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Lokale Unternehmen und regionale Wirtschaft

Netzwerk Agritech-Net Nordwest gestartet

Zahlreiche Partner beteiligen sich von Beginn beim Netzwerk Agritech-Net Nordwest. © für Abbildung: PR; Quelle: LKOS; Aufnahme: Henning Müller-Detert(pr/eb) Osnabrück, 29. September 2017 / Auf Initiative des Landkreises Osnabrück wurde das Netzwerk Agritech-Net Nordwest gegründet. Zur Auftaktveranstaltung, die unter dem Titel "Digitalisierung der Landwirtschaft" stand, fanden sich 60 Teilnehmer in den Hallen der Amazonen-Werke in Hasbergen-Gaste ein. Darunter Unternehmen der Agrarsystemtechnik und deren Zulieferer, aber auch Unternehmen verwandter Bereiche wie Landmaschinenhandel oder IT-Start-Ups. Auch zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen engagieren sich im Netzwerk Agritech-Net Nordwest.

"Der bundesweit wichtigste Standort für die Agrarsystemtechnik findet sich hier, im Osnabrücker Land", betonte Landrat Michael Lübbersmann in seinem Grußwort. Für viele Betriebe dieser Branche spielen "Digitalisierung" und "Industrie 4.0" eine große Rolle: Während autonom fahrende Autos auf deutschen Straßen zurzeit nur zu Testzwecken zum Einsatz kommen, sind selbständig fahrende Maschinen auf dem Acker bereits Realität. Durch den Einsatz modernster Technik wie GPS-gestützter Anwendungen für Fahrerassistenzsysteme, innovativer Sensortechnik im Pflanzenbau oder automatisierter Robotik in der Tierhaltung kann Landwirtschaft effizienter und ressourcenschonender entwickelt werden.

Jens Möller von DKE-Data ging in seinem Vortrag zur Digitalisierung in der Landwirtschaft auf die anfallenden umfangreichen Datenmengen ein, die von modernen Smart Farming-Technologien produziert werden. Dazu befasste er sich mit dem erforderlichen Datenaustausch zwischen den verschiedenen Systemen entlang der Wertschöpfungskette. Möllers Überzeugung: "Landwirtschaft 4.0 erfordert eine intensive Zusammenarbeit aller Marktteilnehmer".

Prof. Arno Ruckelshausen von der Hochschule Osnabrück informierte in seinem Vortrag über neueste Forschungsergebnisse in den Bereichen Sensortechnik und Feldrobotik. Ohne das Gewächs zu berühren generieren bildgebende Sensoren Rohdaten, aus denen sich der Zustand einer einzelnen Pflanze ableiten lässt, etwa die Biomasse oder die Versorgung mit Wasser. Die Kombinationen mehrerer verschiedener Sensoren – Sensorfusion genannt – ermöglicht unter schwierigen variablen Feldbedingungen robuste technische Lösungen.

Der "Boni-Rob", ein selbständig arbeitender Feldroboter, der als Verbundprojekt der Hochschule Osnabrück in Kooperation mit den Amazonen-Werken und Bosch entwickelt wurde, kann feststellen, ob es sich bei einer Pflanze um Unkraut handelt und diese ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entfernen. "Innovative Technologien sind ein fantastisches Hilfsmittel des Menschen für eine ökologisch und ökonomisch nachhaltigere Landwirtschaft", betonte Ruckelshausen. Weitere Infos zum Netzwerk Agritech-Net Nordwest beim Landkreis Osnabrück unter Tel. 0541 / 5013461.

Landkreis Osnabrück

Hochschule Osnabrück

Amazonen-Werke
 

 

 


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