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Hansastraße: Bauarbeiten an Nordbaustelle früher fertig
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Weltkindertag und autofreier Sonntag
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Berufe aus erster Hand: Talent trifft Ausbildung

(eb/pr) Osnabrück, 3. September 2018 / Ausbildungsberufe ganz praktisch zu erleben, selbst Hand anzulegen und mit Azubis über ihre Erfahrungen zu sprechen: Darum geht es bei der Veranstaltung „Talent trifft Ausbildung“, die am Donnerstag, 27. September, von 8 bis 19 Uhr in der Oberschule Hagen stattfindet. „Auch diesmal ist es uns ganz wichtig, die Eltern einzubeziehen, die nach wie vor ...

Beruf & Bildung

OS-Kitaplanung: Ganztagsbetreuung soll ausgebaut werden

Sie stellten die 25. Fortschreibung des Kitaplans vor: Helmut Tolsdorf, Wolfgang Beckermann und Regina Rechtien (v.l.). © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OS; Aufnahme: Simon Vonstein(eb/pr) Osnabrück, 5. März 2018 / Die Osnabrücker Stadtverwaltung hat jetzt die neue  Kindertagesstättenplanung (Kita-Planung) vorgestellt. Darin wird die aktuelle Situation der Betreuungsangebote in Krippen, Kindergärten und Horten analysiert. Wie Stadtrat Wolfgang Beckermann deutlich machte, konnte Osnabrück in allen Bereichen die Versorgungsquote deutlich steigern. Gab es im Jahr 2016 insgesamt 7.063 Plätze in Krippen, Kindergartengruppen, Horten und für Kinder in Tagespflege, stieg diese Zahl zum Stichtag 1. Oktober 2017 auf 7.183 (plus 120).

Die Versorgungsquote der Kinder unter drei Jahren sank seit 2016 sogar von 57,24 Prozent leicht auf 56,4 Prozent gesunken. Dies wurde vor allem auf die Geburtenzunahme und die damit verbundene verstärkte Nachfrage nach Kita-Plätzen zurückgeführt. Laut Helmut Tolsdorf, Fachdienstleiter Kinder im Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien, soll eine 60-prozentige Versorgung erzielt werden. Diese Quote werde laut Tolsdorf in den kommenden Jahren durch den Ausbau eigener städtischer Einrichtungen und durch Erweiterungen an frei getragenen Kindertagesstätten mit Unterstützung der jeweiligen Träger übertroffen. So werden 14 weitere Krippen- und acht weitere Kindergartengruppen geschaffen.
 
Bei den Kindern im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt liegt die Versorgung nach Angaben Tolsdorfs sogar bei 98 Prozent. Die tägliche Betreuungszeit von Kindergartenkindern ist noch einmal leicht gestiegen: Lag diese im Jahr 2016 bei 7,48 Stunden lag, erreichte sie 2017 einen Wert von 7,62 Stunden. Der Anteil an Ganztagsplätzen hat sich zuletzt auf 77 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent) in Bezug auf die Gesamtzahl der Plätze erhöht. Gerade mit Blick auf die Mittagsverpflegung hatte diese Steigerung Auswirkungen.

"Die Kitas haben darauf reagiert, indem sie Küchen erweitert oder gar neue Küchen gebaut haben“, so Tolsdorf. Schließlich bieten mit Ausnahme des Waldkindergartens alle Einrichtungen eine Mittagsverpflegung an, wie Kitaplanerin Regina Rechtien hinzufügte.
 
Auch das Angebot für die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung steigt kontinuierlich. Zum Stichtag (1. Oktober 2017) standen 172 Plätze in 25 Einrichtungen zur Verfügung, darunter 16 Plätze für Kinder in Krippengruppen. Im Bereich der Ferienbetreuung spiegelt sich der Zuwachs an Angeboten ebenfalls wider.
 
Für die Betreuung von Kindern im Grundschulalter standen zum Stichtag 1.341 Hortplätze zur Verfügung, die von 1.323 Kindern belegt werden. Alle kooperativen Horte nach dem Osnabrücker Modell, bei denen Ganztagsschule bis 15 Uhr und eine anschließende Hortbetreuung verzahnt werden, wiesen demnach freie Plätze aus. Folglich konnte hier der Bedarf vollständig gedeckt werden. Alle übrigen Horte sind an Grundschulen mit einer schulischen Betreuung bis 13 Uhr eingerichtet. Die darüber hinausgehende Hortbetreuung findet bis 17 Uhr statt. An all diesen Horten gibt es Wartelisten, was die hohe Nachfrage nach Ganztagsbetreuung unterstreicht. "Das Thema Ganztag muss noch mehr an Fahrt aufnehmen", unterstrich Wolfgang Beckermann.
 
Für die Zukunft rechnet die Verwaltung damit, dass alle Osnabrücker Grundschulen in Ganztagsschulen umgewandelt werden. Geht man von den kooperativen Horten aus, die bereits jetzt den Betreuungsumfang an sechs Ganztagsschulen erweitern, ist zu erwarten, dass für 70 Prozent der Kinder der schulische Ganztag ausreicht. Folglich gäbe es für 30 Prozent der Kinder einen darüber hinausgehenden Bedarf.
 
Für Stadtrat Beckermann hat außerdem die Anmeldesituation in Kindertagesstätten Priorität. "Wir brauchen hier ein zeitgemäßes System - die Online-Anmeldung muss jetzt auf den Weg gebracht werden", machten Beckermann und Tolsdorf deutlich und forderten, dass Eltern ihre Kinder ab dem Kindergartenjahr 2018 / 2019 online bei Kitas anmelden können.

Tolsdorf zeigte auf, dass der Stadt die Mittel für den Ausbau von Krippen, Kindergärten, Horten und Grundschulen zur Verfügung stünden: "Die Gesamtregion westliches Niedersachsen ist durch hohes wirtschaftliches Wachstum, viele Zuzüge und einer verglichen zu anderen Regionen hohe Geburtenrate gekennzeichnet" fügte Tolsdorf hinzu. "So können und müssen wir sowohl kurzfristig reagieren als auch langfristige Projekte realisieren". ). Immerhin: In einer Online-Betreuungsbörse können Eltern nach freien Plätzen für ihre Kinder suchen.
 
Osnabrücker Betreuungsbörse

Stadt Osnabrück
 

 


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