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Klassenfahrten 2.0: Erste digitale Jugendherberge in Osnabrück
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55.000 Geräte werden angepasst: Erdgasumstellung geht in die heiße Phase
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Klassenfahrten 2.0: Erste digitale Jugendherberge in Osnabrück

(eb/pr) Osnabrück, 1. Februar 2019 / Moderne Zeiten in der Jugendherberge Osnabrück: Das Haus an der Iburger Straße wird zurzeit zur ersten Jugendherberge in Deutschland mit digitalem Schwerpunkt ausgebaut. Der Landesverband Unterweser-Ems des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) investiert rund 1,8 Millionen Euro in die Modernisierung und Neuausrichtung des Hauses, das zurzeit aufwändig...

Stadt & Land

Schüchtermann-Klinik: Herzzentrum wird 25 Jahre alt

Bei einer Vortragsveranstaltung zum Jubiläum 25 Jahre Integriertes Herzzentrum und Herzchirurgie wurden von den Referenten zukunftsweisende Therapien vorgestellt. © PR, Schüchtermann-Klinik(eb/pr) Bad Rothenfelde, 26. Oktober 2018 / Die Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde hat das 25-jährige Bestehen ihres integrierten Herzzentrums begangen. Im Jahr 1993 sei zu der bereits bestehenden Kardiologie sowie der Rehabilitationsabteilung die Herzchirurgie in Bad Rothenfelde hinzugekommen, so Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Böckelmann. Dieser integrierte Ansatz sei damals einzigartig gewesen und konnte in dieser Form bis heute nur an wenigen Stellen in Niedersachsen verwirklicht werden. Die integrierte und interdisziplinäre Herzmedizin nehme eine immer größere Bedeutung in der Versorgung herzkranker Patienten ein, sagte der Geschäftsführer.
 
Im Rahmen einer Vortragsveranstaltung zum Jubiläum wurden zukunftsweisende Therapien vorgestellt. Prof. Dr. Joachim Thale, Chefarzt Kardiologie, betonte: Die Entwicklung des integrierten Herzzentrums sei ein konsequenter Schritt, an dem Dr. Rainer Buchwalsky, erster Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Schüchtermann-Klinik, einen entscheidenden Anteil gehabt habe. Damals sei allerdings noch nicht zu ahnen gewesen, welche Erfolgsgeschichte das Herzzentrum nehmen würde. Es habe sich zu einer überregional kooperierenden Institution in der Patientenversorgung entwickelt. Durch vielfältige Initiativen in der Klinik und darüber hinaus habe Prof. Dr. Henning Warnecke das Herzteam mit Leben erfüllt. Das finde auch im gemeinsamen Herzzentrum von Schüchtermann-Klinik, Marienhospital Osnabrück und Klinikum Osnabrück Ausdruck.
 
Prof. Dr. Warnecke ging auf verschiedene Fälle und ihre erfolgreiche Behandlung ein. Erfolg habe mit Zusammenarbeit zu tun, unterstrich er: In der Schüchtermann-Klinik werde diese großgeschrieben. Zugleich warnte der Chefarzt davor, allen technologischen Neuerungen nachzulaufen. Man sei gut beraten, wenn man Neuerungen mit Vorsicht betrachte und genau untersuche, wie diese zum Wohl des Patienten eingesetzt werden könnten.
 
Prof. Dr. Nicolas Doll, Ärztlicher Direktor der Sana Herzchirurgie Stuttgart, erläuterte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit am Beispiel der Behandlung einer höhergradigen Mitralklappenschwäche. Es gebe viele schonende Verfahren, die auf dem Markt seien oder noch kommen würden. Es mache Spaß, Mitralklappen im Team zu operieren. Die Zukunft werde es mit sich bringen, verschiedene Verfahren zu kombinieren und so noch mehr Patienten helfen zu können. Die komplexen Rahmenbedingungen der Herzmedizin würden eine Teamarbeit künftig immer stärker forcieren.
 
Prof. Dr. Christian Hamm, Direktor der Abteilung Kardiologie an der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, stellte die „Kardiologie von morgen“ vor und erklärte diese am Beispiel der Aortenklappe. Die invasive Implantation einer künstlichen Herzklappe entwickle sich zum neuen Goldstandard. Auf der einen Seite sei die heutige hohe Lebenserwartung im Wesentlichen auf die Herzmedizin zurückzuführen. Allerdings müsse sich die Kardiologie auf der anderen Seite den Herausforderungen der alternden Bevölkerung, des Fachkräftemangels und der höheren Patientenerwartungen stellen. Die Telemedizin werde auch in der Kardiologie immer maßgebender, so Prof. Dr. Hamm, ihr gehöre die Zukunft. Dennoch sei er überzeugt, dass es trotz aller technischen Entwicklungen in absehbarer Zeit keine „arztlose Zukunft“ geben werde.
 
Prof. Dr. Gerold Mönnig, Chefarzt Kardiologie mit Schwerpunkt Rhythmologie an der Schüchtermann-Klinik, berichtete über die Arbeit des Herzteams im klinischen Alltag. Mittlerweile gehörten zahlreiche Berufsgruppen und Fachleute dazu. Denn es müssten immer mehr Aspekte der integrierten Patientenversorgung im Herzteam berücksichtigt werden. Erfolgsversprechend seien die interdisziplinären Teamentscheidungen dann, wenn sie weitestgehend frei von wirtschaftlichen oder egoistischen Aspekten seien. Prof. Mönnig hob hervor: Es gebe nur noch eine Herzmedizin. In diesem Zusammenhang rief er dazu auf, auch die niedergelassenen Kardiologen und Hausärzte stärker einzubinden.
 
Prof. Dr. Jürgen Sindermann (Chefarzt Rehabilitation und Ambulanz für fortgeschrittene Herzinsuffizienz in der Schüchtermann-Klinik) informierte über das Thema Herzinsuffizienz als Netzwerkaufgabe. 1,6 Millionen Patienten in Deutschland seien von Herzinsuffizienz betroffen. Die Behandlungsansätze seien so vielfältig wie die Ursachen, die zu ihr führten. Neben den ärztlichen und pflegerischen Kollegen sowie ambulanten Therapeuten müsse auch das häusliche Umfeld der Patienten einbezogen werden. Der Chefarzt erläuterte, dass die Klinik Herzinsuffizienzzentrum geworden sei und damit den Netzwerkgedanken noch weiter stärke: „Ein optimales Ergebnis wird nur mit vereinten Kräften erzielt.“ Dies bekräftigte von Seiten der Patienten auch der Vorsitzende der Selbsthilfegruppe für mechanische Herzunterstützung „DoppelHerzen“ durch seine Anwesenheit. Beim abschließenden Empfang konnten die Inhalte der Vorträge von den 150 Besuchern noch in ungezwungener Runde diskutiert werden.

Mehr zum Thema:

Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde

 


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