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Klassenfahrten 2.0: Erste digitale Jugendherberge in Osnabrück
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Klassenfahrten 2.0: Erste digitale Jugendherberge in Osnabrück

(eb/pr) Osnabrück, 1. Februar 2019 / Moderne Zeiten in der Jugendherberge Osnabrück: Das Haus an der Iburger Straße wird zurzeit zur ersten Jugendherberge in Deutschland mit digitalem Schwerpunkt ausgebaut. Der Landesverband Unterweser-Ems des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) investiert rund 1,8 Millionen Euro in die Modernisierung und Neuausrichtung des Hauses, das zurzeit aufwändig...

Stadt & Land

Start frei: Tierwelt Manitoba im Zoo eröffnet

Eröffnung der neuen Tierwelt Manitoba. © PR, Zoo Osnabrück, Hanna Rickert (eb/pr) Löningen, 8. Oktober 2018 / Im Zoo Osnabrück reisen Besucher nun auch nach Kanada, denn die neue nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ ist komplett fertiggestellt und wurde jetzt offiziell eröffnet. An der Eröffnung nahm sogar die stellvertretende Leiterin der kanadischen Botschaft teil. Auf die Besucher wartet ein „Manitoba“-Wochenende mit Aktionsständen in der neuen Tierwelt sowie mit Vorträgen zum Reiseziel Manitoba. 

„Ich freue mich, dass es die kanadische Provinz ‚Manitoba‘ nun auch am Schölerberg in Osnabrück gibt. Manitoba ist wirklich eine ganz besondere Region mit einsamer Wildnis in den Prärien und an den riesigen Seen, wo man tolle Tierbeobachtungen machen kann“, schwärmt Jennifer May, stellvertretende Leiterin der kanadischen Botschaft in Deutschland, bei der Eröffnung des Osnabrücker „Manitoba“. Der kanadische Bereich im Zoo ist zwar nur 3,5 Hektar groß, bietet aber auch dank Höhenpfad und langer Blickachsen durch das hügelige und waldige Gelände besondere Einblicke in die Tierwelt. Zoopräsident Reinhard Sliwka betont, dass „Manitoba“ den Zoo einen weiteren, großen Schritt voranbringe: „Hier konnten wir eine große Fläche mit alten, kleineren Tiergehegen modernisieren und in eine stimmige Themenwelt mit großzügigen Gehegen verwandeln. Die wunderschöne Waldkulisse macht den Bereich einzigartig und der Höhenpfad zwischen Wolfs- und Bärengehege bietet besonders schöne Einblicke in die Tierwelt – ohne Gitter.“ Bei der offiziellen Eröffnung am Freitag waren etwa 100 Gäste vor Ort – Unterstützer des Zoos sowie Vertreter aus der Politik. 

 Der Zoo hatte den Bereich für 3,5 Millionen Euro in den letzten zwei Jahren in zwei Bauabschnitten umgestaltet: Bereits 2017 zogen Hudson-Bay-Wölfe, zwei Schwarzbären und drei Waldbisons in den ersten Bereich ein. Jetzt ist auch der zweite Abschnitt fertig gestellt und beherbergt verschiedene Kleinsäugetiere, wie Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator und Biologe erläutert: „Hier leben neue Tierarten wie Stinktiere, Kanadische Biber oder Baumstachler. Außerdem sind ein paar alte Bekannte hier hingezogen, die vorher an anderen Orten im Zoo wohnten, wie die Polarfüchse, die Schnee-Eulen oder ein Bartkauz. Damit wir die neuen Tierarten optimal versorgen können, habe ich auch Kollegen in Kanada besucht, um Erfahrungen zu sammeln.“

Die neu eingezogenen Tiere haben sich bereits gut eingelebt, wie Tierpflegerin und Revierleiterin Tanja Boss berichtet: „Die Tiere brauchen immer ein bisschen Zeit, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Aber inzwischen sind die Biber am Nachmittag und frühen Abend sehr gut zu sehen. Dann kommen sie aus ihrer Biberburg und schwimmen in ihrem See und bearbeiten die Äste. Und auch die Baumstachler werden immer mutiger und trauen sich öfter aus ihrem Häuschen heraus, um auf den Baumstämmen zu klettern.“ In den letzten Tagen waren noch die Murmeltiere und die Stinktiere eingezogen, wobei erstere sich gleich in den Winterschlaf verabschiedeten. 

Eine besondere Herausforderung beim Bau war das steinige Gelände am Schölerberg sowie der Schutz des Waldbestandes. „Wir wollten natürlich so viele Bäume wie möglich erhalten, da sie unser Kapital für den wunderschönen Waldzoo sind. Deswegen wurden auch die Wege so angelegt, dass sie um die Bäume führen“, betonte Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder. Allerdings mussten einige Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden: „Der Bereich war vorher teilweise gar nicht zugänglich und da war Baumpflege dringend nötig. Ein Experte untersuchte alle Bäume und einige kranke und einsturzgefährdete Bäume mussten entnommen werden. Dafür wurden aber auch neue Bäume sowie über tausend Sträucher gepflanzt – natürlich viele nordamerikanische Pflanzenarten, wie Schneebeere, kanadischer Holunder oder Weißdorn“, erläutert Schröder.

Dabei wurde auch an die Tiere gedacht: In den Gehegen der Polarfüchse und Schwarzbeeren wurden Beerensträucher gepflanzt, deren Früchte die Tiere dann naschen können. So hat der Bereich seinen waldigen und sehr grünen Charakter behalten. Der Weg führt nicht nur über einen 120 Meter langen Höhenpfad, sondern windet sich auch schlangenförmig vorbei an den grünen Gehegen und einem Bachlauf. Realisiert wurde der Bau von den Firmen Boymann und Scholle unter Anleitung des Baubüros Drecker, das „Manitoba“ geplant hatte.
 Zoodirektor Prof. Michael Böer ist besonders von den Hudson Bay-Wölfen begeistert: „Das neu formierte Rudel hat sich wirklich toll zusammengefunden und eingelebt. Für Besucher ist es sehr spannend vom Höhenpfad aus die weißen Tiere in der riesigen Anlage zu beobachten. Wir haben aber auch bedrohte Tierarten hier, wie die Schnee-Eulen, die eine große neue Voliere bekommen haben. Diese haben wir für die Besucher wie eine typisch kanadische Scheune gestaltet.“

Osnabrücks Bürgermeister Burkhard Jasper zeigte sich ebenfalls begeistert: „Mir gefällt besonders, wie sich die großen Gehege ganz natürlich in die Landschaft schmiegen – es sieht so aus, als ginge man durch die Natur und nicht durch einen gestalteten Zoo. Mit ‚Manitoba‘ wird der Osnabrücker Zoo noch attraktiver, was nicht nur schön für die Tiere, sondern auch für die Menschen hier vor Ort und Besucher unserer Stadt ist.“

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