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55.000 Geräte werden angepasst: Erdgasumstellung geht in die heiße Phase
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Schwimmen wird teurer: Ab 1. Oktober neue Bädertarife in Osnabrück

(eb/pr) Osnabrück, 4. September 2018 / Zum 1. Oktober heben die Stadtwerke Osnabrück die Basistarife im Nettebad, Moskaubad und Schinkelbad an. Grund für die Preiserhöhung sind nach Angaben des Versorgungsbetriebs insbesondere die stetig steigenden Personal- sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten. Die Stadtwerke hatten die Bädertarife letztmalig vor zwei Jahren angehoben.

Gesundheit

59-Jährige aus GMHütte sucht Stammzellspender

Christiane aus GMHütte hat Blutkrebs. Ihre einzige Chance auf Leben ist ein ''genetischer Zwilling'', der ihr Stammzellen spendet. © für Abbildung: PR; Quelle: DKMS(eb/pr) GMHütte, 26. Juni 2018 / Die 59-jährige Christiane aus Georgsmarienhütte hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist ihre einzige Überlebenschance. Bislang war die weltweite Suche nach einem passenden Spender erfolglos. Deswegen wurde für sie eine Typisierungsaktion in der Grundschule Sutthausen organisiert; dort konnten sich alle Interessierten zwischen 17 und 55 Jahren als potentielle Stammzellspender bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen.

Auch Geldspenden werden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Im Moment erholt sich Christiane von der zweiten Chemotherapie. Wenn es gut läuft, darf sie demnächst nach zwei Monaten in der Klinik sogar für ein paar Tage nach Hause. Doch schon jetzt ist klar, dass sie nur geheilt werden kann, wenn ein passender Stammzellspender gefunden wird.

"Aus unserem Umfeld kam zunächst viel Mitgefühl für die plötzliche Erkrankung. Viele waren auch sehr geschockt, da meine Mutter immer sehr aktiv und viel unterwegs war und nie Anzeichen gezeigt hat, dass sie ernsthaft krank sein könnte", berichtete ihre Tochter Lisa. "Wir bekommen sehr viel Zuspruch von Familie, Freunden sowie den Kollegen, die jederzeit für uns und unsere Mutter da sind und uns und sie unterstützen, wo sie nur können".

Christiane, die von ihren Freunden und Kollegen der Grundschule Sutthausen als lebensfroh und hilfsbereit beschrieben wird, hofft nun, ihren "genetischen Zwilling" zu finden. Aber nicht nur für sich selbst, denn es könnten ja auch Spender für andere Erkrankte dabei zu Tage treten. Denn Blutkrebs ist eine Krankheit, die jeden völlig unerwartet treffen kann.

"Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden", berichtete Martina Lade, Schulleiterin der Grundschule Sutthausen und langjährige Kollegin von Christiane. Wer keine Gelegenheit hatte, an der Typisierungsaktion in Sutthausen teilzunehmen, kann sich bei der DKMS via Internet auch ein Testset bestellen.

Nach wenigen Tagen kommt ein Paket mit der Post. Einfach mit den beiliegenden Wattestäbchen einen Wangenabstrich machen und alles wieder zurück an die DKMS senden. Knochenmarkspender müssen zwischen 18 und 55 Jahre alt und bei guter Gesundheit sein. Sie sollten mindestens 50 Kilogramm schwer sein und kein starkes Übergewicht haben. Alle, die sich schon an einer anderen Typisierungsaktion der DKMS beteiligt haben, müssen sich kein zweites Mal registrieren zu lassen.

Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung. Wer die Arbeit der DKMS finanziell unterstützen möchte, kann auf das Konto der DKMS (IBAN: DE57265501051551251489, BIC:NOLADE22XXX) eine Spende in beliebiger Höhe überweisen.

Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Ob Kind oder Erwachsener – keiner ist vor dieser Krankheit sicher. Aber fast jeder kann dazu beitragen, sie zu besiegen. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale von Patient und Spender nahezu hundertprozentig übereinstimmen. In der Datenbank der DKMS sind inzwischen über sechs Millionen Spender aus Deutschland registriert. Damit kann rund 80 Prozent der Erkrankten geholfen werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass jeder Fünfte vergeblich auf eine Stammzelltransplantation wartet. Dementsprechend freut sich die DKMS über jeden neuen Spender, der vielleicht einmal seinem genetischen Zwilling eine Chance auf Leben ermöglichen kann.

Die DKMS ist eine international tätige gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Sie wurde vor 27 Jahren in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet, dessen Ehefrau an den Folgen einer Leukämieerkrankung verstarb. Heute ist die DKMS-Familie außer in Deutschland auch in den USA, Polen, UK und in Chile aktiv. Gemeinsam haben sie über 8 Millionen  Lebensspender registriert und die DKMS zu einer weltweit bedeutenden Organisation im Kampf gegen Blutkrebs gemacht. Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich täglich dafür ein, jedem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Grundschule Sutthausen

 

 


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