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Millionster Schwimmer in Osnabrücker Bädern
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Millionster Schwimmer in Osnabrücker Bädern

(eb/pr) Osnabrück, 21. September 2018 / Der rekordverdächtige Sommer hat es ermöglich: Bereits am 19. September und damit deutlich früher als in den Vorjahren wurden im Schinkelbad den millionsten Bädergast des Jahres 2018 in den Stadtwerke-Bädern begrüßt. Nette-, Moskau- und Schinkelbad liegen damit auf Besucherrekordkurs. Trotz der guten Zahlen werden die Eintrittspreise demnächst erhö...

Stadt & Land

Dieselfahrverbot: OB sieht Fahrzeughersteller in der Pflicht

In der Stadt Osnabrück wären rund 21.000, in der Region rund 114.000 Autos von einem potentiellen Fahrverbot betroffen. © für Abbildung: Eigenfoto(eb/pr) Osnabrück, 1. März 2018 / Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes dürfen Städte grundsätzliche Fahrverbote für Dieselautos verhängen, um vor allem die europaweit geltenden Stickstoff-Luftqualitätsgrenzwerte einzuhalten. Bundesweit erfüllen zwei Drittel aller Dieselfahrzeuge nur die Euro 4-Norm – oder schlechter. So sind insgesamt rund 10 Millionen Autos von potentiellen Fahrverboten betroffen, die Oberbürgermeister Wolfgang Griesert auch für Osnabrück nicht generell ausschließen wollte.  
 
"Eigentlich wollen wir keine Fahrverbote für Dieselfahrzeuge und ältere Benziner bestimmter Emissionsklassen veranlassen. Unter Umständen haben aber auch wir in Osnabrück keine andere Möglichkeit, die Stickstoff-Werte kurzfristig einzuhalten", meinte Griesert. Allerdings ist bisher vieles ungeklärt; so erteilte das Bundesverwaltungsgericht keine Generalabsolution, sondern jede Stadt muss weiter genau prüfen, inwiefern Fahrverbote in Frage kommen könnten – und für wen. Denn auch das ist bisher nicht geklärt – so sind bereits Ausnahmeregelungen für Handwerker und Lieferfahrzeuge im Gespräch. Auch gibt es bisher keinerlei Hinweise darauf, wie ein Fahrverbot zu kontrollieren ist – und durch wen.
 
Bereits jetzt ist die Einfahrt in die städtische Umweltzone für  5.100 Fahrzeuge in der Stadt Osnabrück und 39.500 in der Region durch die grüne Plakette verboten. Griesert vertrat die Auffassung, dass eine blaue Plakette (keine blaue Plakette für Diesel schlechter als EURO VI/6 und für Benziner schlechter als Euro III/3) hilfreich sein könnte. Damit würden weitere 21.000 Fahrzeuge in der Stadt sowie 114.000 in der Region  nach aktuellem Stand von der Einfahrt in die Umweltzone ausgeschlossen werden.
 
Mit Hilfe des Luftreinhalteplanes will Griesert die Luftqualität in der Stadt bis spätestens 2022 reduzieren. Dabei setzte er aber vor allem auf Maßnahmen wie die verstärkte Elektrifizierung des Öffentlichen Nahverkehrs: "Damit beginnen wir Ende des Jahres. Wir werden außerdem mittels neuer, umweltsensitiver Signalsteuerungen sehen, dass der Verkehr flüssiger über die besonders belasteten Straßen, etwa am Wall, fließen kann", berichtete Griesert. Die Stickstoffwerte schnellen natürlich auch deutlich nach oben, wenn der Verkehrsfluss durch politische Maßnahmen wie die Neumarktsperrung beeinflusst wird; in dieser Zeit wäre jede Abgasmessung am Wall durch die Decke geschnellt.

"Und wir wollen den 'Modal Split' (Verteilung des Verkehrsaufkommens auf verschiedene Transportmittel) beeinflussen, indem wir beispielsweise das Fahrradfahren in der Stadt attraktiver machen. Sofern möglich, werden wir auch bei städtischen Fahrzeugen  auf elektrische Antriebe setzen", machte Griesert klar.
 
Allerdings forderte er die Autobranche dazu auf, aktiv zu werden: "Wir erwarten, dass die Unternehmen kurzfristig Techniken zur Verfügung stellen, die den schädlichen Ausstoß der Dieselfahrzeuge deutlich reduzieren. Wir wollen über den Deutschen Städtetag auf die Bundesregierung mit dem Ziel einwirken, dass die Autohersteller dazu verpflichtet werden, Besitzern von Dieselfahrzeugen vernünftige und effektive Angebote zu machen. Klar ist, dass die Hersteller in die Pflicht genommen werden müssen, die Autos so umzurüsten, dass sie den vorgegebenen geringeren Schadstoffemissionen entsprechen. Anders wird es nicht gehen". Osnabrück ist dem Klimaschutz und somit auch der Einhaltung von Grenzwerten bei der Luftreinheit besonders verpflichtet, da die Kommune sich dem Masterplan Klimaschutz verschrieben hat.

Für Euro-5-Modelle soll es dem Urteil nach eine Übergangsfrist von einem Jahr geben. Die neueren Modelle, die die Euro-6-Abgasnorm erfüllen, sind von Fahrverboten voraussichtlich nicht betroffen, zumal viele dieser Fahrzeugtypen bereits mit einem Software-Update nachgerüstet sind.

Stadt Osnabrück

Masterplan Klimaschutz Osnabrück

 

 


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