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''Tolles Geschenk'': Feldbahn soll ausgebaut werden
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(pr/eb) Osnabrück, 26. April 2017 / Für die Freunde der Feldbahn wird ein Traum wahr: Wenn alles klappt, kann mit der kleinen Schienenbahn bereits zum Bergfest 2018 vom Grubenweg in Lechtingen rund um den Piesberg zum Südstieg gefahren werden. Die bestehende Feldbahnstrecke (1,2 km) soll um 2,5 km verlängert werden. Nach Infos der Stadt Osnabrück hat das Umweltministerium des Landes jetz...

Stadt & Land

Fluchtursachen bekämpfen: DBU unterstützt Initiatve für neue Enquete-Kommission

DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann. © für Abbildung: PR; Quelle: DBU; Aufnahme: Peter Himsel(pr/eb) Osnabrück, 21. April 2017 / Laut UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) suchen weltweit rund 60 Millionen Menschen Zuflucht vor Armut, Krieg und Verfolgung. Bisherige Konzepte sind vor allem darauf ausgerichtet, diese Menschen in ihre neuen Heimatländer zu integrieren; eine Auseinandersetzung mit potentiellen Fluchtursachen findet weitgehend nicht statt. Genau dazu ruft jetzt eine Initiative von 100 Bundesverdienstkreuzträgern auf: Sie fordern den deutschen Bundestag dazu auf, eine Enquete-Kommission "Fluchtursachen" zu bilden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt dieses Anliegen.

"Die aktuellen Probleme der Gesellschaft mit Flucht, Migration und Integration sind auch eine Folge unserer Lebens- und Wirtschaftsform. Neben Krieg und inneren Unruhen löst der durch den Menschen verursachte Klimawandel Fluchtbewegungen aus. Wir müssen das im Pariser Klimaschutzabkommen formulierte Zwei-Grad-Ziel erreichen und auch die bei uns ankommenden und Schutz suchenden Menschen darauf vorbereiten, wie sie hier leben können, ohne die Grenzen des Planeten Erde zu überschreiten", machte DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann deutlich.

Eine Enquete-Kommission "Fluchtursachen" soll untersuchen, wie Deutschland weltweit zu Fluchtursachen beiträgt und Maßnahmen vorschlagen, wie dies vermieden oder dem entgegengewirkt werden kann. Die zur Bundestagswahl antretenden Parteien wurden von der Initiative aufgefordert, die Forderung in ihre Wahlprogramme aufzunehmen und nach Konstituierung des neuen Bundestages auch tatsächlich eine solche Enquete-Kommission "Fluchtursachen" einzusetzen.

Die Politik habe sich bisher darauf konzentriert, möglichst schnell die Flüchtlingszahlen in Deutschland zu verringern. Zwar wird beteuert, wie notwendig es sei, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Eine umfassende und parteiübergreifende politische Initiative gebe es jedoch für diese längerfristige Aufgabe bisher nicht. Auch die von den Vereinten Nationen mit der Agenda 2030 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele, die in die aktuelle Nationale Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen wurden, seien darauf angelegt, Fluchtursachen zu vermeiden.

Bottermann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die DBU intensiv und frühzeitig um das Thema Umwelt und Flüchtlinge gekümmert habe. Insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro habe die Stiftung dafür seit Herbst 2015 in einem Sonderprogramm deutschlandweit bereitgestellt. So hat die DBU unter anderem im Rahmen ihres Austauschprogramms Stipendien an junge Geflüchtete vergeben. Darüber hinaus wird der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland unterstützt, Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland nachhaltiger zu gestalten.

Außerdem fördert die DBU ein Qualifizierungsprogramm der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung zur Berücksichtigung von Sprachbarrieren,  interkulturellen Fragestellungen und fluchtbedingten Traumatisierungen in Umweltbildungsmaßnahmen. Um Vorhaben der Umweltbildung schnell und unbürokratisch verwirklichen zu können, legte die DBU ein "Rahmenprogramm für kleinere Projekte der Umweltbildung“ auf, die jeweils mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden.

Initiative zur Bildung einer ''Enquete-Kommission Fluchtursachen''

UNHCR-Artikel zu internationalen Fluchtbewegungen

DBU
 

 


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