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Zukunft für Kulturszene? Neue Nutzung für alte Speicher im Hafen

Diese beiden Gebäude sollen künftig als ''lauter'' und ''leiser'' Speicher genutzt werden. © für Abbildung: PR; Quelle: OS Speicher GbR(eb/pr) Osnabrück, 28. Juni 2018 / Seit Abzug der britischen Armee aus Osnabrück läuft die Konversion, also die Umwandlung der Areale in zivile Nutzungsflächen. Bisher entstanden so schon zahlreiche neue Lebenswelten. Jetzt erhält auch die Osnabrücker Kulturszene die Chance auf eine neue Heimatbasis: Vor kurzem hat eine Gruppe von vier Unternehmen zwei Speicher auf dem Gelände der Winkelhausenkaserne im Hafen erworben, die seit dem Abzug leer standen. Nun sollen beide Gebäude kurzfristig saniert und schon ab Frühjahr 2019 vermietet werden – ein Speicher soll Platz für Musik und Kultur bieten.

Beide Speicher weisen eine Nettogrundfläche von jeweils rund 4.700 Quadratmetern auf und sollen unterschiedliche Zielgruppen bedienen. In dem so genannten "Leisen" Speicher sind Büroräume geplant – allerdings auch eher für die Kreativbranche. "Hier sprechen wir als Mieter ganz gezielt all diejenigen an, die kreativ und effizient arbeiten wollen – in einer inspirierenden Umgebung mit Industrie-Charme. Die Büros sind beispielsweise ideal für Architekten, Designer, Makler, Kanzleien, Eventagenturen oder ähnliche Zwecke", erläuterte Matthias Folkers von der Osnabrücker Speicher GbR.

Im zweiten Gebäude wird der "Laute" Speicher angesiedelt mit einem Mieter-Mix rund um das Thema Musik und Kultur: "Die Proberaumsituation der Stadt ist momentan sehr kritisch und wir haben uns hier zum Ziel gesetzt, den 'lauten' Speicher als Lösung anzubieten und zu entwickeln", so Folkers. Neben Proberäumen für Musiker und Bands seien auch Unterrichtsräume für Musikschulen, Tanztraining, Ateliers für bildende Künstler, aber auch Lager oder Büros für Eventtechniker denkbar.

 Die Raumgestaltung soll in Absprache mit den künftigen Nutzern erfolgen. Die starken Wände bieten eine gute Schallschutzgrundlage. © für Abbildung: PR; Quelle: OS Speicher GbRDie Speicher-Macher scheinen für dieses Konzept den optimalen Zeitpunkt (aus ihrer Sicht) erwischt zu haben: Ende des Jahres werden sämtliche aktuell existierende Proberäume am Güterbahnhof geschlossen. Bevor die zahlreichen Bands und Musiker auf der Straße stehen, ist auch der Stadt an einer zeitnahen Umsetzung des Konzeptes des "Lauten" Speichers gelegen.

Angst vor Verzögerungen hinsichtlich der Baugenehmigung haben die neuen Eigentümer nicht. Ganz im Gegenteil: "Wir bereiten jetzt zeitnah alle notwendigen Unterlagen für die Baugenehmigung vor. Die Stadt hat zugesichert, die Unterlagen möglichst zeitnah zu prüfen. Wenn alles passt, kann der enge Zeitplan funktionieren", meinte Max Lingens von der Osnabrücker Speicher GbR.

Lingens hatte auch keinerlei Bedenken hinsichtlich möglicher Ruhestörungen durch zu laute Musik. Man habe sich selbst ein Bild von der Lautstärke gemacht: Bei einem Treffen im Speicher hätten es ein Drummer und ein Bassist "richtig krachen lassen". "Man glaubt das vorher gar nicht - aber schon wenige Meter weiter war von der Musik fast nichts mehr zu hören – und im anderen Speichergebäude nebenan bekommt man dann rein gar nichts mehr davon mit", so Lingens. Hier spielt die alte Bausubstanz mit dicken Wänden eine nicht unwesentliche Rolle, die schon eine gute Grundlage für Schallschutz bietet.
 
Beide Gebäude sollen möglichst gemeinsam mit den künftigen Mietern entwickelt werden: "Unser Ziel ist es, frühzeitig mit potentiellen Mietern ins Gespräch zu kommen, um die Räume schon während der Sanierung an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen zu können. Wir freuen uns auf konstruktive Gespräche", meinte Lingens. Detaillierte Infos zum Konzept sind auf der Webseite zu finden. Dort wird künftig über die weitere Projektentwicklung informiert. Interessierte Mieter können sich per E-Mail an das Unternehmen wenden.

Osnabrücker Speicher    

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