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KLVHS: Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche
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Valentinstag im Zoo: ''Tour d’Amour'' durch die Tierwelt
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Neujahrsempfang: Landrat stellt Landkreis-Agenda vor

(pr/eb) Osnabrück, 18. Januar 2018 / Der Landkreis Osnabrück hatte jüngst zum Neujahrsempfang gebeten. Seinen Gästen gewährte Landrat Dr. Michael Lübbersmann einen Einblick in die wesentlichen Landkreis-Themen des neuen Jahres. Er ging natürlich auch auf die Wirtschaftssituation ein, insbesondere die Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen von Unternehmen. Die wirtschaftliche Entwicklu...

Stadt & Land

App statt Aktenordner: Bombenräumungen schneller vorbereitet

Jürgen Wiethäuper ist als Fachdienstleiter Ordnung und Gewerbe bei der Stadt zuständig für die Bombenräumungen. Er schaut mit Alice Kemmeries vom Fachdienst Geodaten auf eine Karte, die die Vorbereitung auf eine mögliche Bombenräumung stark erleichtert. © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OS; Aufnahme: Simon Vonstein(pr/eb) Osnabrück, 27. Dezember 2017 / Wenn bei der Stadt ein Bombenblindgänger gemeldet wird – wie jetzt das potentielle Fundstück, das am 7. Januar gehoben werden soll – hatten Jürgen Wiethäuper und sein Team vom Fach Ordnung und Gewerbe bis vor drei Jahren einen Haufen Arbeit im Vorfeld der eigentlichen Bombenräumung zu tun. Dank der Kollegen vom Fachdienst Geodaten gehört Akten wälzen und ungenaue Karten auswerten der Vergangenheit an: Die Mitarbeiter haben eine Anwendung entwickelt, die alle für eine Bombenräumung notwendigen Daten verknüpft.
 
Da geht alles ganz schnell. Mit wenigen Klicks hat Wiethäuper die wichtigsten Infos auf seinem Tablet. Er zeichnet den Radius ein, in dem evakuiert werden muss und weiß wenige Sekunden später wie viele Menschen ihre Häuser verlassen müssen – und noch viel mehr. Damit haben die Kollegen etwas geschaffen, was es nach Angaben der Stadtverwaltung in dieser Form in keiner anderen Kommune gab. Mit der Anwendung ist es möglich, einen Bombenfund umfangreich zu dokumentieren und alle folgenden Arbeitsschritte zu optimieren.

Wenn der Radius um einen Bombenfund gezogen ist – üblicherweise ist es ein Kilometer – weiß Jürgen Wiethäuper nicht nur, für wie viele Menschen er Handzettel drucken lassen muss – er weiß auch, auf wie viele Senioren er sich einstellen muss, die eventuell Hilfe brauchen und wie viele Menschen eine andere Nationalität haben, die die deutschen Handzettel möglicherweise gar nicht lesen können. Den Stadtwerken und allen anderen Busunternehmen, die den öffentlichen Nahverkehr übernehmen, wird mitgeteilt, welche Bushaltestellen im Evakuierungszeitraum nicht angefahren werden dürfen.

Die Evakuierungsapp wurde 2015  entwickelt – und das mit gutem Grund: Im Zweiten Weltkrieg wurde Osnabrück sehr stark bombardiert, längst nicht alle Bomben gingen hoch, so dass noch heute im Stadtgebiet viele Bombenblindgänger vermutet und immer wieder beispielsweise bei Bauarbeiten gefunden werden. Mehr als 150 Aktenordner beherbergten vor 2015 die Informationen über die rund 3.000 Bombenverdachtspunkte im Stadtgebiet. Das Kartenmaterial war höchst ungenau. Die städtische Fachabteilung, die sich mit der Bombenräumung beschäftigt, hatte immer wieder Probleme, alle nötigen Daten zusammenzustellen.
 
"Vor der Einführung der Evakuierungssoftware hatten wir weder einen genauen Überblick über die Verteilung der Bombenverdachtspunkte, noch konnten wir das umfassende Datenmaterial in dringenden Fällen genau sichten. Wir brauchten oft sechs bis acht Wochen, um eine Bombenräumung vorzubereiten", so Wiethäuper. Das war gerade bei zufälligen Bombenfunden ein Problem. "Da müssen wir zeitnah reagieren. Seit der Einführung der neuen Software benötigen wir höchstens eine Stunde, bis alle Informationen ausgewertet sind, ein Evakuierungszentrum benannt ist und alle betroffenen Adressen ermittelt sind – egal, ob wir die Bombenräumung lange planen können oder spontan handeln müssen", erläuterte Wiethäuper.

Stadt Osnabrück


 

 


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