohne Biosiegel. Sein besonderes Steckenpferd, die Kräuterküche, die er im Restaurant Maximillians mit einem eigenen Gewächshaus etabliert hat, findet sich als Vorspeisen-"Gastspiel" auch auf der Karte des Ess-Theaters. Auch die besonderen Gewürze wie der tasmanische Bergpfeffer und die Zitronenverbene, die Kräuterspezi Meijer teilweise eigenhändig zieht, haben Eingang in die Küche des Ess-Theaters gefunden.

"Die beiden Restaurants sollen sich voneinander unterscheiden, aber zusammen mit dem Lampenfieber soll natürlich auch alles voneinander profitieren", sagt der Koch, nach dessen Worten das Ess-Theater letztlich die konzeptionelle Schnittmenge aus dem Maximillians und dem Lampenfieber bildet: Gute Küche plus anlassbezogene Gästebewirtung bis spät in die Nacht hinein. "Letztlich sind es ja zwei Restaurants in einem, die wir im Ess-Theater verwirklichen", sagt Meijer. Das Ess-Theater sei an den drei Öffnungstagen pro Woche von 18 bis 23 Uhr ein gutes Restaurant, anschließend verwandele es sich bis jeweils 5 Uhr morgens in eine Food-Lounge für Nachtschwärmer. "Dann bieten wir Speisen an, die man gut essen kann, wenn man schon sieben Bier auf hat", meint Meijer. "Aufwendige Soßen verlangt spät in der Nacht keiner mehr - da werden Pizza, Currywurst und Pommes geordert. Aber wir sind uns auch überhaupt nicht zu schade, nachts solche Speisen zuzubereiten. Auch eine Currywurst muss gut gemacht sein", sagt er.

{FOTO Schöne Details: Interieur im Ess-Theater.}

Elf Stunden warme Küche am Stück - mit solchen Öffnungszeiten steht das Ess-Theater weithin allein da: Die Belegschaft arbeitet im Zwei-Schicht-Betrieb, in der Küche sind fünf Köche und im Service drei Kräfte beschäftigt. Den Service im Ess-Theater dirigiert bravourös und charmant Marco Sethke, nach dem Sophie Charlotte und Lotter Leben nunmehr festes und nicht wegzudenkendes Ensemblemitglied bei den Hansers. Premierenfeiern, Pausenbewirtungen an sämtlichen Spielstätten des Theaters, Veranstaltungscatering, da fällt einiges an Organisation und Arbeit um die Inhaberfamilie an.

Der Küchenchef scheut weder die inhaltliche noch die räumliche Nähe zum Diskobetrieb, ganz im Gegenteil: "Wir haben im bereits einige tolle Veranstaltungen ausgerichtet, bei denen wir in den Räumen des Alando gecatert haben, von der Schülerparty bis zur Hochzeit", berichtet Meijer, der von den Möglichkeiten in dem zum Tanzpalast umgebauten ehemaligen Schwimmbad geradezu schwärmt. "Wir haben 96 Innensitzplätze, 25 weitere Innenplätze in der Lounge und 120 Plätze auf der Terrasse, können bei Bedarf selbst auf der Terrasse die Fläche noch erweitern und dürfen die Alando-Räume nutzen - besser kann man es kaum haben", meint Meijer.

Auch das moderne Interieur mit der LED-Lichttechnik und den sechs Flatscreen-Monitoren spreche für sich: "Mit dieser Inneneinrichtung und dem Haseblick dürften wir in der Stadt und weit über Osnabrück hinaus ziemlich allein gestellt sein." Außerdem sei das Ess-Theater weithin das einzige Restaurant, in dem es den Gästen möglich sei, direkt nach einem guten Essen noch Tanzen gehen zu können. "Viele Gäste, auch die Älteren, nutzen diese Möglichkeit, zumal ja auch der Eintrittspreis für die Diskothek entfällt, wenn die Gäste vorher bei uns sind."
Die Partnerschaft von Hanser, Heede und Meijer trägt noch weitere Früchte: Wie der Küchenchef berichtet, sind für 2010 zahlreiche gemeinsame Außeneinsätze geplant, etwa bei "Osnabrück isst gut", auf der Maiwoche und auf dem Hof Kasselmann.

{FOTO Volles Haus: Tagsüber fällt viel Licht in die Räume des Ess-Theaters.}

Außerdem wollen das Alando und das Ess-Theater gemeinsam ein großes Sommerfest ausrichten, das auf Dauer im Osnabrücker Veranstaltungskalender verankert werden soll. Für ein gemeinsames Krimi-Dinner wird bereits geprobt. Daneben stehen noch viele weitere gemeinsame Aktivitäten an, auch zur Fußball-WM. Ob und in welchem Umfang es Public Viewing am Alando geben wird, ist noch nicht endgültig entschieden - fest steht: Auf den Flatscreens im Ess-Theater können die Spiele allemal verfolgt werden.

Zum Start ins Wochenende fährt das Restaurant jeweils donnerstags ein After-Work-Büfett auf, im Sommer soll ein Barbecue auf der Terrasse daraus werden: "Genüsslich an der Hase den Arbeitstag ausklingen lassen, das wird richtig schön", freut sich Meijer. Wie er weiter ankündigte, soll die Terrasse im Lauf des Sommers auch an den Sonntagnachmittagen für Kaffeegäste und Ausflügler geöffnet werden. Spätestens nach den Sommerferien, wenn das erste Innenstadtteilstück des neuen Haseuferwegs eröffnet wird, das just bis zur Brücke auf der anderen Straßenseite reicht, werden garantiert viele Passanten den Platz an der Hase ganz neu für sich entdecken. Bleibt abzuwarten, ob sich Hanser und Meijer dann nicht überlegen müssen, das Café und das Restaurant mit Haseblick auch an den anderen Wochentagen zu öffnen.

© für Abbildungen: PR-Fotos

Ess-Theater


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