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55.000 Geräte werden angepasst: Erdgasumstellung geht in die heiße Phase
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Berufe aus erster Hand: Talent trifft Ausbildung

(eb/pr) Osnabrück, 3. September 2018 / Ausbildungsberufe ganz praktisch zu erleben, selbst Hand anzulegen und mit Azubis über ihre Erfahrungen zu sprechen: Darum geht es bei der Veranstaltung „Talent trifft Ausbildung“, die am Donnerstag, 27. September, von 8 bis 19 Uhr in der Oberschule Hagen stattfindet. „Auch diesmal ist es uns ganz wichtig, die Eltern einzubeziehen, die nach wie vor ...

Beruf & Bildung

Hochschule untersucht zivilgesellschaftliches Engagement

Was bewegt Menschen in Deutschland, sich für oder gegen Flüchtlinge zu engagieren? Dies untersucht nun die Hochschule Osnabrück im Rahmen eines Forschungsprojektes. Die Hochschule beispielsweise bietet Intensivsprachkurse für Flüchtlinge an, die sich für ein Studium interessieren. © für Abbildung: PR; Quelle: HS OS; Aufnahme: Oliver Pracht   (pr/eb) Osnabrück, 27. Juni 2018 / Die Flüchtlingswelle, die seit 2015 nach Deutschland geschwappt ist, hat zu einem Phänomen geführt: Seitdem hat die Bereitschaft, sich freiwillig und unentgeltlich für die eigene Sache zu organisieren, stark zugenommen – allerdings sowohl pro als auch contra Flüchtlinge. An dieser Stelle setzt das neue Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück an: "Zivilgesellschaftliches Engagement: Was bewegt Menschen in Deutschland dazu, sich für oder gegen geflüchtete Menschen zu engagieren?"  Drittmittelgeber mit knapp 107.000 Euro ist das Sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland.

"Das Verständnis von Engagement hat sich verändert. Man versteht darunter nicht mehr nur das klassische Ehrenamt unter dem Dach von Kirchen oder Vereinen. Insbesondere im Zusammenhang mit Flüchtlingen kommt auch ein Engagement ins Blickfeld, das einer Gemeinwohlorientierung entgegenstehen oder sogar antidemokratische Zielsetzungen verfolgen kann. Deshalb sprechen wir neutral vom zivilgesellschaftlichen Engagement", erläuterte die verantwortliche Wissenschaftlerin Prof. Dr. Christel Kumbruck.

Die Hochschule übernimmt die "Basisarbeit" des Forschungsprojekts. In einem ersten Schritt werden im Raum Heidelberg sowie im Raum Dresden sogenannte Fokusgruppen aus Befürwortern und Gegnern gebildet. Die Diskussionen mit den Teilnehmern bilden die Grundlage für das weitere Vorgehen und geben erste Einblicke in die Erfahrungswelten der Engagierten. Auf dieser Grundlage sollen in einem nächsten Schritt 16 Einzelinterviews geführt werden, die sich über die gesamte Bundesrepublik verteilen und beide Seiten gleichgewichtet berücksichtigen.

Die Zahl der neu registrierten Flüchtlinge in Deutschland erreichte im Jahr 2015 laut Bundesinnenministerium mit rund 1,1 Millionen einen absoluten Spitzenwert. Obwohl die Zahlen seitdem rapide sinken, sorgt die Flüchtlingswelle weiterhin für viel Wirbel im Land. Auf der einen Seite engagieren sich Freiwillige unentgeltlich für Flüchtlinge und pflegen eine ausgeprägte Willkommens- und Anerkennungskultur, auf der anderen Seite formiert sich Widerstand, der öffentlich vor allem durch das Erstarken von Pegida und AfD in Erscheinung tritt.

"Es ist generell schwierig, das hochemotionale Thema Engagement im Kontext der Flüchtlingsthematik anzusprechen, da auf beiden Seiten die Angst besteht, missverstanden oder verurteilt zu werden. Dennoch oder vielleicht auch gerade deswegen gibt es bei Engagierten beider Seiten einen enormen Redebedarf", schilderte Maik Dulle, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt. Die Ergebnisse der Interviews sollen in einem Jahr vorliegen. Sie bilden die Grundlage für eine deutschlandweite Fragebogenerhebung des Sozialwissenschaftlichen Instituts.

Hochschule Osnabrück

  

 


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