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Klassenfahrten 2.0: Erste digitale Jugendherberge in Osnabrück

(eb/pr) Osnabrück, 1. Februar 2019 / Moderne Zeiten in der Jugendherberge Osnabrück: Das Haus an der Iburger Straße wird zurzeit zur ersten Jugendherberge in Deutschland mit digitalem Schwerpunkt ausgebaut. Der Landesverband Unterweser-Ems des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) investiert rund 1,8 Millionen Euro in die Modernisierung und Neuausrichtung des Hauses, das zurzeit aufwändig...

Stadt & Land

Wenn der Ozean saurer wird: Ausstellung im Museum am Schölerberg

Lebendiger Wirbel. Korallenriff in Raja Ampat (Indonesien): Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung zwei Drittel ihres Zooplanktons. Die Kleinstorganismen stellen eine wichtige Nahrungsquelle für Fische und Korallen dar. © PR, Museum am Schölerberg, Solvin Zankl(eb/pr) Osnabrück, 3. Januar 2019 / Von der Arktis bis in die Tropen verändert Ozeanversauerung das Leben im Meer. Was das bedeutet und was passiert, wenn der Ozean saurer wird, belichtet die Ausstellung Ozeanversauerung - Das andere Kohlendioxid-Problem im Museum am Schölerberg. In der Schau des deutschen Forschungsverbunds Bioacid sind Aufnahmen der beiden Naturfotografen Solvin Zankl und Nick Cobbing zu sehen, die den Wandel der Ozeane und die Folgen für Ökosysteme, Gesellschaft und Wirtschaft veranschaulichen. Zankl und Cobbing stellen aktuelle Forschungsarbeiten in eindrucksvollen Aufnahmen dar – von Kleinstorganismen unterm Foto-Mikroskop bis hin zu unwirklichen Forschungsstationen in der eisigen Kälte Spitzbergens.
 
Vom 9. Januar bis 28. April ist die Ausstellung im Museum am Schölerberg in Osnabrück zu sehen. Bei der Eröffnung am Dienstag, 8. Januar, 19.30 Uhr, steht ein Vortrag von Dr. Lennart Bach vom Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel auf dem Programm, in dem es um Entstehung, Konsequenzen und mögliche Lösungen der Ozeanversauerung geht. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.
 
Es ist weithin bekannt, dass Kohlendioxid (CO2) die Hauptursache für den menschengemachten Klimawandel ist. Weltweit gelangt immer mehr CO2 in die Atmosphäre. Die Folge: Das Erdklima erwärmt sich. Als „böser kleiner Bruder der Erwärmung“ gilt die Ozeanversauerung. Der Ozean nimmt etwa 30 Prozent des Kohlendioxids auf, das Menschen jedes Jahr freisetzen. Dieser unbezahlbare Service mildert die globale Erwärmung. Aber das Treibhausgas verursacht im Wasser eine folgenreiche chemische Reaktion: Das Meer wird saurer.
 
Der Forschungsverbund Bioacid untersuchte von 2009 bis 2017, wie das Leben im Meer auf Ozeanversauerung reagiert. An dem Projekt, das am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordiniert wurde, beteiligten sich mehr als 250 Forscherinnen und Forscher verschiedener meereswissenschaftlicher Disziplinen aus 20 deutschen Instituten.
 
Der britische Fotograf Nick Cobbing begleitete 2010 ein Freiland-Experiment zur Ozeanversauerung in Spitzbergen. In sogenannten Kosmos-Mesokosmen, schwimmenden „Riesen-Reagenzgläsern“, simulierten Forscher einen Versauerungs-Grad, der in den kommenden Jahrzehnten eintreten könnte. Nick Cobbings Bilder erzählen von einem besonderen Einsatz in der weiten, noch immer unberührt wirkenden arktischen Landschaft.
 
Solvin Zankl, international renommierter Naturfotograf aus Kiel, eröffnet in seinen Beiträgen zur Ausstellung einen faszinierenden Einblick in die Welt des Planktons. Mit seinem Foto-Mikroskop setzt er Plankton-Organismen in Szene, die mit bloßem Auge kaum auszumachen sind. Außerdem besuchte er auf Expeditionen mit Deutschlands einzigem bemannten Forschungstauchboot JAGO Kaltwasserkorallen vor der norwegischen Küste und fing das prallbunte Leben tropischer Korallenriffe ein.
 
QR-Codes führen Besucher der Ausstellung per Smartphone zu Bildbeschreibungen und einfach verständlichen Hintergrundinformationen in einer internetbasierten Web App.
Der Eintritt ist im Ticket für das Museum am Schölerberg enthalten.

Mehr zum Thema:

Museum am Schölerberg

Geomar-Helmholtz-Zentrum

Forschungsverbund Bioacid

Ausstellung Ozeanversauerung - Das andere Kohlendioxid-Problem

 


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