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Berufe aus erster Hand: Talent trifft Ausbildung

(eb/pr) Osnabrück, 3. September 2018 / Ausbildungsberufe ganz praktisch zu erleben, selbst Hand anzulegen und mit Azubis über ihre Erfahrungen zu sprechen: Darum geht es bei der Veranstaltung „Talent trifft Ausbildung“, die am Donnerstag, 27. September, von 8 bis 19 Uhr in der Oberschule Hagen stattfindet. „Auch diesmal ist es uns ganz wichtig, die Eltern einzubeziehen, die nach wie vor ...

Beruf & Bildung

Abschalten für Klimaschutz: 23 Schulen prämiert

Energiesparen lohnt sich: Schüler und Lehrer freuten sich zusammen mit Bürgermeister Uwe Görtemöller sowie den Organisatoren des Projektes ''Schalt mal ab'' über den Erfolg und die prämien. © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OS; Aufnahme: Simon Vonstein(eb/pr) Osnabrück, 21. Juni 2018 / Den Pinguinen wird es zu warm, den Eisbären auch. In Deutschland hingegen werden die Sommer immer trockener, was sich bereits auf die Ernte auswirkt. Dies liegt unter anderem daran, dass viele Menschen sorglos mit kostbarer Energie umgehen. Mit dem Projekt "Schalt mal ab" sollen bereits Schülern Themen wie Energie und Klimawandel nähergebracht werden - unter anderem am Beispiel der schwitzenden Pinguine. Kinder aus 23 Osnabrücker Schulen haben gelernt, dass Energie nichts zum Verschwenden ist. Jetzt wurden sowohl die Schulen als auch die Kinder von Osnabrücks Bürgermeister Uwe Görtemöller für ihr Engagement ausgezeichnet.

Er überreichte ihnen jetzt im Friedenssaal des Rathauses Urkunden für das gemeinsame Energiespar-Engagement von Schülerschaften, Lehrern, Schulleitern, Hausmeistern und Eltern. Zudem schüttet der städtische Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement insgesamt 30.550 Euro Prämien für die teilnehmenden Schulen aus.
 
Unter dem Titel "Schalt mal ab!" haben die Schüler sich mit dem Thema Energiesparen befasst. Henrik Peitsch ist Projektleiter der Pädagogischen Energieberatung besuchte gemeinsam mit seinen Kolleginnen Maike Rosen und Julia Völker besuchte die Schulen und brachte den Schülern bei, wie sie Energie sparen und damit das Klima schützen können. "Wir wollen den Kindern keine Vorschriften machen", betonte Peitsch: "Vielmehr sollen sie ein Verständnis dafür bekommen, wie man sich umweltgerecht verhält". Dazu gehöre auch viel Bastelarbeit: Um ihnen die Bedeutung der Windkraft zu erklären, hat er zuletzt mit einer Klasse kleine Windräder gebaut.

"Die Schüler sollen so früh wie möglich den Themen Energie und Klima begegnen und sich damit auseinandersetzen", forderte Peitsch. Dazu werden einige Schüler zu "Energiemanagern" ausgebildet. Sie sorgen dafür, dass erarbeitete Regeln – wie beispielsweise das Licht ausknipsen, wenn ein Raum verlassen wird - im Alltag auch umgesetzt werden.

In Osnabrück begleitet der Verein für Ökologie und Umweltbildung die Initiative; gemeinsam mit den Lehrern versuchen Vereinsmitglieder den Schülern ein Verständnis für Energie und Klimawandel zu vermitteln. Und Mitmachen lohnt sich – abgesehen von dem Vorteil durch die Energieeinsparung: Die Schulen müssen ihre Ergebnisse mit einem Punktekatalog nachweisen. Für das Erreichen der Mindestpunktzahl gibt es 750 Euro, bei voller Punktzahl 1.500 Euro.

Dabei gab es einen Fragebogen für Grund- und Förderschulen und einen für Schulen der Sekundarstufen I und II. Besonders viele Punkte – und eine entsprechend hohe Prämie von bis zu 3.500 Euro – gab es, wenn die Schule eine Energiespar-AG eingerichtet und Energiemanager ausgebildet hat. Weil es kaum möglich ist, auf Anhieb alle Kriterien zu erfüllen, erhielten Schulen schon ab dem Erreichen der halben Punktzahl eine Prämie. Die Prämie steht den Schulen zur freien Verfügung.
 
Görtemöller freute sich, dass die Kinder die Unterschiede zwischen fossilen Brennstoffen und regenerativer Energie kennen gelernt haben. "Doch der beste Weg, Energie zu sparen, ist keine zu verbrauchen", so der Bürgermeister. "Auf diesem Gebiet seid ihr alle hier Experten". Mit welchen einfachen Mitteln sich in Schulen Energie einsparen lässt, erklärten Schüler der Gesamtschule Schinkel, die sich von Peitsch zu Nachwuchs-Energiemanagern ausbilden ließen. Sie achten in der Schule beispielsweise darauf, dass Heizungen nicht unnötig laufen, das Licht in den Klassenzimmern in der Pause nicht brennt und konsequent gelüftet wird.
 
Die pädagogische Energieberatung gibt es in Osnabrück bereits seit zehn Jahren. Die Stadt wollte damals Anreize dafür schaffen hinzuschauen, wo sich Energie einsparen lässt. "Am Anfang machten fünf Schulen mit, die innerhalb von zwei Jahren 60.000 Euro Energiekosten eingespart haben", berichtete Görtemöller. Das heutige Prämienmodell gibt es seit 2014: "Wir können hier ohne Zweifel von einem Erfolgsmodell sprechen", so Görtemöller abschließend.

Stadt Osnabrück

Projekt ''Schalt mal ab'' in OS
 

 

 

 


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