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Zum 67. Mal: Steckenpferdreiten über die Rathaustreppe
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Start frei: Poco eröffnet an der Hannoverschen Straße
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Schwimmen wird teurer: Ab 1. Oktober neue Bädertarife in Osnabrück

(eb/pr) Osnabrück, 4. September 2018 / Zum 1. Oktober heben die Stadtwerke Osnabrück die Basistarife im Nettebad, Moskaubad und Schinkelbad an. Grund für die Preiserhöhung sind nach Angaben des Versorgungsbetriebs insbesondere die stetig steigenden Personal- sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten. Die Stadtwerke hatten die Bädertarife letztmalig vor zwei Jahren angehoben.

Gesundheit

Hilfe nach Fehlgeburt: Viel Aufmerksamkeit für App aus Osnabrück

Das Herz auf dem Display und am rechten Fleck: Mit der App ''Not Alone'' will Tim Moesgen Frauen mit Fehlgeburten eine Plattform geben, damit sie sich vernetzen, austauschen und ermutigen können. © für Abbildung: PR; Quelle: HS OS(pr/eb) Osnabrück, 13. Juni 2018 / Jede fünfte Schwangerschaft in Deutschland endet mit einer Fehlgeburt, betroffene Frauen leiden häufig lange unter dem Verlust. In die Trauer mischt sich oft Einsamkeit. Die App "Not Alone" ("Nicht allein") will den Frauen dabei helfen, sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen, sich gegenseitig auszutauschen und zu ermutigen. Konzipiert wurde die Anwendung von dem Osnabrücker Hochschulstudenten Tim Moesgen während eines Praktikums an der Drexel University in Philadelphia. Jetzt hat er die Anwendung bei der bedeutendsten Konferenz für Mensch-Maschine-Interaktionen in Kanada vorgestellt.
 
"Es war immer mein Traum, nicht bloß schöne Dinge zu designen, sondern mit meiner Arbeit auch Menschen zu helfen, die es in der Gesellschaft nicht so leicht haben", berichtete Moesgen, der an der Hochschule Osnabrück im Bachelorstudiengang "Media and Interaction Design" studiert. Das Praktikum in den USA sei ein Glücksgriff gewesen: "Im Forschungslabor für 'Empathic Design and Technology' beschäftigen sich die Wissenschaftler unter anderem genau mit der Frage, wie sich die Probleme von sozial benachteiligten Gruppen mit Hilfe geeigneter Technologien lösen lassen", so Moesgen weiter. Dieser Ansatz habe ihm gefallen.
 
Die Ursprungsidee für die App kam von Nazanin Andalibi, Doktorandin an der US-Hochschule, die in ihrer Dissertation der Frage nachgeht, welche Art von Technologie für Frauen mit Fehlgeburten bei der Aufarbeitung hilfreich sein könnte. "Eine Umfrage zu Beginn hat gezeigt, dass gerade der Wunsch nach Austausch und Vernetzung mit anderen Betroffenen groß ist", so Moesgen. Da das eigene soziale Umfeld mit dem Thema in der Regel überfordert sei, gebe es für die Frauen im Alltag kaum Gelegenheiten, um über den Verlust zu reden. "Und so war die Idee eines eigenen sozialen Netzwerks in Form einer App geboren".
 
Mit der Doktorandin hat Moesgen die Plattform geplant, für die konkrete Umsetzung war er schließlich allein zuständig. Betreut wurde er durch Prof. Dr. Gabriela Marcu, Leiterin des Forschungslabors für "Empathic Design and Technology". "Uns war zwar klar, was die App können sollte. Nämlich Vernetzung und Austausch bieten, sowohl durch persönliche Nachrichten als auch über öffentliche Beiträge". Doch von der Theorie bis zum Prototypen war es noch ein weiter Weg. Insgesamt fünf Monate war Moesgen damit beschäftigt, die App nicht nur funktional, sondern auch nutzerfreundlich zu gestalten: angefangen beim logischen Grundaufbau der Inhalte über die optische Gestaltung bis hin zum Austesten verschiedener Nutzungsszenarien. Über die eigentliche App hinaus bietet "Not Alone" sogar die Möglichkeit, sich bei Facebook, Twitter und Co mit anderen betroffenen Frauen zu vernetzen.
 
Begeistert von der App-Idee und der grundlegenden Forschungsarbeit wurden Moesgen und seine amerikanische Kollegin im April zur bedeutendsten wissenschaftlichen Konferenz für Mensch-Maschine-Interaktionen, der "Computer-Human Interaction Conference" nach Montreal in Kanada eingeladen. Für den Osnabrücker ein einmaliges Erlebnis: "Ich hätte mir nie träumen lassen, einmal bei so einem renommierten Event ein eigenes Projekt vorstellen zu dürfen".
 
Wie es nun mit der App weitergeht, sei noch nicht ganz klar. "Es kann durchaus sein, dass 'Not Alone' in der jetzigen Form gar nicht an den Start gehen wird. Dazu müssten erst noch weitere Tests durchgeführt werden". In erster Linie haben er und seine Kollegin wissenschaftliche Pionierarbeit leisten wollen. "Mit dem veröffentlichten Paper stellen wir ja allen Interessierten unser Wissen zu dem Thema samt dem ausgearbeiteten Designangebot zur Verfügung. Ich würde mich freuen, wenn andere an die Idee anknüpfen würden", meinte Moesgen abschließend.

Beschreibung der App ''Not Alone''

Hochschule Osnabrück

 
 

 

 


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