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Kunstpreis geht nach Osnabrück

(eb/pr) Osnabrück, 16. August 2018 / Mit dem ersten Preis des bundesweiten Ameos-Kunstpreises ist die Osnabrückerin Ivana Zikova-Klippel ausgezeichnet worden. Ihr Bild ist zusammen mit 62 anderen ausgewählten Werken in einer Wanderausstellung zu sehen, die am 30. August um 19 Uhr im Treffpunkt für Kunst und Kultur des Ameos-Klinikums Osnabrück (Gertrudenring 5) eröffnet wird. Sie macht a...

Beruf & Bildung

Hochschule: Labor mit neuem Becken für Abwasser-Aufbereitung

Rund 12.000 Liter fasst das Großbecken im Labor für Verfahrenstechnik der Hochschule Osnabrück. Das Unternehmen Microdyn-Nadir hat es seinen langjährigen Kooperationspartnern für Forschungsarbeiten zur Verfügung gestellt. © für Abbildung: PR; Quelle: HS OS(pr/eb) Osnabrück, 11. Juli 2018 / Das Labor für Verfahrenstechnik an der Hochschule Osnabrück erforscht seit vielen Jahren Mechanismen der Abwasserreinigung. Das Team um Prof. Dr. Frank Helmus und Prof. Dr. Sandra Rosenberger arbeitet dabei eng mit industriellen und kommunalen Partnern zusammen. Einer davon, das Unternehmen Microdyn-Nadir (Wiesbaden), hat dem Labor jetzt ein ganz besonderes Großgerät für Untersuchungen zur Verfügung gestellt: Mit einem rund 12.000 Liter fassenden Großbecken aus Glas soll die Aufbereitung von Abwässern mit Membran-Bioreaktoren (MBR) erforscht und verbessert werden.

Dieses Großbecken macht seinem Namen alle Ehre: Mit einer stattlichen Höhe von rund fünf Metern überragt es die gesamte Laboreinrichtung. "Der 17 Tonnen schwere Koloss besteht aus vier Glasscheiben und einem Stahlrahmen. Die Glasscheiben sind vier Zentimeter dick und sollen einem LKW-Aufprall standhalten können", berichtete Laborleiter Prof. Helmus. Die zu untersuchenden Membranmodule werden mit einem neuen Säulenschwenkkran der Gummersbacher Firma Abus Kransysteme in das Becken eingebracht. Beschafft wurde der Kran zum Teil aus Spendengeldern der Firma Saltigo aus Leverkusen, die das Labor für Verfahrenstechnik schon seit Jahren finanziell unterstützt.
 
"Mit dem Großbecken im Pilotmaßstab sowie seinen kleineren 'Geschwistern', zwei Becken im Labor- und Technikumsmaßstab, können wir nun eine vollständige Maßstabübertragung durchführen", ergänzte Prof. Rosenberger. Diese Methode wird in der Verfahrenstechnik beim Bau technischer  Produktionsanlagen eingesetzt. Studenten der Verfahrenstechnik erlernen sie im Studium und können nun bei Laborpraktika deren Einsatz live erleben.

Die zu untersuchenden Membranmodule werden mit einem neuen Säulenschwenkkran der Gummersbacher Firma Abus Kransysteme in das Becken eingebracht. © für Abbildung: PR; Quelle: Abus KransystemeNicht nur die Größe, sondern vor allem der Inhalt des neuen Wasserbeckens machen das Besondere aus: Es ist mit einem speziellen Klärschlamm-Ersatz gefüllt, der sich zwar wie Klärschlamm verhält, jedoch durchsichtig ist. Dieses vom Forschungsteam der Hochschule Osnabrück optimierte Ersatzmedium ermöglicht es, Strömungen im Becken genau zu untersuchen. Außerdem ist das auf Flachmembran basierende Bio-Cel® Modul in diese Ersatzflüssigkeit getaucht.

Bei herkömmlichen Verfahren erfolgt die Abtrennung der Biomasse vom gereinigten Abwasser in einem Nachklärbecken. Ein bedeutender Nachteil ist, dass dieser Prozess viel Platz benötigt und die Qualität des Ablaufwassers stark schwanken kann. "Unser Membranmodul stellt eine physikalische Barriere dar, die die Nachklärung ersetzt", erklärte Walter Lamparter, Geschäftsführer von Microdyn-Nadir. So wird für die Wasseraufbereitung bedeutend weniger Platz benötigt als in herkömmlichen Verfahren – und das bei besserer und stabilerer Qualität.

Seit zehn Jahren kooperiert das hessische Unternehmen mit der Hochschule Osnabrück und gehört inzwischen zum Mann + Hummel-Konzern. Dieser will die Membran-Bioreaktor-Technologie weiter ausbauen und setzt dabei auf die Kooperation mit der Hochschule Osnabrück. Für fünf Jahre hat die Firma nun das Großbecken dem Labor für Verfahrenstechnik überlassen, damit in deren Auftrag Untersuchungen durchgeführt werden können.

Bei der Einweihung des Großgeräts dankte Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Vizepräsident für Studium und Lehre und Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, den beteiligten Unternehmen für ihren Einsatz. Prof. Dr. Frank Helmus, Prof. Dr. Sandra Rosenberger und Prof. Dr. Reiner Kreßmann, der im Team für die Messtechnik zuständig ist, überreichten symbolische Kranfußschrauben an ihre Kooperationspartner, die Vertreter der hochschuleigenen Science to Business und die Hochschulmitarbeiter aus dem Labor, der Verwaltung und dem Gebäudemanagement.

Ein besonderes Dankeschön der Forscher ging an die Labor- und Projektmitarbeiter: "Wir schätzen es sehr, wie sich die Mitarbeiter auch für unsere Forschungsprojekte einsetzen – und zwar auf freiwilliger Basis. Ihre Zuverlässigkeit, Gründlichkeit und Kreativität sind für den Erfolg unserer Projekte unschätzbar", so die Forscher.

Hochschule Osnabrück

Microdyn-Nadir

Abus Kransysteme
 


 

 


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