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Unbürokratische Hilfe: MHO mit neuem Patientenfürsprecher
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Unbürokratische Hilfe: MHO mit neuem Patientenfürsprecher

(eb/pr) Osnabrück, 18. Juli 2018 / An vielen Krankenhäusern stehen so genannte Patientenfürsprecher zur Verfügung - als unabhängige und meist ehrenamtlich tätige Ansprechpartner für Patienten. So auch am Marienhospital Osnabrück (MHO): Dort wurde jetzt Heinz Ostermann (66) zum Patientenfürsprecher ernannt. "Ich freue mich, diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern wahrzu...

Gesundheit

''Zahncreme auf Spaghetti'': Fachtagung zum Umgang mit Demenz

Alltagsnahe Tipps: Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt, Sophie Rosentreter, Ralf Oberle, Martina Feulner (v.l.) sowie weitere Referenten gaben bei der Fachkonferenz Impulse, wie sich der Alltag Demenzerkrankter möglichst lange aktiv gestalten lässt. © für Abbildung: PR; Quelle: HS OS(pr/eb) Osnabrück, 30. Oktober 2017 / In Deutschland leben aktuell 1,6 Millionen Menschen mit Demenz - Tendenz steigend. Damit wird auch der Bedarf an fachlicher Unterstützung bei der Pflege und im Haushalt immer größer. Bei der Konferenz "Zahncreme auf Spaghetti" bekamen Fachkräfte aus der Pflege, Betreuung und Versorgung von Menschen mit Demenz jetzt Tipps aus der Hauswirtschaft für den Umgang mit Betroffenen. Mitinitiiert wurde die Tagung von der Hochschule Osnabrück.

"Wir müssen beim Thema Demenz stärker interdisziplinär denken, denn nicht nur der Bereich Pflege kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten, sondern eben auch die Hauswirtschaft", erklärte Tagungsleiterin Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt, Haushaltswissenschaftlerin von der Hochschule Osnabrück. "Gerade in der Hauswirtschaft befassen wir uns mit sehr alltagsnahen Situationen, die auch Demenzerkrankte betreffen. Angefangen beim Essen über das Spülen von Geschirr bis hin zur Gestaltung von Räumen".
 
So könne die Hauswirtschaft dazu beitragen, Demenzerkrankte aktiv in feste Strukturen einzubinden, etwa in den alltäglichen Haushalt. Das erfordere aber viel Geduld. "Da passiert es dann schon mal, dass das noch schmutzige Geschirr aus der Spülmaschine direkt in den Schrank geräumt wird", so Leicht-Eckardt: "Dann holt man es eben still und heimlich wieder heraus".

Diese Ansicht teilte auch Martina Feulner, Expertin für das Thema Alltagsbegleitung von Menschen mit Demenz und Referentin der Tagung. "Man sollte beim Umgang mit Demenzpatienten auch beachten, dass niemand gleich tickt. Mit jedem muss man also anders umgehen". Während es für den einen hilfreich sei, wenn man ihm immer wieder Tipps gibt, brauche ein anderer vielleicht Ruhe, um seine Aufgaben zu schaffen. "Dann darf man die Person ruhig auch mal alleine im Raum lassen", so Feulner.
 
Die Referenten gaben weitere Impulse, wie sich der Alltag Demenzerkrankter sowohl im privaten häuslichen Umfeld, aber auch in stationären Einrichtungen noch möglichst lange aktiv gestalten lässt. Elisabeth Knirim, Familien- und Sozialberaterin in der Diakoniestation Eschborn-Schwalbach, stellte als Best-Practice-Beispiel das Projekt "Hanah*S Dienste“ (kurz für "haushaltsnahe und soziale Dienste") vor. Das Projekt richtet sich an demenzerkrankte Seniorinnen, die in ihren eigenen vier Wänden betreut werden, solange es eben noch geht.

Die Hauswirtschafts- und Pflegefachkräfte orientieren sich dabei an den Bedürfnissen und Wünschen der Seniorinnen. "Da sind nicht nur für Fachkräfte wertvolle Anregungen dabei, sondern auch für uns Angehörige von Demenzerkrankten", erklärte Sophie Rosentreter, ehemalige Moderatorin des Musiksenders MTV und heute engagiert in der Demenzarbeit. "Denn wir Angehörigen tendieren dazu, den Erkrankten zu viel abzunehmen, anstatt sie selbst zu befähigen".

Hochschule Osnabrück
 

 

 


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