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Lokale Unternehmen und regionale Wirtschaft

Netzwerk Hansalinie: Betriebliche Kinderbetreuung zentrales Thema

Das Netzwerk Maschinenbau der Wachstumsregion Hansalinie informierte im Unternehmen Rasch in Bramsche über Möglichkeiten der betrieblichen Kinderbetreuung. © für Abbildung: PR; Quelle: LKOS; Aufnahme Philipp Brockmeyer(pr/eb) Bramsche, 15. Dezember 2017 / Das Thema Fachkräftemangel ist in aller Munde. Ein wichtiger Aspekt ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die jetzt im Mittelpunkt eines Treffens des Netzwerkes Maschinenbau der Wachstumsregion Hansalinie stand. Hier ging es insbesondere um die Kinderbetreuung, die aktuell erst von wenigen Unternehmen angeboten wird. Denn diese ist auch nicht ganz kostengünstig, wie Andreas Merse vom Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück darstellte.

"Eine eigene Krippe, ein Kindergarten oder Hort schlägt immerhin mit rund 80.000 bis 100.000 Euro Zuschussbedarf jährlich zu Buche, und das pro Gruppe", skizzierte Merse. Die Standards seien hoch, die Flexibilität bei der Belegung gering und Landesförderung gebe es nur, wenn die Einrichtung mindestens ein Drittel "betriebsfremde" Kinder aufnehme. Diese Lösung sei in der Regel deshalb nur bei Großunternehmen zu finden.

Bei einer Kindertageseinrichtung in einem Gewerbegebiet könnten dagegen die Kosten geteilt werden. Allerdings müsse natürlich zunächst ein geeigneter Träger gefunden werden. "Auch Belegplätze in vorhandenen Kindertageseinrichtungen sind denkbar", so der Experte weiter. Die Plätze würden dabei vertraglich festgeschrieben. Die Vorteile: "Das finanzielle Risiko sinkt und der organisatorische Aufwand ist überschaubar".

Mehrfach im Landkreis praktiziert werde bereits das Modell der Tages- und Großtagespflege, schilderte Merse weiter. Diese Varianten stellte Frank Gieselmann vom  Familienservice Weser-Ems vor: "Kindertagespflege in Familien ist ein pädagogisches Angebot der Kinderbetreuung, das eine gute Alternative zur Betreuung von Kindern in einer Kindertagesstätte sein kann". In der Großtagespflege könnten zeitgleich zehn Kinder betreut, durch ein Platzsharing aber insgesamt bis zu 15 Kinder aufgenommen werden. "Die Betreuungszeiten sind dabei sehr flexibel".

Unternehmen, die bisher über kein Betreuungskonzept verfügen, aber einen kurzfristigen Betreuungsbedarf für Mitarbeiter-Kinder haben, können auf die Kinder-Notfallbetreuung von Stadt und Landkreis Osnabrück zurück greifen. Das durch die Familienbündnisse initiierte Projekt bietet Unterstützung bei spontanen Engpässen, etwa dem Ausfall der Kinderbetreuung oder eines beruflichen Termins außerhalb der üblichen Arbeitszeiten.

Die Betreuung findet zwischen 5 und 22 Uhr statt und kann von einigen Stunden bis maximal drei Tage genutzt werden. "Die Kindernotfallbetreuung ist nur durch die solidarische Kooperation von über 30 Arbeitgebern möglich, die sich jeweils mit rund 1.400 Euro jährlich beteiligen", berichtete Merse abschließend.

Wachstumsregion Hansalinie

Landkreis Osnabrück

 

 


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