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(pr/eb) Osnabrück, 26.03.2018. Nach rund 10 Jahren endet die Geschichte des Expressbusses auf der Linie X150, die Osnabrück mit dem Flughafen Münster / Osnabrück (FMO) verbindet: Nach Angaben der Stadtwerke Osnabrück als Betreiber ist der Grund vor allem die deutlich zu geringe Nachfrage: "Trotz eines leichten prozentualen Anstiegs fährt im Durchschnitt pro Fahrt nur rund ein Fahrgast m...

Stadt & Land

Böllern ohne Kummer: Feuerwehr gibt Sicherheitstipps für Silvesternacht

Der Marktplatz Osnabrück wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr! © für Abbildung: Eigenfoto  (eb/pr) Osnabrück, 29. Dezember 2017 / Alle Jahre wieder – knallt es laut und heftig in der gesamten Republik, das neue Jahr wird laut- und farbstark begrüßt. Während in anderen Ländern privates Feuerwerk bereits vollständig verboten ist, wird in Deutschland geböllert was das Zeug hält. Hierzulande besteht bisher nur ein so genanntes Abbrandverbot in unmittelbarer Nähe von Reetdach- und Fachwerkhäusern. Damit das farbenfrohe Spektakel ohne unerwünschte Nebenwirkungen abgeht, hat die Osnabrücker Feuerwehr einige einfache Tipps zusammen gestellt.

Denn die meisten Unfälle und Brände in der Silvesternacht sind vermeidbar, wenn mit Feuerwerkskörpern verantwortungsvoll umgegangen wird. Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar. Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern.

"Man sollte beim Kauf von Feuerwerkskörpern unbedingt auf das BAM-Zeichen achten", empfahl Klaus Fiening von der Osnabrücker Feuerwehr. BAM steht für "Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung", die sicherstellt, dass das Material den Vorgaben entspricht. Käufer sollten unbedingt auf die Identifikationsnummer achten. Vor Käufen aus dem Internet oder dem Ausland riet Fiening dagegen ab: "Da weiß man nie, was drin ist".

Er macht vor, wie es geht: Klaus Fiening von der Feuerwehr Osnabrück zündet eine Rakete mit Hilfe eines Zündlichts an. © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OS; Aufnahme: Simon VonsteinVor dem Abbrennen des Feuerwerks muss unbedingt die Gebrauchsanweisung gelesen – und natürlich beachtet werden. Feuerwerkskörper sollten grundsätzlich für Kinder unzugänglich aufbewahrt und nur im Freien angezündet werden. Um Raketen sicher abschießen zu können, empfahl Fiening, sie in eine Glasflasche und diese in eine Getränkekiste zu stellen. Zudem sollte zum Anzünden ein Stabfeuerzeug verwendet werden. Alternativ könne man auch ein Zündlicht nutzen, das bis zu vier Minuten brennt und lang genug ist, um Raketen, Batterien oder Wunderkerzen anzuzünden, ohne ihnen mit der Hand zu nahe zu kommen.

Wenn Pyrotechnik einmal brennt, ist die Reaktion nicht mehr aufzuhalten und man sollte sich zügig ein paar Meter entfernen. "Wenn ein Böller oder eine Rakete nicht explodiert, obwohl man sie angezündet hat, sollte man mindestens fünf Minuten warten, bis man sich nähert", warnte Fiening. So könne vermieden werden, dass schwere Verletzungen entstehen, wenn das Material doch noch explodiert. Dann am besten mit Wasser übergießen und vernichten.
Natürlich dürfen Lenkstäbe weder verkürzt noch entfernt werden – genauso sollte es selbstverständlich sein, dass mit Feuerwerk weder auf Menschen noch auf Tiere gezielt wird.

Für den Feuerwehrmann stellen Wunderkerzen keine sichere Alternative zu Feuerwerk dar. Zwar sei grundsätzlich gegen Wunderkerzen nichts einzuwenden. "Häufig kommt es jedoch vor, dass Wunderkerzen bei Feiern auch im Haus angezündet werden", so Fiening. Davon sei jedoch dringend abzuraten, weil oft schon kleine Funken genügen, einen Teppich oder eine Tischdecke zu entzünden. Generell gelte außerdem, dass übermäßiger Alkoholkonsum sich nicht mit dem Umgang mit Pyrotechnik verträgt. "Die Risikobereitschaft steigt mit dem Konsum von Alkohol und Alkoholisierte können Situationen nicht mehr richtig einschätzen. So bringen sie sich und andere in Gefahr", erklärte der Fachmann.
 
Selbst wer an Silvester keine Pyrotechnik verwendet, sollte in dieser Nacht einige Sicherheitsvorkehrungen treffen. So ist es ratsam, Fenster – insbesondere Dachfenster – zu schließen, damit keine Raketen in Häuser hineinfliegen können. Auch auf Balkonen können an Silvester Brände entstehen. "Wir hatten es in den vergangenen Jahren häufiger, dass Raketen auf Balkone geflogen sind und sich dort entzündet haben", so Fiening. ER wies darauf hin, dass es am sichersten sei, brennbare Materialien wie Müll, Polster oder auch ausrangierte Tannenbäume vor Silvester von Balkonen zu entfernen.

Bei Sturm sollte wegen der Gefahr, dass die Raketen abdriften, komplett auf das Abbrennen von Feuerwerk verzichtet werden. Sollte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Brand oder Unfall ereignen, sofort den Notruf 112 wählen. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe. Bei Verletzten umgehend erste Hilfe leisten. In diesem Sinne: Prosit Neujahr!

Feuerwehr Osnabrück

Kreisfeuerwehr Osnabrück

 

 

 


 

 


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