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Lang-Lkw: IHK begrüßt Streckenfreigaben

Die Mitglieder des IHK-Verkehrsausschusses freuten sich über die positiven Nachrichten zur weiteren Streckenfreigabe für Lang-Lkw. © für Abbildung: PR; Quelle: IHK(eb/pr) Osnabrück, 1. März 2018 / Satt fünf Jahre hat es gedauert, Lang-Lkw nun endlich durch ganz Deutschland rollen dürfen: Erst am 29. Dezember 2017 ist die 8. Änderungsverordnung zum "Feldversuch Lang-Lkw" in Kraft getreten. Dadurch wurden auch Autobahnen in Nordrhein-Westfalen (NRW) in das sogenannte Positivnetz für Lang-Lkw aufgenommen und für diese freigegeben. Von 2012 bis Ende 2016 lief ein bundesweiter Feldversuch zum Einsatz so genannter Lang-Lkw (Euro-Combi), die eine Gesamt-Fahrzeuglänge bis zu 25,25 Meter aufweisen.

Seit 1. Januar 2017 können Lang-Lkw mit einer Länge von bis zu 25,25 m auf den in einer Positivliste aufgeführten Strecken fahren. Die Bundesländer prüfen dazu fortlaufend Streckenwünsche interessierter Unternehmen auf Eignung und melden diese an den Bund. Das Streckennetz wird auf dieser Grundlage regelmäßig vom Bundesverkehrsministerium (BMVI)  aktualisiert. Auf Wunsch der Bundesländer wurde die Einsatzmöglichkeit des Lang-Lkw zum 29. Dezember 2017 noch einmal ausgeweitet: Mit der 8. Änderungsverordnung sind nun seitdem erstmals auch Strecken in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland für alle Lang-Lkw freigegeben. Das Netz erstreckt sich jetzt über 15 Bundesländer.

Bis Ende 2016 war der Einsatz von Lang-Lkw in einem fünfjährigen Feldversuch getestet worden, bei dem die Chancen und Risiken dieser neuen Nutzfahrzeugkonzepte untersucht wurden. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hatte den Feldversuch wissenschaftlich begleitet und konnte zum Abschluss positive Ergebnisse vermelden.

So ersetzen zwei Lang-Lkw-Fahrten drei Fahrten mit herkömmlichen Lkw, es wurden keine Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße beobachtet und auch kein erhöhter Erhaltungsaufwand für die Infrastruktur festgestellt. Hingegen liegen die Effizienzgewinne und Kraftstoffersparnisse zwischen 15 und 25 Prozent. Die Gewichtsbeschränkungen für Lkw gelten auch für die Langversion: Auch Lang-Lkw dürfen 40 Tonnen Gewicht bzw. 44 Tonnen im Kombinierten Verkehr nicht überschreiten.

Die auf Grundlage der Ausnahme-Verordnung fahrenden Fahrzeuge entsprechen höchsten Sicherheitsstandards. Auch die Anforderungen an die Fahrer unterliegen strengen Vorgaben: Neben dem fünfjährigen Besitz der entsprechenden Fahrerlaubnis wird eine nachzuweisende fünfjährige Berufserfahrung verlangt. Am Feldversuch beteiligten sich 13 Bundesländer und 60 Unternehmen mit 161 Lang-Lkw.

Durch die Verweigerungshaltung einiger Bundesländer, zu denen auch Nordrhein-Westfalen (NRW) gehörte, war ein durchgängiger Feldversuch schlicht verhindert worden:  Der Verlauf von A 1, A 30 und A 31 ließ keine Lang-Lkw-Verkehre zu, so konnten beispielsweise die Strecken zwischen Meppen und dem Ruhrgebiet oder zwischen Osnabrück und Hannover nicht genutzt werden, das Logistik-Drehkreuz Osnabrück blieb bei der fünfjährigen Erprobungsphase weitgehend außen vor. Dementsprechend groß war jetzt die Freude bei den Mitgliedern des Fachausschusses Verkehr der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim (IHK), der die Ausdehnung des Positivnetzes einhellig begrüßte.

"Jetzt kann der Lang-Lkw seine Leistungsfähigkeit endlich auch in unserer Region unter Beweis stellen", meinte der Fachausschussvorsitzende Ulrich Boll am Rande der jüngsten Ausschusssitzung bei Duni in Bramsche. Damit können diese 25,25 Meter langen Fahrzeugkombinationen ihren Effizienzvorteil ausspielen. "Das deutsche Autobahnnetz ist damit fast vollständig freigegeben. Das ist eine tolle Nachricht", ergänzte Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung, Innovation und Umwelt. Bereits zu Zeiten des Pilotversuchs bekundeten zahlreiche regionale Unternehmen ihr Interesse; diesen stehen nun alle Möglichkeiten offen, Lang-Lkw einzusetzen.

IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

BMVI

 

 


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