Suchen und finden auf Marktplatz Osnabrück

Nachrichten im Fokus

Flügel für die Zukunft: Erste Charity-Gala für Kinder
Flügel für die Zukunft: Erste Charity-Gala für Kinder
Hasetor: Straßen sind wieder frei
Hasetor: Straßen sind wieder frei
IHK warnt vor Cyber-Kriminalität
IHK warnt vor Cyber-Kriminalität
Zum 67. Mal: Steckenpferdreiten über die Rathaustreppe
Zum 67. Mal: Steckenpferdreiten über die Rathaustreppe

Lokale Unternehmen und regionale Wirtschaft

Neue Stromzähler in Osnabrück

Stadtwerke-Chef Christoph Hüls (l.) und David Randel, Projektleiter für die Einführung der neuen Zähler bei der SWO Netz, stellten die moderne Messeinrichtung vor. © für Abbildung: PR; Quelle: Stw OS(eb/pr) Osnabrück, 18. Dezember 2017 / Deutschlandweit sollen bis 2032 schrittweise alle analogen Stromzähler durch digitale Stromzähler abgelöst werden – so will es der Gesetzgeber im "Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende" (GDEw). Für Osnabrück heißt das: Neue Stromzähler gibt es ab sofort für alle, die umbauen oder neu bauen. Ab Januar 2018 erhalten dann diejenigen ein neues Gerät, deren Zähler ohnehin turnusmäßig ausgewechselt werden müsste.

Die neue, digitale Messtechnik soll gewährleisten, dass die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die Nachfrage durch die Verbraucher besser aufeinander abgestimmt werden können. "Die herkömmlichen analogen Stromzähler sind für diese genannten Anforderungen einfach nicht ausgelegt", erläuterte Stadtwerke-Chef Christoph Hüls. Mit dem GDEw habe der Gesetzgeber klare Vorgaben und Standards für den Einbau neuer, digitaler Stromzähler formuliert, um die grüne Stromerzeugung und den Verbrauch besser miteinander zu synchronisieren.

"Im Übrigen gilt das nicht nur bei uns in Deutschland – der Gesetzgeber hat sich dabei an der EU-Richtlinie für Energieeffizienz orientiert", so Hüls weiter. Im Kern werden im Gesetz zwei Zählervarianten unterschieden: die sogenannte moderne Messeinrichtung und das intelligente Messsystem.
 
"90 Prozent der Osnabrücker erhalten eine moderne Messeinrichtung", betonte Hüls. Die moderne Messeinrichtung wird bei Kunden verbaut, die weniger als 6.000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr verbrauchen. "Selbst ein Vier-Personen-Haushalt erreicht nur selten einen solchen Jahresverbrauch", erklärte Hüls. Im Gegensatz zum analogen Zähler misst der Zähler nicht nur den Stromverbrauch, sondern bietet bei Bedarf auch die Möglichkeit, den Verbrauch rückwirkend und für detaillierte Zeitabschnitte abzulesen.
 
Für Vielverbraucher mit einem Verbrauch über 6.000 kWh pro Jahr sieht der Gesetzgeber den Einbau sogenannter intelligenter Messsysteme vor. Gleiches gilt auch für Unternehmen und Haushalte, die selbst Energie einspeisen – beispielsweise durch eine Solaranlage – mit mehr als sieben Kilowatt Leistung. "Das intelligente Messsystem wird vermutlich erst Mitte bzw. Ende 2018 erstmals eingebaut, denn aktuell sind diese Geräte noch nicht am Markt verfügbar", erläuterte Dr. Fritz Wengeler, Geschäftsführer von Smartoptimo.

Das Messdienstleistungsunternehmen Smartoptimo mit Stadtwerke-nahem Sitz in der Osnabrücker Luisenstraße, das den Einsatz digitaler Zähler forcieren soll wurde 2009 von den Stadtwerken Münster und Osnabrück gegründet. Mittlerweile beteiligen sich weitere Gesellschafter wie die Stadtwerke Neumünster, Emden und Nortorf an dem Unternehmen. Smartoptimo will laut Webseite der Partner für zukunftsfähige Lösungen im Messwesen sein - von der Zähler- und Datenübertragungstechnik bis zum System-Betrieb.
 
"Wir beginnen im Januar 2018 mit dem Einbau der ersten neuen Zähler", führt Heinz-Werner Hölscher aus. Er ist Geschäftsführer des Stadtwerke-Tochterunternehmens SWO Netz, das für die Planung, den Bau und den Betrieb der Infrastrukturnetze im Stadtgebiet zuständig ist. Dies umfasst die Sparten Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation sowie Straßenbeleuchtung.

"Die ersten Zähler, die ausgewechselt werden, sind analoge Zähler, die ohnehin in Kürze nachgeeicht oder gewechselt werden müssten", so Hölscher weiter. Wie beim regulären Zählerwechsel auch, erhalten die Kunden rechtzeitig eine Information. "Bevor wir einen Zähler austauschen, werden wir die Kunden mindestens zwei Wochen vorher schriftlich darüber informieren und einen Terminvorschlag machen", betonte der Geschäftsführer. Für den Einbau selbst beauftragt die SWO Netz dann Smartoptimo.

"Vielen Osnabrückern ist Smartoptimo seit Jahren bekannt, da das Unternehmen für uns die jährlichen Zählerablesungen durchführt", erklärte Hölscher.  Alle Informationen zu den neuen Stromzählern finden Interessierte auf der Webseite der SWO Netz.  Dort ist ein Fragen- / Antworten-Katalog hinterlegt, der regelmäßig aktualisiert und um weitere Informationen ergänzt wird.

Neue Zähler bei SWO Netz

Smartoptimo

Stadtwerke Osnabrück
 


 

 


Leser-Kommentare

- Wollen Sie einen Kommentar erstellen?