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Aufklärung und Informationen: Aktionstag gegen den Krebs war ein voller Erfolg

(pr/eb) Osnabrück, 22. November 2017 / Ein ganzes "Orchester" von medizinischen Therapieverfahren und unterstützenden Angeboten wurde jetzt beim Aktionstag "Gemeinsam gegen den Krebs" vorgestellt. Der Informationstag, zu dem das Integrierte Krebszentrum des Klinikums Osnabrück eingeladen hatte, fand erneut in der Akademie des Klinikums Osnabrück an der Möserstraße statt. Zahlreiche Selbs...

Gesundheit

Gegen den Trend: In Osnabrück kommen weniger Frühchen zur Welt

Entgegen dem Bundestrend ist in Osnabrück die Zahl der anfälligen und behandlungsbedürftigen Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm rückläufig. © für Abbildung: PR: Quelle: CKO(pr/eb) Osnabrück, 14. November 2017 / In Osnabrück steigen die Geburtenzahlen seit einigen Jahren deutlich an, wobei der Anteil zu früh geborener Kinder (mehr als drei Wochen vor dem normalen Geburtstermin) seit Jahren konstant bei etwa zehn Prozent bleibt. "Wir rechnen in unserer Region mit etwa 500 Frühgeborenen pro Jahr", erläuterte Prof. Dr. Norbert Albers, Chefarzt am Christlichen Kinderhospital Osnabrück (CKO). Allerdings ist zugleich die Zahl der besonders anfälligen und behandlungsbedürftigen Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm rückläufig.

Die Zahl sank von früher etwa 70 auf jetzt rund 60 Frühchen pro Jahr. Damit setzt die Friedensstadt ein Zeichen: Sowohl in Niedersachsen als auch bundesweit ist auch diese Zahl konstant. Warum Osnabrück eine bundesweite Ausnahme ist, lässt sich laut Oberarzt Dr. Volkmar Kunde, Leiter interdisziplinäre Intensivstation im CKO, nicht eindeutig erklären. Ein wichtiger Faktor sei sicher die hervorragende Geburtshilfe, denn die habe zum Ziel, das Kind möglichst lange in seiner natürlichen Umgebung im Mutterleib zu belassen.
 
"Kinder sind unsere Zukunft und dies gilt besonders für Neugeborene", betonte Prof. Albers: "Um so belastender ist es für die Familien, wenn Kinder sehr krank oder zu früh geboren werden. Die Familie, die sich so auf ihr Kind (und ihre Zukunft) gefreut hat, muss um das Kind bangen". Glücklicherweise seien die Kinderkliniken mit ihren neonatologischen Stationen inzwischen in der Lage, auch schwerstkranke Kinder zu behandeln und ihnen meist nicht nur ein Überleben, sondern später ein gutes, gesundes Leben zu ermöglichen.
 
In Osnabrück bietet das CKO 35 Intensivbetten auf höchstem Niveau (sogenanntes Level 1), so dass alle Neu- und Frühgeborenen der gesamten Region optimal versorgt werden können - jeweils in enger Kooperation mit den beiden Geburtskliniken im Klinikum sowie im Marienhospital Osnabrück. "Weltweit hat die Neugeborenenmedizin starke Fortschritte gemacht, und trotzdem brauchen diese kleinsten und teils sehr kranken Erdenbürger eine Lobby", so Prof. Albers.
 
Oberarzt Dr. Jürgen Nawracala, Leiter der Intensivstation am Klinikum, betonte, "dass das Christliche Kinderhospital mit großem Personalaufwand im ärztlichen und pflegerischen Bereich neben der Behandlung der Frühgeborenen auch zur Aufgabe hat, den komplexen Bedürfnissen der Eltern gerecht zu werden und diese auf ihre wichtige Aufgabe in der Betreuung und Förderung der Kinder nach der Krankenhausentlassung  vorzubereiten". Frühgeborene sollten eine ebenso starke Lobby haben wie beispielsweise herzerkranke oder krebskranke Kinder. Dr. Nawracala und Dr. Kunde dankten in diesem Zusammenhang dem CKO-Förderverein "Gecko", der schon viel zur Unterstützung gerade der Eltern beigesteuert habe.
 
Die Unterstützung der Familien ist neben der hochkompetenten und spezialisierten Pflege auch ein besonderes Anliegen der Pflegekräfte, erläuterten die pflegerischen Stationsleitungen Anke Wieligmann und Heike Majewski. Sie sei ebenso wichtig wie die medizinische Betreuung in den ersten Tagen nach der Geburt und die weitere Förderung im Kindergarten- und Schulalter.
 
CKO   

Förderverein Gecko     
 

 


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