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Berufe aus erster Hand: Talent trifft Ausbildung

(eb/pr) Osnabrück, 3. September 2018 / Ausbildungsberufe ganz praktisch zu erleben, selbst Hand anzulegen und mit Azubis über ihre Erfahrungen zu sprechen: Darum geht es bei der Veranstaltung „Talent trifft Ausbildung“, die am Donnerstag, 27. September, von 8 bis 19 Uhr in der Oberschule Hagen stattfindet. „Auch diesmal ist es uns ganz wichtig, die Eltern einzubeziehen, die nach wie vor ...

Beruf & Bildung

Vortrag: Nutztierhaltung aus Sicht eines Amtstierarztes

Vor dem Vortrag kann die DBU-Ausstellung ''Über-Lebensmittel'' besucht werden. Beispielsweise sind dort die unterschiedlichen Haltungsbedingungen von Hühnern dargestellt. © für Abbildung: PR; Quelle: DBU; Aufnahme: Hermann Pentermann(eb/pr) Osnabrück, 23. Januar 2018 / Am Donnerstag, 25. Januar (18.30 Uhr), erläutert Dr. Jörg Fritzemeier, Leiter des Veterinärdienstes für Stadt und Landkreis Osnabrück, in seinem Vortrag "Nutztierhaltung – Anspruch und Wirklichkeit: Rechtliche Anforderungen im Lichte der gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Perspektive des Amtstierarztes". Den Vortrag hält Fritzemeier in den Räumen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, vor dem Hintergrund der Ausstellung "Über-Lebensmittel". Vor dem Vortrag (17.45 Uhr) besteht die Möglichkeit, die Ausstellung während einer öffentlichen Führung zu erleben. Der Eintritt ist frei.

Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung hat sich nach DBU-Angaben in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Durch technische Fortschritte veränderten sich beispielsweise Betriebsgrößen und Haltungsformen. Die Landwirtschaft stehe dabei vor der Herausforderung, ihre ökonomischen Interessen, die Nahrungsmittelversorgung und die Bedürfnisse der Tiere in Einklang zu bringen. Zusätzlich rückten ethische Fragestellungen immer stärker in den Vordergrund.

Die heutige Haltung von Nutztieren wird im Hinblick auf die zunehmende Größe der Betriebe und die Haltung der Tiere als industrialisiert wahrgenommen. Praktiken wie das Kupieren der Schwänze und die Kastration von Ferkeln, die Enthornung von Kälbern und der Einsatz von Antibiotika werden mit dieser Art der Tierhaltung in Verbindung gebracht. Hinzu kommt, dass Schlagzeilen und Bilder von leidenden Tieren Verbraucher aufmerksam machen und Fragen aufwerfen. Dabei müssen Tierhalter laut Gesetz regelmäßig betriebliche Eigenkontrollen zum Tierschutz durchführen und diese bei einer Kontrolle dem Veterinäramt vorlegen. Die Mehrzahl der Tierhaltungen wird zusätzlich im Rahmen privatwirtschaftlicher Qualitätsstandards regelmäßig kontrolliert.

Das Tierschutzgesetz regle laut Fritzemeier ganz klar, dass ohne vernünftigen Grund niemand einem Tier erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen dürfe. Die Grundbedürfnisse der Tiere könnten wissenschaftlich gut beschrieben und daraus Anforderungen an die Nutztierhaltung abgeleitet werden. Daneben stehen die Ansprüche des Menschen an die Tiere, die – sofern ein vernünftiger Grund vorliegt – auch Einschränkungen für das Tier rechtfertigen. Beide Perspektiven fließen in die rechtlichen Mindestanforderungen an die Nutztierhaltung ein.

"Als Amtstierärzte haben wir das Wohl der Tiere im Blick und versuchen ihre Haltung zu verbessern, wo etwas im Argen liegt", so der Leiter der Veterinärbehörde. "Zusätzlich engagieren wir uns für die Weiterentwicklung der Mindestanforderungen zum Wohl der Tiere". Fritzemeier berichtet am Vortragsabend zum Thema Nutztierhaltung aus seiner Perspektive als Amtstierarzt. Dabei kommt auch zur Sprache, wie sich der gesellschaftliche Anspruch an die Nutztierhaltung fortlaufend verändert hat.

Vor dem Abendvortrag besteht um 17.45 Uhr die Möglichkeit, die DBU-Ausstellung "Über-Lebensmittel" im Rahmen einer öffentlichen Führung zu erleben. Die Ausstellung ist noch bis 9. Februar in der DBU zu sehen (montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr). Für Schüler werden zielgruppengerechte pädagogische Programme angeboten. Weitere Informationen zur Ausstellung, zum pädagogischen Programm und zu weiteren Vortragsveranstaltungen finden sich im Internet.

DBU-Ausstellung ''Über-Lebensmittel''

DBU

 

 


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