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Winfried Hardinghaus bleibt Chef des Hospiz- und Palliativverbands
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Winfried Hardinghaus bleibt Chef des Hospiz- und Palliativverbands

(pr/eb) Osnabrück, 12. Dezember 2017 / Seine Qualitäten sind nicht nur rund um Osnabrück gefragt: Prof. Dr. Winfried Hardinghaus (66), Ärztlicher Leiter der Palliativstation am Marienhospital Osnabrück (MHO), ist erneut zum Vorsitzenden des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) gewählt worden. Seine neue Amtszeit beträgt drei Jahre. Dies ist aber nicht sein einziger Job: Seit 20...

Gesundheit

Öffentlicher Vortrag über Friedensdorf und Freibettenfonds

Fröhliche Gesichter im Franziskus-Hospital Harderberg bei den Freibettenfondskindern Albino und Adison. © für Abbildung: PR; Quelle: NSK; Aufnahme: Daniel Meier(eb/pr) Georgsmarienhütte, 7. Dezember 2017 / In verschiedenen Krankenhäusern der Region werden regelmäßig Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten behandelt, deren Erkrankungen in ihrer Heimat nicht oder nicht ausreichend behandelt werden können. So auch im Franziskus-Hospital Harderberg (FHH). Die Kinder, die dort behandelt werden, kommen über den Kooperationspartner Friedensdorf International. Am Dienstag, 12. Dezember (16 Uhr), wird Maria Tinnefeld im Panoramasaal des Franziskus-Hospitals, Alte Rothenfelder Straße 23, über die Arbeit des Friedensdorfs berichten.

Allein in diesem Jahr sind im FHH so viele Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten behandelt worden wie in kaum einem anderen deutschen Krankenhaus. In diesem Jahr seien es bis zu 25 Behandlungen bei mehr als zehn Kindern gewesen, freute sich Maria Tinnefeld und bedankte sich für die Unterstützung durch Oberarzt Dr. Jürgen Apel und sein Team. Das Friedensdorf und das Pflegepersonal freuen sich über ehrenamtliche Unterstützung bei der Betreung der Kinder, Interessenten können sich im Gespräch mit Frau Tinnefeld einen ersten Einblick verschaffen.
 
Zwei Kinder, die in diesem Jahr im FHH behandelt wurden, sind die beiden neunjährigen Albino und Adison aus Angola. Bei ihnen war eine angeborene Fußfehlstellung ("Klumpfuß") an beiden Füßen korrigiert worden. "Der Klumpfuß wird bei uns heutzutage schon im Säuglingsalter durch eine Gipsbehandlung und anschließende Achillessehnenverlängerung behandelt. Man sieht ihn daher bei uns kaum noch in voller Ausprägung", berichtete Dr. Apel.

In vielen Ländern Afrikas gebe es diese frühe Behandlung der Kinder nicht. Der Klumpfuß führe dementsprechend zu enormen Belastungen für die Kinder. Albino und Adison seien mit Schuhen der Größe 45 im Friedensdorf angekommen und unter Schmerzen auf dem Fußrücken gegangen. Die Klumpfüße seien dann, wie in diesem Alter nicht mehr anders möglich, durch eine sehr aufwendige Operation im Franziskus-Hospital korrigiert worden.

Jährlich werden laut "Global Clubfoot Initiative" weltweit 150.000 bis 200.000 Babys mit einem oder sogar zwei Klumpfüßen geboren. Etwa 80 Prozent der Kinder leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Jungen sind dabei doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. Unter einem "Klumpfuß" versteht man die Kombination von Hohl-, Sichel- und Spitzfuß. Zudem ist die Ferse zur Körpermitte hin gedreht. Wird diese Fehlstellung nicht behandelt, laufen diese Kinder bald auf der Fußoberseite – oder können gar nicht mehr laufen und sind in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt.

Seit 50 Jahren hilft das Friedensdorf International Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten unter anderem im Rahmen der medizinischen Einzelfallhilfe. Rund 250 bis 300 Kinder aus aktuell acht Ländern halten sich ständig durch das Friedensdorf vermittelt in Deutschland auf und kehren nach abgeschlossener Behandlung in bundesweiten Krankenhäusern weitestgehend genesen zu ihren Familien zurück.

Ermöglicht wurde die Behandlung durch die Unterstützung des Fördervereins für Freibetten am FHH. Dieser wurde 1996 gegründet mit dem Ziel, bedürftigen Personen durch stationäre oder ambulante Krankenhausbehandlung zu helfen. Der Verein verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Interessen und benötigt Spenden, um auch weiterhin Menschen helfen zu können.

Bisher wurde vor allem Kindern aus Krisengebieten, aus Entwicklungsländern oder auch Müttern in Not geholfen, wenn in ihrem jeweiligen Heimatland keine Aussicht auf eine erfolgreiche Behandlung bestand. Behandelt wurden beispielsweise schwere Gelenkvereiterungen, Amputationen nach Minenverletzungen, Granatsplitterverletzungen oder Fehlbildungen an den Beinen. Der Förderverein übernimmt sämtliche anfallenden Kosten von der stationären Behandlung im Krankenhaus über die OP bis zur Nachsorge. Wenn die Kinder keine medizinische Unterstützung mehr benötigen, reisen sie zurück in ihre Heimat.

Wer den Freibettenfonds, den es beispielsweise auch am Kinderhospital gibt, unterstützen möchte, kann entweder Mitglied des Fördervereins werden (Mitgliedsbeitrag beträgt 10 Euro), einmalig oder per Dauerüberweisung spenden. Bei der Sparkasse Osnabrück (IBAN: DE 44 2655 0105 0000 245 100) wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

Friedensdorf International

Förderverein für Freibetten am FHH

FHH
 


 

 

 


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