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Retter reagieren auf Anschlagsgefahr: Traumanetzwerk tagte in Osnabrück
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Sportsbar überfallen

(eb/pr) Osnabrück, 17. November 2017 / Nach einem Überfall auf eine Sportsbar an der Buerschen Straße in Osnabrück, der bereits am 9. November verübt wurde, hat die Polizei jetzt um Hinweise auf die beiden Täter gebeten. Nach Infos der Fahnder kam es an dem Donnerstag gegen 22.45 Uhr zu dem Überfall auf das Lokal. Zwei Täter betraten die Sportsbar, von denen einer einen Mitarbeiter der S...

Polizei & Gericht

Elefantenkuh darf vorerst bei Zirkusfamilie bleiben

Elefanten im Osnabrücker Zoo. © Eigenfoto(eb/pr) Osnabrück/Badbergen, 7. November 2017 / Nach einem Beschluss der 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Osnabrück darf die Elefantendame „Buba“ vorerst in Einzelhaltung bei einer Zirkusfamilie in Badbergen bleiben. Das Gericht hat mit dem Beschluss einem Eilantrag der Halter gegen eine tierschutzrechtliche Verfügung des Landkreises Osnabrück stattgegeben, die sofort hätte vollzogen werden müssen. Damit wurde die aufschiebende Wirkung der im Mai erhobenen Klage gegen eine umfangreiche Verfügung zum Teil wiederhergestellt, der Antrag im Übrigen jedoch abgelehnt.

Wie das Verwaltungsgericht mitteilt, bedeutet der Beschluss, dass die Zirkusfamilie aus Badbergen die mindestens 40-jährige „Buba“ zunächst weiterhin in Einzelhaltung bei sich halten darf, bis gegebenenfalls durch Einholung weiterer Gutachten im Hauptsacheverfahren geklärt ist, ob eine an sich artgerechte Vergesellschaftung der Elefantenkuh im konkreten Fall dem Tierwohl eher entspricht als die jahrelang praktizierte Einzelhaltung.

Nach den Informationen des Gerichts hatte ein Tierschutzvereins Anzeige erstattet, dass sich die Elefantenkuh tierschutzwidrig in Einzelhaltung befinden sollte. Der Landkreis Osnabrück habe das Tier daraufhin Anfang 2016 in Augenschein genommen und u.a. durch den Direktor des Osnabrücker Zoos und einen Fachtierarzt für Wildtiere begutachten lassen. Nach Auswertung des Gutachtens und zahlreicher weiterer Besichtigungstermine habe der Landkreis im Mai dieses Jahres eine tierschutzrechtliche Verfügung ausgesprochen, nach der die Elefantenkuh ab dem 1.1.2018 dauerhaft mit mindestens einem ihr verträglichen Artgenossen zu halten oder sie in eine geeignete Haltungseinrichtung abzugeben sei. Zudem habe der Landkreis ein umfangreiches und detailliertes Beschäftigungsgebot verfügt, dessen Umsetzung dokumentiert werden und an allen Standorten im In- und Ausland gelten sollte. Schließlich sei noch die Herstellung eines mindestens 1.000 Quadratmeter großen Außengeheges und dessen Gestaltung im Einzelnen verfügt worden.

Bei dem neuen Beschluss hat die Kammer die auf tierschutzrechtliche Normen gestützte Verfügung in Bezug auf das Beschäftigungsgebot, dessen Dokumentation sowie den Ausbau des Außengeheges als rechtmäßig bewertet. Nach Einschätzung der Kammer ist jedoch eine Erstreckung des Beschäftigungsgebotes auch auf sämtliche Standorte im Ausland rechtswidrig, da für eine solche Anordnung keine Rechtsgrundlage ersichtlich sei.

In dem Eilverfahren sei die Rechtmäßigkeit der angeordneten Vergesellschaftung mit mindestens einem Artgenossen nicht abschließend zu klären gewesen, weshalb die Kammer eine Interessenabwägung vorgenommen hat, die zugunsten des Antragstellers ausgegangen sei. Nach der Begründung des Gerichts soll es bislang nicht hinreichend untersucht worden sein, ob die angeordnete Vergesellschaftung unter den konkreten Umständen tatsächlich eine für „Buba“ tierschutzgerechte Lösung sei. Zwar ergebe sich aus der Fachliteratur durchaus, dass Elefanten besonders soziale Tiere seien und eine Alleinhaltung nur in Ausnahmefällen tierschutzrechtlichen Vorgaben entspreche. Hier seien jedoch das Alter von „Buba" und der vorgebrachte Umstand zu berücksichtigen, dass das Tier sehr dominant sein soll und in der Vergangenheit nicht gut mit anderen Elefanten ausgekommen sei. Zudem habe bislang nicht sicher festgestellt werden können, dass die bisherige Haltung zu Leiden, Schmerzen oder Schäden und insbesondere zu Verhaltensstörungen geführt habe.

Demgegenüber sei nicht auszuschließen, dass es bei einer kurzfristigen Umstellung der Haltungsbedingungen von jahrelanger Einzelhaltung auf eine Gemeinschaftshaltung, die nach weiteren Erkenntnissen unter Umständen wieder rückgängig gemacht werden müsse, zu zusätzlichen und vermeidbaren Beeinträchtigungen des Wohlbefindens von „Buba“ kommen könnte.

Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig und kann binnen zwei Wochen angefochten werden.

Verwaltungsgericht Osnabrück

Artland Showtierfarm / Familie Freiwald


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