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Retter reagieren auf Anschlagsgefahr: Traumanetzwerk tagte in Osnabrück
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Lichterfest wie in Schweden: Uni feiert und bietet Workshop

(pr/eb) Osnabrück, 17. November 2017 / Am Freitag, 1. Dezember, findet um 19 Uhr im Schloss der Universität Osnabrück eine Feier zum Luciafest, dem schwedischen Lichterfest, statt. Dort werden traditionelle schwedische Lieder gesungen und ein Lucia-Umzug veranstaltet. Hierzu ist jeder willkommen. Damit möglichst viele bei den Liedern mitsingen können, gibt es zur Vorbereitung einen Works...

Beruf & Bildung

Renommierte Wehrmachtausstellung in der Uni-Bibliothek

Die Uni Osnabrück zeigt eine Wanderausstellung über die Stellung, bedeutung und Aufgaben der Wehrmacht während der NS-Zeit. © für Abbildung: PR; Quelle: Uni OS; Aufnahme: Manfred Pollert (pr/eb) Osnabrück, 1. November 2017 / Noch bis 9. Dezember ist in der Bereichsbibliothek Naturwissenschaften / Mathematik der Universitätsbibliothek Osnabrück auf dem Campus am Westerberg die Wanderausstellung "Was damals Recht war ... - Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht" zu sehen. Die Ausstellung will ein umfassendes Bild des Justizapparates der Wehrmacht als einer der zentralen Säulen der Machtsicherung des NS-Staates vermitteln und einen Beitrag zur Dekonstruktion des Mythos von der "sauberen" Wehrmacht leisten.

Fallgeschichten dokumentieren die Schicksale von Opfern – und ihre Widerständigkeit – ebenso wie das Handeln der Täter; Einblicke in die Entwicklung der (Un)Rechtsnormen des NS-Staates verdeutlichen, wie Terror institutionalisiert werden kann. Ausblicke auf die Rehabilitierung der Verurteilten nach 1945 verweisen auf die schwierigen Anfänge einer kritischen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in Ost- und Westdeutschland. Die dabei auf hohem wissenschaftlichen Niveau aufgezeigten Zusammenhänge widersprechen jedem Wiederaufkeimen des Versuchs, die Wehrmacht des "Dritten Reiches" zu glorifizieren.

Die Ausstellung steht Studierenden und anderen Universitätsangehörigen ebenso wie allen Interessierten offen. Ein umfangreiches Rahmenprogramm bietet die Gelegenheit, mehr zu erfahren und ins Gespräch zu kommen. Dazu gehören beispielsweise auch Verflechtungen zwischen Ausstellung und Stadtgeschichte: "Das neue Bibliotheksgebäude steht auf ehemaligem Kasernengelände, das heute von Universität und Hochschule genutzt wird", berichtete Prof. Dr. Christoph Rass vom Historischen Seminar, "die Ausstellung ruft uns das in Erinnerung und trägt vielleicht dazu bei, mit diesem Aspekt unserer Stadtgeschichte etwas bewusster umzugehen".

Dazu ermutigen auch die von der VHS Osnabrück organisierten Begleitveranstaltungen und eine von Studierenden des Historischen Seminars in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Esterwegen erarbeitete Zusatzausstellung in der Bibliothek Alte Münze, die Fallgeschichten mit regionalem Bezug dokumentiert. Ihre Arbeit wollen die Studierenden in den kommenden Monaten gemeinsam mit Schülern des Osnabrücker Graf-Stauffenberg-Gymnasiums fortsetzen. "Wir hoffen auf eine intensive und kritische Debatte zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und zwischen den Generationen", betonte Dr. Henning Buck, Geschäftsführer der Osnabrücker Friedensgespräche.  

Rahmenprogramm zur Wehrmachtsausstellung
 
Uni Osnabrück

 


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