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Heimat shoppen erfolgreich: Kampagne geht weiter – regionalen Handel stärken
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55.000 Geräte werden angepasst: Erdgasumstellung geht in die heiße Phase
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Schwimmen wird teurer: Ab 1. Oktober neue Bädertarife in Osnabrück

(eb/pr) Osnabrück, 4. September 2018 / Zum 1. Oktober heben die Stadtwerke Osnabrück die Basistarife im Nettebad, Moskaubad und Schinkelbad an. Grund für die Preiserhöhung sind nach Angaben des Versorgungsbetriebs insbesondere die stetig steigenden Personal- sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten. Die Stadtwerke hatten die Bädertarife letztmalig vor zwei Jahren angehoben.

Gesundheit

Herzenssache Schlaganfall: Aufklärungsaktion auf dem Finkenhügel

Neurologe Dr. Lars Krause (2.v.l.) und Internist Dr. Martin Freudenberg (3.v.l.) klärten im Infobus auf dem Finkenhügel über Schlaganfälle und Diabetes-Erkrankungen auf. Interessierte konnten ihren Blutdruck und die Blutzuckerwerte messen lassen. © für Abbildung: PR; Quelle: Klinikum OS(pr/eb) Osnabrück, 22. Juni 2018 /  Viele wertvolle Informationen über Schlaganfälle und Diabetes-Erkrankungen wurden jetzt vom Neurologen Dr. Lars Krause sowie vom Internisten Dr. Martin Freudenberg bei einer Aufklärungsaktion am Klinikum Osnabrück vermittelt. Die beiden Mediziner, die am Klinikum Osnabrück arbeiten, wiesen in einem Infobus der Kampagne "Herzenssache Schlaganfall", der einen Tag lang auf dem Vorplatz Krankenhauses auf dem Finkenhügel Station machte, auf Risikofaktoren für Schlaganfällen und Diabetes-Erkrankungen auf.

Außerdem wiesen sie auf Möglichkeiten zum Vorbeugen und für eine Behandlung hin. Passanten konnten in dem Infobus ihren Blutdruck messen und die Blutzuckerwerte bestimmen lassen, um anschließend im persönlichen Gespräch von den Ärzten über Erkrankungsgefahren aufgeklärt zu werden. Die Aufklärungsaktion mit dem auffällig bemalten Infofahrzeug, diesmal ein amerikanisches Schulbusmodell, die jährlich von Ärzten des Klinikums in Osnabrück durchgeführt wird, fand erstmals auf dem Krankenhaus-Vorplatz auf dem Finkenhügel statt.

"Wir sind mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen, die sehr aufgeschlossen und vielfach wirklich sehr interessiert reagiert haben. Mein Eindruck ist, dass die Resonanz genauso gut wie auf dem Theatervorplatz war, für den wir dieses Jahr keinen passenden Termin mit dem Bus gefunden haben", freute sich Dr. Lars Krause, der als Oberarzt in der  Schlaganfallspezialstation ("Stroke Unit") des Klinikums Osnabrück arbeitet.

Bei Schlaganfällen kommt es darauf an, dass sie richtig erkannt und die Betroffenen schnell von Spezialisten behandelt werden. Zeit ist der entscheidende Faktor: Setzt die Behandlung innerhalb von viereinhalb Stunden nach Auftreten der ersten Symptome ein, stehen die Chancen gut, dass die Betroffenen keine bleibenden Schäden davontragen. Zu den typischen Symptomen von Schlaganfällen gehören nach Angaben von Krause Lähmungen, besonders wenn sie auf einer Körperhälfte auftreten, Gefühls- und Sprachstörungen sowie Schwindel.

"Wenn solche Symptome auftreten, muss schnell der Notarzt gerufen werden und es ist wichtig, dass die Betroffenen in ein Krankenhaus gebracht werden, in dem eine Schlaganfall-Station vorhanden ist", machte Krause deutlich. Neben dem richtigen Erkennen eines Schlaganfalls habe es bei der Aktion aber auch im Vordergrund gestanden, auf Risikofaktoren und Möglichkeiten zur Prävention hinzuweisen. Wie Krause erklärte, steigern gerade Bluthochdruck und ein erhöhter Blutzuckerspiegel das Risiko für einen Schlaganfall.

Diabetiker sind sogar gleich einem mehrfach höheren Risiko ausgesetzt. "Diabetes-Erkrankungen bleiben vielfach lange unerkannt, weil sich der Ausbruch häufig schleichend ankündigt. Und es kommt gar nicht selten vor, dass es erst bei einem Schlaganfall auffällig wird, dass bei den Patienten eine solche Erkrankung vorliegt", sagte Dr. Martin Freudenberg.

Krause machte deutlich, dass sich das Schlaganfallrisiko entscheidend durch den Lebensstil beeinflussen lässt: "Nicht zu rauchen gehört dabei ebenso wie regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung zu den Möglichkeiten, die jeder selbst in der Hand hat. Und es sollte auch mit dem Hausarzt darüber gesprochen werden", so Krause.

Auch Diabetes-Erkrankungen stehen vielfach in einem Zusammenhang mit einer falschen Ernährung und zu wenig Bewegung. "Ab dem 45. Lebensjahr sollten regelmäßig Herz-Kreislauf-Vorsorgeuntersuchungen gemacht werden und auch jüngere Menschen mit einem Diabetesrisiko durch Übergewicht oder Diabeteserkrankungen bei Familienangehörigen sollten in mindestens dreijährigen Abständen ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren lassen. Wichtig ist es, Übergewicht und Bewegungsmangel zu vermeiden", betonte Freudenberg.

Die Busse der Kampagne "Herzenssache Schlaganfall" touren bereits seit sechs Jahren durch Deutschland. Ziel der Kampagne ist es, auf Ursachen, Risikofaktoren sowie Vorsorgemöglichkeiten hinzuweisen und somit dazu beizutragen, die Anzahl der Schlaganfälle zu senken. In Deutschland erleiden nach den Infos zu der Kampagne jedes Jahr rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Durch gezielte Vorsorgemaßnahmen und einer gesunden Lebensweise könnte sich ein großer Anteil verhindern lassen.

Klinikum OS

 

 


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