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55.000 Geräte werden angepasst: Erdgasumstellung geht in die heiße Phase
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Berufe aus erster Hand: Talent trifft Ausbildung

(eb/pr) Osnabrück, 3. September 2018 / Ausbildungsberufe ganz praktisch zu erleben, selbst Hand anzulegen und mit Azubis über ihre Erfahrungen zu sprechen: Darum geht es bei der Veranstaltung „Talent trifft Ausbildung“, die am Donnerstag, 27. September, von 8 bis 19 Uhr in der Oberschule Hagen stattfindet. „Auch diesmal ist es uns ganz wichtig, die Eltern einzubeziehen, die nach wie vor ...

Beruf & Bildung

Logopädie-Ausbildung steht vor grundlegenden Änderungen

Für die Ausbildung in der Logopädie/Sprachtherapie muss der Gesetzgeber noch in dieser Legislaturperiode wichtige Entscheidungen treffen. Dabei geht es um die Qualität der Ausbildung, ihre Zukunftsfähigkeit und Finanzierung. © für Abbildung: PR; Quelle: HS OS(pr/eb) Osnabrück, 17. Juli 2018 / Bei bestimmten Ausbildungen – vor allem im Gesundheitsbereich – ist es derzeit gängige Praxis, dass diese an privaten Fachschulen absolviert werden und die Absolventen ein teilweise saftiges Schulgelt bezahlen müssen. Allerdings hat es hier bereits erste Änderungen wie im Bereich Physiotherapie gegeben – und weitere kündigen sich an: So soll nach Auskunft der Hochschule Osnabrück noch in dieser Legislaturperiode die Ausbildung in der Logopädie / Sprachtherapie grundlegend überarbeitet werden.

Der Berufsstand erwartet insbesondere die Überarbeitung des seit 1980 geltenden Berufsgesetzes sowie der Ausbildungs- und Prüfungsordnung. Bis 2021 läuft noch die Erprobung primärqualifizierender logopädischer Studiengänge. Primärqualifizierend heißt, dass die Ausbildung komplett an einer Hochschule absolviert wird und die Hochschule für die Praxiseinsätze mit Praxiseinrichtungen kooperiert.

Ein breites Bündnis von Verbänden, Berufsfachschulen und Hochschulen, darunter auch die Hochschule Osnabrück, setzt sich für eine primärqualifizierende hochschulische Ausbildung für alle im Bereich der Sprachtherapie tätigen Berufsgruppen unter Berücksichtigung angemessener  Übergangsregelungen ein. Gleichzeitig findet aktuell eine intensive politische Debatte zur Gebührenfreiheit logopädischer Ausbildung statt, da derzeit von vielen Bildungseinrichtungen Gebühren erhoben werden.

Dazu hat die Hochschule Osnabrück im Verbund mit weiteren Hochschulen sowie Berufsfachschulen aus ganz Deutschland von Januar bis April 2018 umfangreiche Daten aus allen 16 Bundesländern zusammengetragen und ausgewertet. Grundlage der Analyse bilden öffentlich zugängliche statistische Daten zur Ausbildung an Berufsfachschulen für Logopädie und Studiengängen mit Zulassung für Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, sowie eine schriftliche Befragung von Berufsfachfachschulen und Studiengängen.

In der Analyse wird die Ausbildungssituation für den Zeitraum von 2010 bis 2017 dargestellt. So sank die Zahl der Berufsfachschulen von 90 auf 80, während die Zahl der Studiengänge von 24 auf 41 stieg, von denen 14 primärqualifizierend ausbilden. Ein Trend, der sich auch in der Entwicklung der Studentenzahlen sowie der Ausbildungskapazitäten widerspiegelt. Die Ausbildungsgebühren variierten 2017 im gesamten Bundesgebiet - je nach Träger der Ausbildungseinrichtung - zwischen Null und 27.300 Euro.

Mehr als zwei Drittel der hauptamtlich Lehrenden der Berufsfachschulen verfügen mittlerweile über eine hochschulische Qualifikation, 88 Prozent der Schüler im 1. Ausbildungsjahr waren 2017 hochschulzugangsberechtigt. Die Studiengänge weisen derzeit eine hohe Diversität auf, wie sich unter anderem an der deutlich abweichenden Studiendauer ablesen lässt. Auffallend ist der hohe Anteil an Kooperationen zwischen Berufsfachschulen und Studiengängen: Im Jahr 2017 kooperierten 80 Prozent aller Schulen mit einer Hochschule, davon 55 Prozent in einem intensiven ausbildungsbegleitenden oder ausbildungsintegrierenden Modell.

"Die Politik ist gefordert, die Ausbildung in der Logopädie / Sprachtherapie zukunftsfähig zu gestalten", fasste Logopädin Prof. Dr. Hilke Hansen von der Hochschule Osnabrück zusammen und erläuterte die Hintergründe: "Es geht um die langfristige Sicherung einer qualitativ hochwertigen, wissenschaftlich fundierten Versorgung von Menschen mit Beeinträchtigungen und ihrer Angehörigen, die unter anderem durch den wachsenden Fachkräftemangel in der Logopädie / Sprachtherapie gefährdet wird".

Hochschule OS

 


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