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Lokale Unternehmen und regionale Wirtschaft

Spart Energie und schont die Umwelt: KDW mit neuem Brennprozess

KDW-Geschäftsleitungsmitglied Klaus Gervelmeyer (2.v.l.) und KDW-Werksleiter Klaus Kuhlmann (r.) freuten sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Wigos. © für Abbildung: PR; Quelle: Wigos; Aufnahme: Kimberly Lübbersmann(pr/eb) Hagen, 18. Juli 2018 / Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land (Wigos) steht den Unternehmen der Region mit Rat und Tat zur Seite. So auch dem Klinkerdachziegelwerk KDW in Natrup-Hagen: In dem Unternehmen, das zur ABC-Klinker-Gruppe gehört, werden Klinker und Dachziegel aus Naturton gebrannt. Dazu ist ein immenser Energieeinsatz notwendig, der sich demnächst allerdings um satte 1.802.072 Kilowattstunden jährlich verringern wird.

Darüber hinaus steigt auch noch die Qualität der Ware – alles auf Grund einer Energieberatung, die verschiedene Veränderungen nach sich zog. "Wir sparen künftig nicht nur Kosten, sondern auch rund 462 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß im Jahr ein", unterstrich KDW-Geschäftsleitungsmitglied Klaus Gervelmeyer. Die Wigos kooperiert im Bereich Energieberatung mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (Kean), die entsprechende Fachberatungen für Betriebe finanziert. Es folgte eine Betriebsbesichtigung, bei der schnell deutlich wurde, dass der Brennprozess effizienter gestaltet werden kann.

Denn ursprünglich setzte das KDW zwei unterschiedliche Öfen zum Brennen ein: Die Randziegel (Ortgang- oder Firstpfannen) wurden in einem Herdwagenofen gebrannt, der für jede Beladung neu angeheizt wurde, dann vierzig Stunden durchbrannte und wieder heruntergekühlt werden musste. Die so genannte Flächenware wandert auf Schienenwagen durch einen 120 Meter langen Tunnelofen. Dieser wird in der Mitte auf rund 1.050 Grad aufgeheizt. Die Ziegel fahren sehr langsam auf das Hitzezentrum zu, werden also auch sehr langsam erwärmt, dann in der Mitte gebrannt und bei der Ausfahrt langsam wieder abgekühlt.

"Auf diese Weise entfällt das energetisch ungünstige Aufheizen und Abkühlen des Ofens" erläuterte Werksleiter Kuhlmann. Der Ofen ist im Dauerbetrieb und wird rund um die Uhr automatisch beschickt. Aus dem beauftragten Gutachten ging hervor, dass die komplette Ware durch den Tunnelofen laufen könnte und damit erhebliche Energieeinsparpotentiale freigesetzt würden.

Für die Umsetzung mussten allerdings einige Vorarbeiten geleistet werden: So wurde zum Beispiel die Randware in der Form leicht verändert, um einen optimalen Brennprozess im Tunnelofen zu gewährleisten. Dadurch konnte der ineffiziente Herdwagenofen außer Betrieb gesetzt werden. Zusätzlicher Nebeneffekt: Die Farbgebung der fertigen Dachpfannen ist noch gleichmäßiger, es wird weniger Ausschuss produziert. Insgesamt bedeuteten die Veränderungen eine Investition von 736.000 Euro, für die das Unternehmen eine Förderung in Höhe von 200.000 Euro vom Land Niedersachsen erhielt. Im Ergebnis ein Gewinn für alle: Für das Unternehmen, die Kunden und die Umwelt.

Wigos

ABC-Klinker-Gruppe
 

 

 


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