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Berufe aus erster Hand: Talent trifft Ausbildung

(eb/pr) Osnabrück, 3. September 2018 / Ausbildungsberufe ganz praktisch zu erleben, selbst Hand anzulegen und mit Azubis über ihre Erfahrungen zu sprechen: Darum geht es bei der Veranstaltung „Talent trifft Ausbildung“, die am Donnerstag, 27. September, von 8 bis 19 Uhr in der Oberschule Hagen stattfindet. „Auch diesmal ist es uns ganz wichtig, die Eltern einzubeziehen, die nach wie vor ...

Beruf & Bildung

''Schummeln erwünscht'': Uni testet bei Klausuren neue Wege

Schummeln erwünscht: Die Uni Osnabrück startet jetzt offene Online-Klausuren. © für Abbildung: PR; Quelle: Uni OS; Aufnahme: Tobias Thelen(pr/eb) Osnabrück, 9. Juli 2018 / Klausuren an der Uni bedeuteten bisher: Viel Stoff in kurzer Zeit wiederholen, um ihn in der Prüfung auf den Punkt genau abrufen zu können – und hinterher meistens genauso schnell wieder zu vergessen. In der Prüfung selbst war neben hoher Konzentration auch schnelle Schreibfertigkeit gefragt. Der Fachbereich Informatik der Uni Osnabrück zeigt nun, dass es auch ganz anders gehen kann: Für die Klausur zum Thema "Datenbanksysteme" fiel das Lernen deutlich entspannter aus, weil während der Prüfung nahezu alle beliebigen Hilfsmittel erlaubt waren.

"In der Vorlesung sollen Studierende lernen, wie sie Datenbanken konzipieren und benutzen. Das können sie nur schlecht mit auswendig gelerntem Wissen und mit Papier und Bleistift zeigen", erläuterte Dr. Tobias Thelen, Informatik-Dozent und stellvertretender Geschäftsführer des Zentrums für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik (Virtuos). Daher fand die Klausur am Computer statt, um die jeweils eigenen Lösungen direkt auszuprobieren.

Dies sei sehr viel realitätsnäher, begründete Thelen. Allerdings passe diese Form der Wissensüberprüfung nicht zum klassischen geschlossenen Modell von Klausuren: "Wenn ich Wissen anwenden und verknüpfen soll, habe ich dabei gerade heutzutage immer die Möglichkeit, auf nahezu unüberschaubare Informationsmengen zuzugreifen. Die Herausforderung besteht eigentlich darin, sich in diesem Dschungel zurechtzufinden".

Deshalb galt: "Schummeln erwünscht", wie Thelen es scherzhaft ausdrückte. Alle Informationsquellen wie die Vorlesungsunterlagen, alte Aufgaben, das gesamte Internet dürfen genutzt werden und müssen es zum Teil auch. Einzig die Kommunikation mit anderen sei nicht gestattet, so Thelen: „Die Klausur findet ja weiterhin unter Aufsicht statt und wichtige Daten, mit denen gearbeitet werden soll, sind nur von den Rechnern im Prüfungsraum aus erreichbar. So stellen wir sicher, dass wir prüfen, was der oder die Einzelne kann".

Die Akzeptanz unter den Studierenden ist bislang hoch. Nach einem ersten kleineren Versuch im letzten Semester haben über 80 Prozent der Studierenden angegeben, diese offene Form der Klausuren zu bevorzugen, weil sie realitätsnäher sei und das "Büffeln" vor den Klausuren deutlich reduziert. Doch Thelen warnte: "Diese offene Form der Klausur ist nicht einfacher. Wer nicht bereits während des Semester kontinuierlich mitarbeitet, kann den Rückstand kaum noch aufholen und wer sich bei der Suche nach Informationen verliert, hat gegen den Zeitdruck keine Chance".

Uni Osnabrück

 

 

 


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