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46. Maiwoche endet mit Besucherrekord
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Afrikanischer Erzählabend mit Musik
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Masterplan Innenstadt: Ergebnisse der 2. Bürgerwerkstatt

(eb/pr) Osnabrück, 23. Mai 2018 / Bereits zum zweiten Mal waren die Osnabrücker dazu aufgerufen, in der zweiten Bürgerwerkstatt den städtebaulichen Masterplan für Osnabrücks Innenstadt zu unterstützen und zu entwickeln. In den Räumen des Theaters am Domhof fanden sich Mitte April rund 80 Osnabrücker ein, die ihre Vorschläge und Anregungen für die Entwicklung der Innenstadt und ihrer Über...

Stadt & Land

Viel Kritik am drohenden Aus für das Maidorf

Nun ist es Geschichte: Auf der Maiwoche wird es kein Maidorf (weißes Zeltdach) auf dem Platz des Westfälischen Friedens mehr geben. © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OS; Aufnahme: OMT(eb/pr) Osnabrück, 29. Januar 2018 /  Stadtbaurat Frank Otte hat dem Alando-Maidorf bei der Maiwoche 2018 odie Genehmigung. Dies kam ohne Vorwarnung, wie die Reaktion von Petra Rosenbach, Geschäftsführerin der Osnabrück-Marketing und Tourismus (OMT), deutlich zeigte.

Otte begründete die versagte Genehmigung mit "Sicherheitsdefiziten" und "Bauchschmerzen", die ihm die Genehmigung in den letzten Jahren bereitet hätte. Allerdings ist das Maidorf keine neue Erfindung - 14 Jahre lang gab es diesen besonderen Bau auf der Maiwoche, trotz gestiegener Anforderungen habe es bei den jeweiligen Prüfungen keinerlei Beanstandungen gegeben.

Von diesem "Spagat" zeigten sich auch die Jungen Liberalen (JuLis) sichtlich irritiert: "Entweder sind die rechtlichen Anforderungen erfüllt gewesen, für die Frederik Heede auch mit zusätzlichen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag geleistet hat, oder Herr Otte hat der Sicherheit der Besucher nicht die höchste Priorität eingenommen. Herr Otte sollte dringend transparent darstellen, welche Anforderungen erfüllt waren und wo im Detail seine 'Bauchschmerzen' begründet waren", forderte JuLis-Kreisvorsitzende Tanja Josefa Figlus. Hier sollten die Entscheidungen der Verwaltung transparent dokumentiert werden.  Es müsse auch öffentlich dokumentiert werden, in welchen Jahren der TÜV das Maidorf mit welchen Ergebnissen geprüft habe.

Die Osnabrücker Grünen-Fraktion äußerte hingegen Verständnis für die Absage: "Wir können die Gründe der Verwaltung und die dargestellten Sicherheitsbedenken nachvollziehen. Wer genehmigt, trägt die volle Verantwortung. Die Ratspolitik wurde rechtzeitig informiert und hat sich einhellig - wenn auch mit Bedauern - hinter die Entscheidung der Stadtspitze gestellt. Auch wenn damit ein stark nachgefragtes Angebot in diesem Jahr fehlen wird", unterstrichen der Fraktionsvorsitzende, Michael Hagedorn, und das Mitglied des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung, Thomas Klein.

Für die kommende Maiwoche müsste die Stadt für eine einvernehmliche und sichere Lösung sorgen, da mit dem Maidorf ein "Hotspot" der Veranstaltung entfiele. Man darf gespannt sein, was die Stadt sich einfallen lässt – eine weitere Fressmeile stellt sicher keine ernst zu nehmende Alternative dar.

Im Zweifel sollten - auch mit Blick auf die Folgejahre - Alternativen zum bisherigen Standort geprüft werden, etwa Herrenteichswall, Ledenhof oder Schlossgarten, forderten die JuLis. Diese Standorte waren bereits – bis auf den Schlossgarten, der sich auf Grund allein der Entfernung von selbst ausschließt – Spielstätten der Maiwoche. Vom Herrenteichswall zog sich Betreiber Rüdiger Scholz (Goldrush Productions, Rosenhof) im Jahr 2013 zurück, als der Niedergang der Osnabrücker Maiwoche bereits eingeläutet war.

Als Gründe gab er damals an, der Herrenteichswall sei "schon immer schwierig zu bespielen" gewesen und die Stadt hätte immer stärkere Auflagen gemacht, so dass es sich für das Unternehmen nicht mehr gelohnt habe. Hier gab es vor allem Musik für die junge Generation – oder auch (zumindest bei den weiblichen Gästen) unvergessene Auftritte der California Dream Boys.

Der Ledenhof war einige Jahre Bestandteil der Maiwoche – dort gab es unter anderem Guildo Horn und seine orthopädischen Strümpfe live, umsonst und draußen. Nach einigen Absenz-Jahren wurde vor zwei Jahren eine Wiederbelebung des Standortes versucht – wenn es sich gelohnt hätte, wäre der Standort sicher erhalten geblieben. Gleiches gilt sicher auch für den Neumarkt. Nicht umsonst wurde auch das Johannisstraßenfest im Jahr 2013 aus dem Programm genommen: "Schwieriger Standort, lohnt sich nicht".

Nachdem auch das musikalische Programm über die vergangenen fünf Jahre immer weiter abgespeckt wurde, überregionale Musikgrößen kaum noch ausgemacht werden konnten, bleibt abzuwarten, wie sich die Maidorf-Absage auf die Maiwoche auswirken wird. Hier waren in den vergangenen Jahren immerhin durchschnittlich 70 bis 80.000 Menschen zu Gast – und trotz gestiegener Sicherheitsanforderungen haben alle überlebt.

Stadt Osnabrück

Osnabrücker Maiwoche

OMT
 

 

 

 

 


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