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(eb/pr) Osnabrück, 21. Februar 2018 / Bereits seit Jahren engagieren sich die Abfallwirtschaftsgesellschaft Osnabrücker Land (Awigo) und der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) jedes Frühjahr bei einer Müll-Aufräumaktion – die Awigo in Feld, Wald und Flur, der OSB mehr innerstädtisch. Seit zwei Jahren werden die Aktionen verzahnt und finden konzentriert am zweiten März-Wochenende statt. Awi...

Stadt & Land

Neumarkt, nächste Runde: Autos fahren wieder

Der Osnabrücker Neumarkt – jetzt dürfen Autos wieder diese Verkehrsachse durch die Innenstadt nutzen. © für Abbildung: Eigenfoto(eb/pr) Osnabrück, 5. Februar 2018 / "Mensch, ärgere Dich nicht" als Osnabrücker Spezialausgabe: Das Tauziehen um den Neumarkt geht in die nächste Runde. Seit Freitag, 2. Februar, ist diese wichtige Verkehrsachse in der Friedensstadt für den Individualverkehr wieder frei gegeben. Damit ist die Stadtverwaltung nach nur rund zwei Wochen der Aufforderung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg nachgekommen. Dieses hatte entschieden, dass der Neumarkt  vorläufig wieder für den Autoverkehr geöffnet werden muss.

Und zwar exakt so lange, bis die noch anhängigen Verfahren entschieden sind – deren Ausgang derzeit offen ist, genauso wie die voraussichtliche Dauer. Unter Experten hieß es, dass sich ein derartiges Verfahren durchaus über fünf Jahre (oder länger) hinziehen könne. Bisher war der Neumarkt schon drei Mal für einen längeren Zeitraum gesperrt: Zwei Mal für Bauarbeiten (Juni 2014 bis Februar 2016, Juli bis Oktober 2016) – nachvollziehbar. Zuletzt wurde der Neumarkt am 13. Oktober 2017 gesperrt.

Man könnte dies vorauseilenden Gehorsam nennen: Der Vorgänger-Stadtrat hatte im Mai 2016 bereits den Teileinzug (also die Umwandlung in eine Fußgängerzone mit rund 2.000 Bussen täglich) beschlossen. Daraufhin begannen die ersten Klagen. Der neue Stadtrat, wohl wissend, dass sich derartige Verfahren hinziehen können, griff einem Ergebnis vor und wollte wohl durch die Umsetzung Tatsachen schaffen. – die frisch gewählte Regenbogenfraktion vertrat anscheinend die Auffassung, damit den Bürgerwillen umzusetzen.

Wohl nicht ganz, wie die zahlreichen Proteste – und nicht zuletzt der Gang zum Kadi – deutlich machten. Was bereits in Vergessenheit geraten ist: Schon im Jahr 2011 wollte der damalige Stadtentwicklungsausschuss den Neumarkt auf zwei Fahrstreifen zurückbauen – und zog sich für diese Idee den Unmut von Einzelhandel, Unternehmerverbänden und Kammern zu. Eine zweistreifige Verkehrsführung auf dem Neumarkt beeinträchtige die Attraktivität des Einkaufsstandortes Osnabrück, hieß es schon damals.

Auf diesem Plan, der immerhin bereits die Ergebnisse der Kommunalwahl von September 2016 berücksichtigt, ist eine ''Unterirdische Einkaufspassage" zu sehen. Im Herbst 2016 war der Neumarkttunnel bereits seit zwei Jahren zugeschüttet. © Screenshot Webseite neumarkt-os.deDamit ist dieses Possenspiel wohl noch lange nicht beendet, hat aber nicht nur für erhitzte Gemüter gesorgt, sondern natürlich auch nicht unerhebliche Kosten verursacht: Allein die Kosten für Beschilderung und Markierung belaufen sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf etwa 10.000 bis 15.000 Euro – Demontage noch nicht einkalkuliert. Hinzu kommen externe Anwalts- und Gerichtskosten, ganz zu schweigen von den Kosten beispielsweise für den so genannten "Masterplan Neumarkt", der in den Umbauideen von 2011 mündete. Hinzu kommen natürlich noch so genannte interne Kosten, die vor allem durch die zusätzliche Arbeitsbelastung in der Verwaltung inklusive Rechtsabteilung entstanden sind - aber auch bei den  Ausführenden bis hin zu den Bauarbeitern vor Ort, die nun die Schilder wieder abmontierten, die sie erst im Herbst angebracht hatten.

Doch der Neumarkt ist nicht die einzige "Unendliche Geschichte" in der Friedensstadt: Die Hase wurde in den 1970er Jahren zubetoniert, seit einigen Jahren wird der Stadtfluss mühevoll (und mit nicht ganz geringen Kosten) wieder ausgebuddelt. Und noch ein "Juwel" hat die jüngere Stadtgeschichte zu bieten: Erst 2014 wurde der Neumarkttunnel zugeschüttet, der seit 1964 die Innenstadt mit der Johannisstraße – inklusive einer Einkaufspassage – verbunden hatte. Nun gibt es eine Webseite, die sich nur mit dem Osnabrücker Neumarkt sowie dessen Zukunft beschäftigt. Auf dieser Seite findet sich ein Lageplan, der neben dem – sich immer noch in Planung befindlichen – Einkaufszentrum "Oskar" auch eine "unterirdische Einkaufspassage" darstellt. Die Webseite gehört laut Impressum der "T.E.B. Siebte Grundstückgesellschaft", Geschäftsführer: Der Osnabrücker Dr. Theodor Bergmann. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt….

Neumarkt-Webseite Dr. Bergmann

Stadt Osnabrück

Marktplatz-Bericht über die Neumarkt-Situation vom 6. Juni 2017


 

 


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