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Arbeitslosenquote weiter im Sinkflug

Agentur für Arbeit in Osnabrück. © für Abbildung: Eigenfoto(eb/pr) Osnabrück, 3. Juli 2018 / Auch wenn sich der Trend im Monat Juni leicht abschwächte – die Arbeitslosenquote sank erneut und erreichte bundesweit mit 5 Prozent den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung. Im Bezirk der Osnabrücker Arbeitsagentur  wurde dieser Wert sogar noch unterboten: Sie erreichte erneut (wie im Vormonat) 4,3 Prozent und lag damit 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings ist dieser Wert geschönt, denn es werden die Menschen außer Betracht gelassen, die als Unterbeschäftigte geführt werden.

Dazu gehören all jene Personen, die Arbeit suchen, jedoch an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Im Juni 2018 zählten 17.947 Personen als unterbeschäftigt und damit 121 weniger als im Vormonat (minus 0,7 Prozent) und 1.188 weniger als vor einem Jahr (minus 6,2 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote lag mit 5,9 Prozent um 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.
 
Laut Christiane Fern, Geschäftsführungsvorsitzende der Osnabrücker Arbeitsagentur, sei es völlig normal, dass die Arbeitslosenquote im Juni – zu Sommerbeginn – nur leicht sinke oder sogar stagniere, denn zu dieser Jahreszeit meldeten sich saisonbedingt deutlich mehr junge Leute arbeitslos: "Das ist saisontypisch, kurz vor den Ferien. Ausbildungen enden, und viele junge Menschen warten auf eine Anschlussbeschäftigung. Auch Schulabgänger melden sich jetzt kurzfristig arbeitslos. Das wird sich auch noch in den kommenden Wochen auf die Arbeitslosenzahlen auswirken. Die meisten der Jugendlichen werden sich aber recht schnell wieder abmelden".

Im Juni waren im Agenturbezirk 1.155 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 115 Personen (11,1 Prozent) mehr als im Mai, aber 46 weniger als im Juni 2017 (-3,8 Prozent). Die Jugendarbeitslosenquote (bis unter 25 Jahre) betrug 3,2 Prozent, im vorigen Juni hatte sie bei 3,4 Prozent gelegen. Auf dem Ausbildungsmarkt hatten sich im Agenturbezirk seit Beginn des Berichtsjahres 3.238 Ausbildungssuchende gemeldet – ein Rückgang um 305 Personen im Vorjahresvergleich. Zeitgleich stieg die Zahl gemeldeter Ausbildungsstellen um 604 auf 4.619. Von diesen sind zu diesem Zeitpunkt 2.091 noch unbesetzt, 320 Plätze mehr als im Vorjahr. Die Zahl der als unversorgt geltenden Bewerber hingegen reduzierte sich – um 143 auf exakt 1.000.

Trotz der unsicheren Weltwirtschaftslage floriert die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Region weiter: Im Juni waren mehr als 6.300 offene Stellen (+ 10 Prozent gegenüber Vorjahresniveau) gemeldet. "Momentan wirken sich die internationalen Handelskonflikte noch nicht auf unseren Arbeitsmarkt aus. Vor allem das verarbeitende Gewerbe und der Handel fragen derzeit massiv neues Personal nach", so Fern.
 
Sehr erfreulich sei die Entwicklung in der Stadt Osnabrück; hier sei die Arbeitslosenquote allein um 0,6 Prozent gesunken. "In Osnabrück selbst verzeichnen wir ein Fünftel mehr Abgänge in Erwerbstätigkeit. Und gerade hier kurbelt die Stellenentwicklung den Arbeitsmarkt besonders kräftig an. Diesen Trend müssen wir weiter nutzen, indem wir die noch arbeitslosen Menschen mit zielgerichteter Qualifizierung fit für den Arbeitsmarkt machen", machte Fern deutlich.

Arbeitsagentur OS
 

 
 

 


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