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Zum 67. Mal: Steckenpferdreiten über die Rathaustreppe
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Im Sauseschritt: Oberbürgermeister empfängt Karnevalisten
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Fahrrad-Abstellanlagen werden geräumt
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Start frei: Poco eröffnet an der Hannoverschen Straße
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Schwimmen wird teurer: Ab 1. Oktober neue Bädertarife in Osnabrück

(eb/pr) Osnabrück, 4. September 2018 / Zum 1. Oktober heben die Stadtwerke Osnabrück die Basistarife im Nettebad, Moskaubad und Schinkelbad an. Grund für die Preiserhöhung sind nach Angaben des Versorgungsbetriebs insbesondere die stetig steigenden Personal- sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten. Die Stadtwerke hatten die Bädertarife letztmalig vor zwei Jahren angehoben.

Gesundheit

Engagier: Edeka-Azubis unterstützen Spes Viva

Auszubildende des E-Centers Melle-Gerden waren wieder für die Palliativstation des CKM im Einsatz. Verwaltungsdirektor Christian Schedding (l.) und Chefarzt Dr. Klaus Peter Spies (5.v.l.) besuchten sie am Stand. © für Abbildung: PR; Quelle: NSK; Aufnahme: Daniel Meier(eb/pr) Melle, 6. Februar 2018 / Erneuter warmer Regen für die Spes Viva-Palliativstation am Christlichen Klinikum Melle (CKM): Die Auszubildenden des E-Centers Melle-Gerden haben bereits zum zehnten Mal Geld gesammelt und übergaben die stolze Summe von 1.000 Euro jetzt an die Krankenhausleitung. Bestimmt ist die Summe wieder für die Spes Viva-Palliativstation. Bis jetzt haben die sozial engagierten Azubis in den zehn Jahren schon rund 10.000 Euro für die Palliativstation eingeworben, indem die Lehrlinge mit verschiedenen Aktionen in Melle um Spenden für die gute Sache baten.

Den Scheck über das diesjährige Ergebnis übergaben die Jugendlichen jetzt an Chefarzt Dr. Klaus Peter Spies sowie Verwaltungsdirektor Christian Schedding. Die beiden hatten die Lehrlinge auch an ihrem Arbeitsplatz besucht, als diese im Eingangsbereich das Spendenrad zu Gunsten der Palliativstation drehten und an einem Stand über diese wichtige Einrichtung informierten, die seit letztem Jahr erweitert wird. Im Eingangsbereich des E-Centers hatten die jungen Menschen eigenständig einen Sonderverkaufsstand mit Fischprodukten organisiert. Die Aktion sei wie auch in den Vorjahren sehr gut bei den Marktbesuchern angekommen, bestätigte Marktleiterin Marina Walkenhorst.   

Die Finanzierung des Umbaus erfolge ausschließlich durch Spendengelder und sei mittlerweile zu einem Meller Projekt geworden, wie Schedding berichtete: Insgesamt seien bisher über 260.000 Euro an Spendengeldern zusammen gekommen. Er kündigte an, dass die Erweiterung der Palliativstation im Frühjahr ihrer Bestimmung übergeben werden soll. Neben bedarfsgerechten und ansprechenden Patientenzimmern werden ein Aufenthaltsraum sowie ein Balkon gebaut. Darüber hinaus wird die Palliativstation in einen ruhigeren Bereich verlagert.

Durch die zusätzliche Einrichtung eines 40 Quadratmeter großen Multifunktionsraums soll die Möglichkeit gegeben werden, mit Angehörigen zu feiern. Der neue Bereich bekommt ein helles freundliches Gesicht mit frischen Bodenbelägen in Holzoptik und optimaler Beleuchtung. "Wir möchten, dass die Patienten sich wohlfühlen", erläuterte Verwaltungsdirektor Christian Schedding.

Dazu solle auch der 16 Quadratmeter große begrünte Balkon beitragen. Er bekomme noch eine Beschattungsanlage, um auch bei greller Sonne genutzt werden zu können. Das Konzept der Erweiterung wurde von Pflegekräften entwickelt und mit dem Architekten Stephan Leiwe abgestimmt. Gemeinsam wurde im Team auch ein ansprechendes Farbkonzept entworfen. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen mehr als 200 000 Euro, davon stammen allein 50.000 Euro vom Spes-Viva-Förderverein.

Dr. Spies dankte den fleißigen Spendensammlern und erläuterte, dass auch die Palliativarbeit selbst ohne Spenden nur schwer möglich sei. Die Palliativeinheit arbeitet nach dem Konzept von Spes Viva und nimmt Menschen mit begrenzter Lebenserwartung auf. Ziel ist es, Symptome zu lindern und die Lebenszeit möglichst lebenswert zu gestalten. Im CKM-Palliativbereich werden regelmäßig zwei bis fünf Patienten stationär versorgt, im ambulanten Bereich bis zu 40 Patienten pro Woche.

Der Verein Spes Viva, der in der gesamten Region mittlerweile so etwas wie ein Markenzeichen für fachlich qualifizierte und gleichzeitig würdevolle Palliativarbeit ist, wurde von Prof. Dr. Winfried Hardinghaus ursprünglich in Ostercappeln initiiert. Spes Viva betreut und begleitet schwer erkrankte Menschen und ihre Angehörigen unabhängig von Herkunft, Religionszugehörigkeit und Alter. Ganzheitliche Pflege, menschliche Zuwendung und moderne Medizin sollen den Patienten in der letzten Phase ihres Lebens den Abschied erträglich machen. Spes Viva ist neben Spenden auch auf das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter angewiesen.

Für die Hospiz- und Palliativarbeit ist neben der fachlichen Kompetenz eine besondere menschliche sowie auch weltanschauliche Basis wichtig. Nach der Behandlung durch ein multiprofessionelles Team aus Medizin, Pflege, Physiotherapie, Sozialdienst, Psychologie und Seelsorge ist das Ziel die Entlassung des Patienten – entweder zumindest vorübergehend nach Hause, zum Heimplatz oder aber in das kooperierende Osnabrücker Hospiz. Zusätzlich werden Kranke und ihre Angehörigen zu Hause unterstützt. Für weitere Spenden ist ein Konto bei der Kreissparkasse Melle, IBAN DE47 2655 2286 0161 1394 56, eingerichtet.

Spes Viva im CKM

Spes Viva-Förderverein

Spes Viva

E-Center Melle-Gerden
 

 


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