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Lichtgläser gebastelt: Kerzen für Sternenkinder im Klinikum
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Edle Brände, besondere Tassen-Tradition: Weihnachtsmarkt in Osnabrück ist gut gestartet
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Berufe aus erster Hand: Talent trifft Ausbildung

(eb/pr) Osnabrück, 3. September 2018 / Ausbildungsberufe ganz praktisch zu erleben, selbst Hand anzulegen und mit Azubis über ihre Erfahrungen zu sprechen: Darum geht es bei der Veranstaltung „Talent trifft Ausbildung“, die am Donnerstag, 27. September, von 8 bis 19 Uhr in der Oberschule Hagen stattfindet. „Auch diesmal ist es uns ganz wichtig, die Eltern einzubeziehen, die nach wie vor ...

Beruf & Bildung

Eisfeld fordert Neuausrichtung der Politikwissenschaft

Prof. Dr. Rainer Eisfeld plädiert für eine neuausgerichtete ''bürgernahe'' Politikwissenschaft. © für Abbildung: PR; Quelle: Uni OS; Aufnahme: Elena Scholz(pr/eb) Osnabrück, 27. Juli 2018 / Die Entwicklungen in der Politik in den letzten Jahren sollte nach Auffassung des emeritierten Osnabrücker Politologen Prof. Dr. Rainer Eisfeld auch Auswirkungen auf die Politikwissenschaft nach sich ziehen – diese müsse "bürgernäher" gestaltet werden und sich stärker auf die Erforschung aktueller Infragestellungen der Demokratie sowie möglicher Gegenstrategien konzentrieren. Seine Vorschläge stellte er jetzt auf dem 25. Weltkongress für Politikwissenschaft in Brisbane (Australien) vor.

"Mehr als zu irgendeinem Zeitpunkt seit 1945 erscheinen auch klassische Demokratien wie England oder die USA gefährdet. Die Politikwissenschaft muss auf diese Herausforderung und auf die Sorgen der Bürger weit stärker als bisher, gerade auch öffentlich, reagieren", forderte der Wissenschaftler der Uni Osnabrück.

Die Politikwissenschaft müsse auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren, zu denen beispielsweise Unsicherheit und Aggressivität als Folgen raschen wirtschaftlichen und kulturellen Wandels sowie immer krassere Einkommens- und Vermögensunterschiede zählten, die sich nachteilig auf die politische Beteiligung auswirken. Aber auch die systematische Verbreitung von Lügen durch Politiker dürfe nicht unberücksichtigt bleiben.

Auch die gesellschaftliche Polarisierung infolge fremdenfeindlicher Vorurteile, die Aushöhlung der Bürgerrechte durch Massenüberwachung im Rahmen von Antiterrorismus-Strategien und Unterminierung wirksamer Strategien gegen den Klimawandel erforderten laut Eisfeld aktuelle politikwissenschaftliche Reaktionen.

Dianne Pinderhughes war von 2007 bis 2008 erste schwarze Präsidentin der amerikanischen Politologenvereinigung APSA. Sie bezeichnete Eisfelds Vorschläge als "kühnes Reformprojekt" und hat diese zusammen mit australischen, englischen und kanadischen Wissenschaftlern in Brisbane erörtert. Zu seinen Thesen wird in Kürze das Buch mit dem Titel "Empowering Citizens, Engaging the Public: Political Science for the 21st Century" erscheinen.

Uni Osnabrück

Round Table-Diskussion bei IPSA-Weltkongress

 

 


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