Suchen und finden auf Marktplatz Osnabrück

Nachrichten im Fokus

Drogenkurier geschnappt und 71 Schmuggler erwischt
Drogenkurier geschnappt und 71 Schmuggler erwischt
Knollstraße: Bauarbeiten gehen weiter - Busse fahren anders
Knollstraße: Bauarbeiten gehen weiter - Busse fahren anders
10 Jahre Stolpersteine in Osnabrück
10 Jahre Stolpersteine in Osnabrück
Retter reagieren auf Anschlagsgefahr: Traumanetzwerk tagte in Osnabrück
Retter reagieren auf Anschlagsgefahr: Traumanetzwerk tagte in Osnabrück

Knollstraße: Bauarbeiten gehen weiter - Busse fahren anders

(pr/eb) Osnabrück, 17. November 2017 / Es tut sich was in der Knollstraße: Durch den Baufortschritt werden jetzt die Buslinien erneut geändert. Ab Montag, 20. November, wird die neue Linie 35 eingeführt. Diese Linie verkehrt von "Neumarkt" (Bussteig E / Ecke Kollegienwall) über "Berliner Platz", "Nonnenpfad" und "Gertrudenkirche" bis "Klinikum Gertrudenberg" und zurück. Die Linie 35 fähr...

Stadt & Land

Neue Städtebotschafter sind da

Die neuen Städtebotschafter mit OB Wolfgang Griesert (M.) sowie Jens Koopmann, Leiter des Städtepartnerschaftsbüros (r.), vor der Rathaustür: Max Janssens (Haarlem), Mouaâd Kahlaoui (Angers), Lydia Martin (Derby), Șevket Güngör (Çanakkale) und Arseniy Stepanov (Twer). © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OS; Aufnahme: Silke Brickwedde(eb/pr) Osnabrück, 7. November 2017 / Es ist ein ganz besonderes diplomatisches Korps, das es in dieser Form kein zweites Mal gibt: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert stellte jetzt die neuen Städtebotschafter vor, die von den Partnerstädten für ein Jahr nach Osnabrück entsandt worden sind. "Ihr macht Europa sichtbar", lobte Griesert die jungen Leute aus Derby, Çanakkale, Haarlem, Twer und Angers. Alle fünf Botschafter bringen gute Sprachkenntnisse mit: Deutsch zu sprechen fällt ihnen leicht, auch Englisch ist kein Problem.

Mouaâd Kahlaoui aus Angers kann sogar als Dolmetscher aushelfen, wenn arabische Besucher im Friedenssaal betreut werden wollen. Er hat bereits ein Jahr in Deutschland als Student hinter sich, hat in der Friedensstadt mit dem Schwerpunkt Wirtschaft studiert. Einen großen Auftritt hatten die jungen Leute bereits: Beim Steckenpferdreiten trugen sie an der Spitze des Zuges die Wahrzeichen der Stadt aus Pappe gut sichtbar voran. In ihrem Jahr in Osnabrück werden sie viele Aufgaben erfüllen: Sie sind Ansprechpartner zwischen den Städten, wenn beispielsweise ein Austausch ansteht. Sie sind auf der Maiwoche präsent und organisieren einen Begegnungsabend in der Lagerhalle, sie besuchen Institutionen wie die IHK oder die Handwerkskammer und sind Ansprechpartner für die Schulen.

Die Britin Lydia Martin wird Oberbürgermeister Griesert vermutlich bei seiner geplanten Reise nach Derby begleiten. "Derby beschäftigt leider keinen Städtebotschafter mehr", bedauerte Griesert. Lydia Martin ist die einzige Frau in der Runde. Die 23-Jährige, die Deutsch und Französisch studiert hat, ist im britischen Derby geboren und aufgewachsen. Sie kennt Osnabrück vom Schüleraustausch und hat noch heute Kontakt zu ihrer Partnerin aus Schultagen. "Ich möchte, dass die Bürger genauso von der Freundschaft profitieren wie ich".

Max Janssens kommt aus Haarlem, doch seine Mutter stammt aus Köln. "Ich liebe Deutschland. Als ich von dem Programm gehört habe, wollte ich sofort mit dabei sein",  schwärmte der 19-jährige Niederländer. Wenn seine Zeit in Osnabrück vorbei ist, will er Hotelmanagement in Maastricht studieren. Arseniy Stepanov ist schon seit März in Osnabrück. Der 24 Jahre alte Englischlehrer aus Twer ist für ein Austauschsemester nach Osnabrück gekommen. Für die Zeit als Städtebotschafter verlängert er seinen Aufenthalt: "Mir gefällt die Freundschaft, die ich hier erleben darf". Aus einem kleinen Dorf bei Çanakkale kommt Șevket Güngör (23). In Deutschland war er bereits als Erasmusstudent für Germanistik und Erziehungswissenschaften: "Ich sehe Çanakkale als europäische Stadt und freue mich, sie zu vertreten".

Städtebotschafter können junge Leute werden, die über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen und für ein Jahr in einer der Partnerstädte arbeiten möchten. Die Stellen werden ausgeschrieben, mit den Ausgewählten werden Sonderverträge für ein Jahr geschlossen. Die Wohnungsfrage ist bei der Stadt Osnabrück optimal gelöst: Sie hat fünf Apartments angemietet, die für die Städtebotschafter zur Verfügung gestellt werden.

In diesem Jahr gehen allerdings nur drei Städtebotschafter auf Reisen: Zum 1. Oktober traten sie ihre Stelle in Angers, Çanakkale und Twer an. Aus Haarlem kommt alljährlich ein Städtebotschafter nach Osnabrück, allerdings wurde die entsprechende Stelle in den Niederlanden schon vor längerem wieder gestrichen.

In Derby wurde aufgrund der Haushaltslage die Städtebotschafterstelle zum Sommer 2016 gekürzt. Daher gab auch schon im Städtebotschafterjahr 2016/17 dort keinen Städtebotschafter aus Osnabrück mehr, was in der Friedensstadt bedauert wird. Bis heute haben mehr als 250 junge Frauen und Männer dieses Angebot genutzt, um für ein Jahr in einer Partnerstadt zu arbeiten. Viele der Städtebotschafter sind nach Beendigung des Arbeitsvertrages in der jeweiligen Stadt oder dem Land aus beruflichen oder persönlichen Gründen geblieben.

Osnabrücks Städtebotschafter

 
 

 

 


Leser-Kommentare

- Wollen Sie einen Kommentar erstellen?
Kommentar zum Artikel erstellen
Titel:
Name*:
E-Mail*:
(bleibt unveröffentlicht)
Bitte geben Sie hier Ihren Kommentar ein*: max. 1500 Zeichen, überzählige werden abgeschnitten
Kommentar senden