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Arbeitsmarkt: Lage ist stabil geblieben

Agentur für Arbeit in Osnabrück. © Eigenfoto(pr/eb) Osnabrück, 3. Mai 2018 / War die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Monaten immer zumindest leicht auf dem Rückzug, hat sich im April nicht viel bewegt – es wurden exakt 11 Menschen mehr als im Vormonat arbeitslos gemeldet, dies sind aber immerhin noch 555 Menschen weniger als im Vorjahr. Dementsprechend lag die Arbeitslosenquote im Vergleich zum März unverändert bei 4,5 Prozent, allerdings um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Osnabrücker Arbeitsagentur, bewertete dies jedoch nicht als Trendwende.
 
"Grundsätzlich kann man nur von einem Trend auf dem Arbeitsmarkt sprechen, wenn sich eine Entwicklung mindestens drei Monate lang fortsetzt. In unserem Fall deutet sich solch eine Trendwende aber auch nicht an. Bei den Frauen und Älteren, die sich zuletzt verstärkt bei uns gemeldet haben, handelt es sich ganz überwiegend um Saisonarbeitskräfte mit befristeten Verträgen, die gerade ausgelaufen sind. Erfahrungsgemäß sind diese Menschen nur kurzfristig arbeitslos und gehen zeitnah wieder in Beschäftigung", so Fern.

Dazu trage auch die weiterhin exzellente Stellensituation mit über 6.200 offenen Positionen bei. "Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erleichtern die Jobsuche. Wir können also weiterhin optimistisch bleiben, dass die Arbeitslosenzahl in der näheren Zukunft wieder sinken wird", meinte Fern weiter.
 
Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, jedoch beispielsweise derzeit an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, umfasste im April 18.486 Personen – 79 weniger als im Vormonat (minus 0,4 Prozent) und 1.260 weniger als vor einem Jahr (minus 6,4 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote lag mit 6,2 Prozent um 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
 
Die Gruppe arbeitslos gemeldeter Ausländer reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 232 auf 3.399 Personen (minus 6,4 Prozent). Hierzu gehören sowohl Menschen, die schon länger im Agenturbezirk leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge. Flüchtlinge sind im allgemeinen Sprachgebrauch Menschen, die wegen Verfolgung, Krieg oder Katastrophen aus ihrer Heimat geflohen sind. Im Kontext der Fluchtmigration werden folgende Gruppen unterschieden: Asylbewerber, anerkannte Asylbewerber bzw. Schutzsuchende, Kontingentflüchtlinge und geduldete Ausländer. Anerkannte Schutzberechtigte werden von Jobcentern betreut und Asylbewerber und Geduldete von Arbeitsagenturen.

Im April waren im Agenturbezirk 1.158 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, somit 66 Personen bzw. 5,4 Prozent weniger als im März, aber 34 mehr als im April 2017 (plus 3 Prozent). Die Jugendarbeitslosenquote (bis unter 25 Jahre) betrug 3,3 Prozent, im vorigen April hatte sie auf demselben Niveau gelegen. Auf dem Ausbildungsmarkt hatten sich im Agenturbezirk seit Beginn des Berichtsjahres 2.959 Ausbildungssuchende gemeldet – ein Rückgang um 284 Personen im Vorjahresvergleich. Zeitgleich stieg die Zahl gemeldeter Ausbildungsstellen um 626 auf 4.366. Von diesen sind zu diesem Zeitpunkt 2.635 noch unbesetzt, 370 Plätze mehr als im Vorjahr. Die Zahl der als unversorgt geltenden Bewerber hingegen reduzierte sich – um 101 auf 1.408.
 
Arbeitsagentur OS

 
 

 

 


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