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Volles Programm zum Internationalen Frauentag
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Gegen verdeckte Altersarmut: Broschüre informiert über Wohngeld für Senioren
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Uni-Präsident verzichtet auf zweite Amtszeit
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Volles Programm zum Internationalen Frauentag

(eb/pr) Osnabrück, 23. Februar 2018 / Alljährlich wird am 8. März rund um die Welt der Internationale Frauentag begangen – so auch in Osnabrück: In Ausstellungen, Filmen, Vorträgen, Seminaren und Frauenfesten widmen sich Frauenorganisationen den Themenfeldern Beruf, Gesellschaft und Politik aus unterschiedlichen Perspektiven. Das Gleichstellungsbüro der Stadt hat zu diesem Anlass einen F...

Stadt & Land

''Jeder Mensch braucht ein Zuhause'': Caritas-Jahreskampagne zu Wohnungsnot

Der Caritasvorsitzende Diakon Dr. Gerrit Schulte (l.) und Caritasdirektor Franz Loth stellten die Jahreskampagne der Caritas vor, die sich gegen Wohnungsnot richtet. © für Abbildung: PR; Quelle: Caritas; Aufnahme: Roland Knillmann(pr/eb) Osnabrück, 2. Februar 2018 / Die Verantwortlichen des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück stellten jetzt die Jahreskampagne des Verbandes vor, die in diesem Jahr unter dem Motto "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" die Wohnungsnot in den Mittelpunkt stellt. Denn günstiger Wohnraum ist knapp in Deutschland - auch in den Regionen des Bistums Osnabrück. Bundesweit fehlen jährlich rund 100.000 Mietwohnungen mit Sozialbindung.

Immer mehr Menschen finden keine Wohnung, die für sie bezahlbar ist - Familien mit Kindern genauso wie alleinstehende Geringverdienende oder Rentner. Ganz am Ende der sozialen Leiter fallen Wohnungslose oder Flüchtlinge in das Loch des Wohnungsmarktes.

"Hier liegt enormer sozialer Sprengstoff", mahnte der Osnabrücker Caritas-Direktor Franz Loth, allein in Niedersachsen fehlten jährlich rund 12.000 Wohnungen.  Diese Lücke werde noch verschärft, weil sozial gebundene Wohnungen massiv betroffen sind. "In Niedersachsen werden pro Jahr 10.000 solcher Wohnungen benötigt. De facto hatten wir im Jahr 2016 nur 1.510 Einheiten - und die Lage scheint nicht besser zu werden", befürchtete Loth.

 "Dieses Problem ist nicht vom Himmel gefallen. Zu lange haben die Verantwortlichen geglaubt, dass der Markt das Problem löst. Das ist ein Irrtum, wie wir sehen. Der Schwache braucht einen starken Staat, der eingreift und Regeln setzt" ergänzte der Caritasvorsitzende Diakon Dr. Gerrit Schulte. Mit der Kampagne soll zum Nachdenken angeregt und im besten Fall Veränderungen angestoßen werden. Dazu sind verschiedene Aktionen geplant.

"Dabei geht es uns nicht um einfache Appelle. Bereits vor eineinhalb Jahren haben wir hier im Bistum Osnabrück eine Wohnraumresolution verabschiedet, die nicht nur Probleme beschreibt, sondern zu Lösungen aufruft", machte Loth deutlich.  Seither arbeitet die kirchliche "Wohnrauminitiative", der unter anderem die bischöfliche Wohnungsbaugesellschaft Stephanswerk und der Caritasverband angehören. Diakon Schulte berichtete von ersten Erfolgen: "In den nächsten Monaten werden in Bersenbrück und Osnabrück Mehrfamilienhäuser gebaut, in denen einige Wohnungen für bisher wohnungslose Menschen zur Verfügung stehen und die darüber hinaus bezahlbare Wohnungen für Einzelpersonen und Familien bieten".

Dies gelinge durch die Zusammenarbeit mit einem privaten Hausbesitzer, dem kirchlichen Bauträger und dem kirchlichen Sozialverband. "Zudem haben wir in Ankum eine Krankenwohnung für Wohnungslose geschaffen", ergänzte Schulte: "Diese Beispiele machen deutlich, dass Lösungen möglich sind, wenn alle Beteiligten es wollen".

Dabei lässt Loth auch die kirchlichen Akteure nicht aus der Pflicht: "Wir wollen in den nächsten Monaten Impulse setzen, um Kirchengemeinden zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Dabei sind Kreativität und Wille gefragt". Die beiden Caritasvertreter hatten auch konkrete Forderungen an die Politik: "Wer handelt, muss die Fakten kennen. Daher fordern wir eine Wohnungsnotfallstatistik, die erfasst, wieviele Menschen tatsächlich ohne Wohnung sind. Diese Daten können erheblich zur Prävention beitragen".

Dringend nötig sei zudem eine Reform der Grunderwerbssteuer. Und natürlich eine erhebliche und umgehende Verstärkung des sozialen Wohnungsbaus. "Wohnen ist ein Menschenrecht. Das wird bereits in der Bibel so beschrieben", meinte Schulte abschließend.

Caritas-Jahreskampagne
 
Caritasverband für die Diözese Osnabrück
 

 

 


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