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Klassenfahrten 2.0: Erste digitale Jugendherberge in Osnabrück

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Stadt & Land

Friedensgebet und Waldhornbläser: Osnabrücker Weihnachtsmarkt ist eröffnet

Start frei (v.l.): Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Frank Uhlhorn von der Marienkirche, die frühere Osnabrücker Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler und Diakon Gerrit Schulte auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt. © Eigenfoto(eb/pr) Osnabrück, 28. November 2018 /  Mit einem Festakt am Adventskalender vor dem Rathaus ist am Montagabend der Historische Weihnachtsmarkt in Osnabrück eröffnet worden. Die Zeremonie wurde wieder von einem Auftritt der Waldhorngruppe der städtischen Musik- und Kunstschule begleitet. Neben Oberbürgermeister Wolfgang Griesert richteten Bernhard Kracke jun., der Vorsitzende des Schaustellerverbands Weser-Ems, sowie Pastor Frank Uhlhorn von der Marienkirche und Diakon Gerrit Schulte von der Domgemeinde kurze Grußworte an die zahlreichen Gäste und Weihnachtsmarktbesucher, die bei der Eröffnung dabei waren.

Griesert bedankte sich bei Schaustellern, Marktbeschickern und den vielen weiteren Helfern, dass sie im historischen Zentrum von Osnabrück wieder einen der schönsten Weihnachtsmärkte in ganz Norddeutschland auf die Beine gestellt haben. Der Oberbürgermeister lud dazu ein, sich in der besinnlichen Stimmung auf dem Markt auf das Weihnachtsfest einzustimmen. „Es gehört auch zur Adventszeit, ein Stück weit zur Ruhe zu kommen“, sagte Griesert. Besonderheit bei der Eröffnung war ein Friedensgebet, in das Diakon Gerrit Schulte ausdrücklich alle Religionen und Kulturen mit einbezog.

Der Osnabrücker Weihnachtsmarkt läuft bis zum 22. Dezember, er ist täglich von 12-21 Uhr geöffnet. Der Markt setzt sich diesmal aus 114 Ständen und Buden zusammen, davon 34 mit Bewirtungsangeboten, die wie gewohnt auf dem Markt vor dem Rathaus und auf dem Dom- und Theatervorplatz aufgebaut sind. Natürlich ist auch das heimliche Wahrzeichen des Osnabrücker Weihnachtsmarkts wieder dabei – das über 100 Jahre alte Kinderkarussell der Schaustellerfamilie Telsemeyer, das seit den 1970er Jahren einen Stammplatz auf dem Markt hat. Auch dieses Jahr dreht es wieder direkt am Rathaus seine Kreise.

Gut gelaunt: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und eine junge Waldhornspielerin bei der Eröffnung des Weihnachtsmarkts. © EigenfotoBereits zum dritten Mal ist neben den Ständen im historischen Zentrum von Osnabrück zusätzlich die Kunsteisbahn „Eiszauber“ auf dem Ledenhof geöffnet. Auf der 12 x 25 Meter großen Bahn wird bis zum 30. Dezember täglich ab 12 Uhr zum Schlittschuhlaufen eingeladen. Außerdem können die Besucher in einer beheizten Almhütte einkehren und sich noch an einigen Ständen und Buden bewirten lassen. Die Eisbahn an sich ist wieder kostenlos zugänglich, lediglich für das Ausleihen von Schlittschuhen muss eine Gebühr entrichtet werden (3,50 Euro).

Für eine Premiere sorgt der Osnabrücker Veranstaltungsunternehmer Christoph Sierp im Schlossinnenhof: Das „Winterdorf am Schloss“ kann an den vier Adventswochenenden jeweils freitags von 16-22 Uhr, samstags von 12-22 Uhr und sonntags von 12-20 Uhr besucht werden. Wie Sierp ankündigte, wird das Winterdorf ein beheiztes Zelt mit 160 Sitzplätzen sowie noch weitere Zelte und Stände/FoodTrucks mit hochwertiger Gastronomie und Angeboten aus den Bereichen Kunst-/Handwerk, Mode und Feinkost umfassen.

Wie Sierp weiter sagte, soll der Schlossinnenhof mit farbiger Beleuchtung und geschmackvoller Dekoration dabei besonders schön in Szene gesetzt werden. Außerdem sind Veranstaltungen geplant. So gibt es zum Start am Freitag, 30. November, 16 Uhr, einen Festakt. Am Samstag, 1. Dezember, 17 Uhr, ist ein Auftritt eines Chors aus der englischen Partnerstadt Derby vorgesehen. Am Sonntag, 2. Dezember, 17 Uhr, lockt ein Laternenumzug, außerdem ist ein Nikolausbesuch am Sonntag, 9. Dezember, 15 Uhr, angekündigt. Weitere Programmpunkte sollen noch auf der Internetseite des Winterdorfs (www.winterdorf-am-schloss.de) angekündigt werden.

Die Waldhorngruppe der städtischen Musik- und Kunstschule begleitete die Eröffnung des Weihnachtsmarkts. © EigenfotoBereits zum vierten Mal besteht beim Weihnachtsmarkt wieder die von der Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT) eingerichtete Wechselstube. In dem Stand auf dem Platz des Westfälischen Friedens bieten vier Beschicker aus dem Osnabrücker Land im wöchentlichen Wechsel u.a. Kunsthandwerk und weitere Erzeugnisse an. „Wir haben die Wechselstube eingerichtet, damit sich auch Anbieter, deren Sortiments- oder Personalkapazitäten keine vier Wochen Marktauftritt zulassen, am Weihnachtsmarkt beteiligen können“, erklärte OMT-Geschäftsführerin Petra Rosenbach. Die OMT-Chefin ist gut zufrieden mit der Resonanz. „Wir haben mit der Wechselstube eine kleine Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Nachfrage nach Plätzen ist mittlerweile wirklich beachtlich, außerdem ist es natürlich auch ein Erfolg, dass zwei Anbieter, die erstmals bei uns auf dem Weihnachtsmarkt vertreten waren, jetzt mit eigenen Ständen permanent dabei sind.“  

Wie in den Vorjahren ziehen jeweils am Montag neue Anbieter in die Wechselstube ein. Bis 2. Dezember belegt die Drechselwerkstatt „Holzgeformt“ von Wilfried Schmalriede aus Bohmte die Wechselstube, danach folgen der Feinkosthändler Wojtun aus Menslage mit „Wein & Genuss“, der Mettinger Museumsshop „Draiflessen“ und Sarah Baumann mit Geschenkartikeln unter dem Namen „Handmade“. Wilfried Schmalriede aus Bohmte ist mit seinen Holzarbeiten erstmals auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt vertreten. Er bietet Kunst-/Zier- und Gebrauchsgegenstände an, die er in seiner Holzwerkstatt gefertigt hat, etwa Engel, Kugelobjekte, Kerzenhalter, Schalen, Spiele, Fußmassagerollen – alles ausschließlich aus Hölzern aus der Region.

Holzgeformt: Wilfried Schmalriede und seine Frau Irmgard in der Wechselstube. © EigenfotoSchmalriede und seine Frau Irmgard, die sich die Arbeit am Stand teilen, freuten sich am Montagabend über einen gelungenen Start. „Der Platz an der Stadtbibliothek ist wirklich schön“, meinte Wilfried Schmalriede, der seine Holzarbeiten sonst auch auf den Weihnachtsmärkten in Bad Essen und am Gut Ahrenshorst anbietet. „Aber für uns hat es vor allem gut gepasst, dass wir uns in der Wechselstube nur sieben Tage lang beteiligen können. Vier Wochen wären für uns nicht machbar gewesen“, meinte er.

Wie Schaustellerchef Bernhard Kracke jun. und Jens Hanke von der Interessengemeinschaft  der Kunsthandwerksanbieter betonten, ist auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt wieder für eine attraktive Mischung von Angeboten aus allen Bereichen gesorgt. Neben Heißgetränken und Leckereien werden Kunsthandwerkserzeugnisse, Geschenkartikel, (Blech-)Spielzeug, Strickwaren, Christbaumschmuck und Weihnachtsdekoration sowie viele weitere Erzeugnisse wie Kerzen oder Bio-Honig angeboten.

Kracke wies darauf hin, dass wieder täglich um 16 Uhr Programmangebote für Kinder am Adventskalender auf dem Markt laufen und dass ab dem 1. Dezember wieder jeden Tag ab 16.30 Uhr ein Weihnachtsmann ein Türchen des Adventskalenders öffnet. Das Kinderprogramm umfasst Auftritte des Kindermusikers Christian Hüser, Weihnachtstanzen, eine Weihnachtsbäckerei, die Jojos-Weihnachtsshow sowie Einlagen eines jonglierenden Weihnachtselfen und von einem singenden Elch, die im Wechsel laufen.

Darüber hinaus werden in den umliegenden Kirchen wieder Konzerte angeboten, es laufen Führungen u.a. durchs Rathaus und es kann wieder der Ausblick vom Turm der Marienkirche genossen werden. Am Mittwoch, 5. Dezember, 15-19 Uhr, wird unter den Arkaden der Stadtbibliothek wieder Christstollen für den guten Zweck verkauft – wobei sich alle Jahre wieder zahlreiche Stadtratsmitglieder und meist auch der Oberbürgermeister an der Aktion beteiligen.

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Osnabrücker Weihnachtsmarkt

Schaustellerverband Weser-Ems


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