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Höchste Gewerbeabgaben in der Stadt: IHK-Steueratlas erschienen

IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. © für Abbildung: PR; Quelle: IHK(pr/eb) Osnabrück, 2. Oktober 2017 / Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim (IHK) hat jetzt den neuen Realsteueratlas für das Jahr 2017 vorgestellt. Dieser decke einige Ungereimtheiten auf, wie IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf kommentierte: "Die Städte und Gemeinden in der Region befinden sich insgesamt in einer sehr komfortablen Einnahmesituation. Es ist deshalb kaum nachvollziehbar, dass im Jahr 2017 trotzdem in deutlich mehr Kommunen die Steuern erhöht wurden als im Vorjahr".

Während im Vorjahr nur acht Kommunen im IHK-Bezirk die Gewerbesteuer erhöht hatten, waren es im Jahr 2017 bereits 24 und damit jede fünfte Kommune. Niedersachsenweit hat jede neunte Kommune ihre Steuern erhöht. Dies zeigt eine parallel veröffentlichte Umfrage aller niedersächsischen Industrie- und Handelskammern. In einer Umfrage unter den Kommunen des IHK-Bezirks wurden die aktuellen Hebesätze der Realsteuern ermittelt und ausgewertet.

Von 119 Kommunen mit Hebesatzrecht haben demnach 24 die Gewerbesteuer und 26 die Grundsteuern A und B erhöht. Das ist ebenfalls eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Damals hatten drei die Gewerbesteuer und acht die Grundsteuern A und B erhöht. Im Durchschnitt derjenigen Gemeinden, die an der Steuerschraube gedreht haben, stieg der Hebesatz nun gegenüber 2016 bei der Gewerbesteuer um 17, bei der Grundsteuer A ebenfalls um 17 und bei der Grundsteuer B um 18 Prozentpunkte.

Der höchste Gewerbesteuerhebesatz findet sich weiter in der Stadt Osnabrück (440 Prozent). Es folgen die Gemeinden Rieste und Eggermühlen (beide Samtgemeinde Bersenbrück) mit jeweils 400 Prozent. Der niedrigste Hebesatz liegt in zwei Kommunen des Landkreises Emsland: Die Mitgliedsgemeinden Lahn (Samtgemeinde Werlte) und Gersten (Samtgemeinde Lengerich) haben jeweils einen Hebesatz von 310 Prozent.

Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz im IHK-Bezirk stieg gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 375 Prozent. Legt man den Durchschnittshebesatz in Niedersachsen (399 Prozent) zugrunde, ist die hiesige Wirtschaftsregion im Steuerwettbewerb noch vergleichsweise gut platziert. Sollten Steuererhöhungen jedoch in Zukunft wieder an Fahrt gewinnen, läuft die Region Gefahr, ihren Standortvorteil zu verspielen.

Vergleicht man die drei Landkreise der Region untereinander, findet sich die höchste durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung weiterhin im Landkreis Osnabrück (376 Prozent, Vorjahr: 373 Prozent). In den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim beträgt sie 346 bzw. 359 Prozent. Sie ist in beiden Fällen nur leicht angestiegen. Die Übersichten der Realsteuerhebesätze 2017 für den IHK-Bezirk und Niedersachsen sowie den Gewerbesteuerrechner Niedersachsen-Bremen können im Internet heruntergeladen werden. Im IHK-Wirtschaftsatlas können die Realsteuerhebesätze 2017 geografisch aufbereitet betrachtet werden. Die landesweite Umfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern kann online bezogen werden.

Umfrage niedersächsische Handelskammern

IHK-Wirtschaftsatlas

Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim
 


 

 


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