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''Konnichi wa'': Odawara wird Osnabrücks ''Energiewendepartnerstadt''

Eine 30-köpfige Delegation aus der japanischen Stadt Odawara informierte sich in Osnabrück über die Stadtwerke sowie das Solarkataster, dass der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz entwickelt hat. © für Abbildung: PR; Quelle: Stadt OS; Aufnahme: Silke Brickwedde(pr/eb) Osnabrück, 27. April 2018 / Osnabrück pflegt intensive Städtepartnerschaften, wie beispielsweise auch bei der Maiwoche im Europadorf deutlich wird. Doch neben den bestehenden ist die Friedensstadt auch offen für neue Freundschaften – wie zu der japanischen Stadt Odawara, die sich zu Osnabrücks japanischer "Energiewendepartnerstadt" zu entwickeln scheint. Jetzt haben Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und sein japanischer Amtskollege Kato Kenichi, Oberbürgermeister der Stadt Odawara, eine gemeinsame Erklärung für eine nachhaltige Stadt unterzeichnet.
 
Mit Kenichi besucht eine 30-köpfige Delegation die Friedensstadt. Die Teilnehmer interessieren sich vor allem für zwei Themen: die Stadtwerke und das Solarkataster. Und das aus gutem Grund: "Stadtwerke, wie wir sie kennen, gibt es in Japan nicht", erläuterte Detlef Gerdts, Fachbereichsleiter Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück. Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima ist das Bewusstsein in Japan für die dezentrale Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien geschärft worden. Deutschland ist dabei aus japanischer Sicht das "leuchtende Beispiel", von dessen Erfahrungen, insbesondere auf kommunaler Ebene, japanische Städte nun in einem zunächst auf drei Jahre ausgelegten Programm beider Regierungen profitieren wollen.

Vor diesem Hintergrund sei es nicht ausgeschlossen, dass in  Odawara ein Energieversorger nach Osnabrücker Vorbild entstehe, wie Gerdts ausführte. Neben den Stadtwerken besuchte die Delegation auch das Nettebad und nahmen die innovative Heizungsanlage unter die Lupe. Das Interesse an deutschen Stadtwerken und den Erfahrungen in Deutschland im Zusammenhang mit der Energiewende ist in Japan so groß, dass beide Begriffe – Stadtwerke und Energiewende - gar nicht erst übersetzt und wie "Kindergarten" einfach ins Japanische übernommen worden.

Bis nach Japan reichte der Ruf des Osnabrücker Solarkatasters, das mittlerweile allein in Deutschland von 1.300 Städten und Gemeinden übernommen wurde. Das "Solar Mapping" ist eine lasergestützte Interpretationstechnik, die 2007 in Osnabrück erfunden und 2008 hier weltweit erstmals für eine ganze Stadt angewandt wurde. Odawara plant nun, dieses Kataster als erste japanische Stadt einzuführen. Die Japaner wollten zudem erkunden, wie Bürger, Unternehmen und auch die eigenen Politiker zur Investition in immer mehr Photovoltaikdachanlagen motiviert werden.
 
Während Japan mit deutscher Hilfe sein Wissen in der Solartechnologie vertieft, "profitieren wir davon, dass Japan mit mehreren Milliarden Euro den Einsatz von Wasserstofftechnik unterstützt und mittlerweile einen mehrjährigen Vorsprung im Umgang mit dieser Zukunftstechnologie hat", machte Gerdts deutlich. Gerdts hoffte in nicht allzu ferner Zukunft auf die Umsetzung eines entsprechenden deutsch-japanischen Pilotprojektes in Osnabrück.

Vor diesem Hintergrund sind bereits dreimal Vertreter der Stadtverwaltung, der Stadtwerke und eines Ingenieurbüros aus Osnabrück nach Japan gereist, um  Erfahrungen mit japanischen Experten auszutauschen und vor Ort Erkenntnisse zu sammeln. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten beide Oberbürgermeister, dass die Zusammenarbeit zwischen den Städten vorteilhaft ist, um eine nachhaltige Stadt zu entwickeln. "Ich freue mich, dass wir die begonnene intensive Zusammenarbeit weiter entwickeln und festigen", meinte OB Griesert abschließend.

Stadt Osnabrück

Solarkataster OS

Stadtwerke Osnabrück


 

 


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